Was macht eigentlich eine Ankerinstitution?

(c) Natalia Reich

Die Lettrétage ist eine Ankerinstitution für die freie Literaturszene. Das bedeutet, dass wir:

  • kostenlos Räume für Veranstaltungen am Abend zur Verfügung stellen wie z. B. Lesungen, Performances oder Podiumsdiskussionen.
  • kostenlos Räume für Tagesnutzungen anbieten wie z. B. Schreibgruppen, Redaktionstreffen oder Workshops.
  • uns um die Technik und die Getränke bei Abendveranstaltungen kümmern und bei der Werbung für die Veranstaltungen helfen.
  • kostenfreie berufliche Beratungen organisieren für alle, die Literatur schreiben, übersetzen, lektorieren oder veranstalten.
  • einmal im Jahr den „Branchentreff Literatur“ ausrichten. Wer beruflich mit Literatur zu tun hat, findet dort Gleichgesinnte zum Austausch und zur Vernetzung.
  • selbst Projekte durchführen, die nach Möglichkeiten suchen, Literatur neu und anders zu machen.

#lettretalks: das ad hoc – Interview mit Julia Dorsch und Sara Hauser

das ad hoc ist ein Berliner Lyrikkollektiv, das sich 2019 aus Teilnehmer*innen der Lyrikwerkstatt open poems gründete. Es besteht aus 11 Personen, verbunden durch ihre Begeisterung für Lyrik und dem Wunsch, der Wettbewerbsökonomie im Literaturbetrieb einen alternativen Raum entgegenzusetzen. Die Mitglieder des Kollektivs unterstützen sich gegenseitig, tauschen sich über ihre Schreibprozesse aus, teilen ihre Erfahrungen im Literaturbetrieb miteinander und realisieren kollektive Poesie-Projekte.

In der Lesereihe „textOUR Kollektivität & Care“ trifft das ad hoc mit anderen Berliner Kollektiven und Netzwerken zusammen und sucht nach Poetiken des Verknüpft-Seins, der Zu-Wendung, des Sich-Beziehens. An neun Leseabenden spinnt sich Poesie unterschiedlicher Stile, Szenen und Sprachen fort.

Am Dienstag, den 24. September, um 20:00 Uhr, trifft das ad hoc in ihrer zweiten Veranstaltung der Reihe „textOUR Kollektiuvität & Care“ auf das Künstler*innenkollektiv parallelgesellschaft. Zur Einstimmung auf den Abend haben wir vorab mit Julia Dorsch und Sara Hauser über die Förderung der Reihe, das entstehende Gedichtgewebe und die Zusammenarbeit intern und mit anderen Kollektiven gesprochen.

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Die Lettrétage im September

Zurück aus der Sommerpause verweilen wir noch ein wenig in der Urlaubsstimmung. Im September werden wir zu Reisenden und Entdecker*innen. In unserer Vorstellung begeben wir uns auf die Suche nach verschollenen Artikeln, der Fortsetzung einer unvollendeten Fuge und den Resten unserer (Lebens-)träume. Mal sehr konkret beim Betrachten des Himmels aus dem Zugfenster, mal historisch durch die Musikgeschichte und Familienvergangenheit, oder auch metaphorisch beim Reisen durch verschiedene Textformen. Wir bewegen uns in Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit. Woher kommen Materialien und wohin reisen wir durch die Möglichkeiten von Literatur, Kunst und Fantasie? Euch erwartet ein vielfältiges Programm aus Lesungen, musikalischen Veranstaltungen, Gesprächsrunden und allem was dazwischen liegt.

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Sommerpause in der Lettrétage: Ein Rückblick auf die erste Jahreshälfte 2024

Bevor wir uns bis Anfang September in die Sommerpause verabschieden, ziehen wir Bilanz:
29 Buchpräsentationen fanden in der ersten Jahreshälfte in der Lettrétage statt.
32 Autor*innen, Übersetzer*innen und Sprecher*innen lasen aus 35 Büchern!

Vielleicht ist ja das ein oder andere Buch für Ihre Urlaubsleseliste dabei?

Hier ist die Liste der präsentierten Werke:

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#lettretalks: TraLaLit – Magazin für übersetzte Literatur

»Übersetzerinnen und Übersetzer sind die Hidden Champions der Literaturwelt«, heißt es im Mission Statement des Magazins für übersetzte Literatur und Übersetzungskritik TraLaLit.➚ Durch Übersetzungen werden für uns alle Literaturen, Kulturen und Zeiten zugänglich – sie erschließen uns die Welt. TraLaLit veröffentlicht wöchentlich neue Beiträge und bietet Übersetzer*innen eine Bühne. Das Magazin dient auch als Experimentierplattform für ein Übersetzungsfeuilleton. Die Texte sind dabei so vielfältig wie die Literatur selbst: mal humorvoll, mal polemisch, mal akribisch, mal meinungsstark, mal ausgewogen.

Am Dienstag, den 16. Juli, um 19.30 Uhr,➚ veranstaltet das TraLaLit-Magazin in der Lettrétage eine öffentliche Leserunde mit der Übersetzerin Stefanie Ochel➚ zu dem von ihr übersetzten Roman »An Rändern« von Angelo Tijssens (Rohwolt, 2024)➚. Alle sind eingeladen, das Buch zu lesen und an dem Abend in die Lettrétage zu kommen, um gemeinsam mit Stefanie Ochel über Leseeindrücke und Lektüreerfahrungen zu diskutieren! Moderiert wird der Abend von Theresa Rüger, der Eintritt ist frei.

Zur Einstimmung auf den Abend haben wir vorab mit Theresa Rüger aus dem TraLaLit-Team über die Herausforderungen und Bedeutungen der Übersetzungsrezension, die Liebe zur Sprache und die Entstehungsgeschichte von TraLaLit gesprochen.

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Die Lettrétage im Juli

© Natalia Reich

Sich anstoßen an Dingen, sich hingezogen fühlen zu jemandem, etwas als abstoßend empfinden. Sich verhalten zu Menschen, zu Sprache, zur Stadt – im Juli wird es in der Lettrétage um Beziehungen gehen: Es wird sich auf eine Rückkehr zur Herkunftsfamilie begeben und die Suche nach einer neuen Wahlfamilie begonnen. Es wird sich ins Verhältnis zur Stadt gesetzt, die eigenen Hassliebe zu Tourist:innen vertextet und es wird um den Bezug zu sich selbst und zur Einsamkeit gehen, verknüpft mit dem dringenden Versuch Verbindungen einzugehen.

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#lettretalks: AFRICAN BOOK FESTIVAL – Interview mit Stefanie Hirsbrunner

In knapp 2,5 Wochen ist es soweit: Vom 28. bis 30. Juni findet das African Book Festival in der Alten Münze (Molkenmarkt 2, 10179 Berlin) statt – dieses Jahr als Queer Edition, also mit Fokus auf afrikanische und afrodiasporische Autor:innen aus der LGBTQI+-Community und auf Literatur, in der Homosexualität und Queerness in Afrika eine Rolle spielen.

Wir haben mit Stefanie Hirsbrunner, die das Festival gemeinsam mit Karla Kutzner gegründet hat und leitet, über die thematische Ausrichtung des African Book Festivals, die Auswahl der eingeladenen Autor:innen und darüber, welche Momente der letzten sechs Jahre besonders in Erinnerung geblieben sind, gesprochen.

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Die Lettrétage im Juni

© Pablo Hassmann

Im Juni wird es performativ in der Lettrétage! In einer Wochenendveranstaltung fließt der Mai in den Juni über und beginnt seinen ersten Tag mit einer zweisprachigen Performance lautsprachlicher Lyrik und Gebärdensprachpoesie. Über eine südsyrische Provinz geht es weiter in einen kollektiven Raum fernab jeglicher Wettbewerbsökonomie. Nach multi-sensorischen Entdeckungsreisen durch atmosphärische Klänge und video-poetry taucht der Juni übersetzend in sprachliche Elastizitäten, um anschließend zwei Debütromane zwischen Punk und Zärtlichkeit zu erkunden. Es wird über jüngste Entwicklungen in Osteuropa diskutiert und es werden Konzepte von Körper erforscht und stereotype Darstellungen von womxn in der Kunst hinterfragt. Im Juni bekommen wohnungslose Frauen eine Stimme und eine einzelne Frau in Mexiko träumt beinahe tausend Verse. Sprachgeneratoren werden in ihre Schranken verwiesen und ein poetischer Film entzündet musikalische Dialoge!

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#lettretalks: THE DEAD LADIES SHOW – Interview with Katy Derbyshire

The Dead Ladies Show happens every two months or so and celebrates ladies who were fabulous while they were alive, in English and in German.

Each time, the two co-hosts, Katy Derbyshire and Florian Duijsens, invite two special guests to share their love of particular ladies of yore in the form of lively presentations showcasing these people’s lives, works, and achievements. Covering all walks of life – from ancient mathematicians to silent-movie stars to record-breaking athletes – the Dead Ladies Show is all about women or non-binary people who achieved great things against all odds. The live footage from the shows is used as material for the monthly feminist history podcast, so deceased-dames fans can also listen in or catch up from wherever they may be.

Previously hosted in our immediate neighbourhood at ACUD, the Dead Ladies Shows now take place at Lettrétage. To mark the occasion, we spoke to one of the hosts, Katy Derbyshire, about the format of her shows, the selection of people featured and what has changed recently.

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Die Lettrétage im Mai

(c) Tom Bresemann

Auch wenn die Eisheiligen erst kommen, der letzte Frost ist gewesen und es wird Sommer. Der Mai in der Lettrétage bringt den Achten Branchentreff Literatur, verschiedene Lesereihen, Buchpräsentationen und Diskussionsformate, eine Preisverleihung und eine zweisprachige Performance mit lautsprachlicher Lyrik und Gebärdensprachpoesie.

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