Was macht eigentlich eine Ankerinstitution?

(c) Natalia Reich

Die Lettrétage ist eine Ankerinstitution für die freie Literaturszene. Das bedeutet, dass wir:

  • kostenlos Räume für Veranstaltungen am Abend zur Verfügung stellen wie z. B. Lesungen, Performances oder Podiumsdiskussionen.
  • kostenlos Räume für Tagesnutzungen anbieten wie z. B. Schreibgruppen, Redaktionstreffen oder Workshops.
  • uns um die Technik und die Getränke bei Abendveranstaltungen kümmern und bei der Werbung für die Veranstaltungen helfen.
  • kostenfreie berufliche Beratungen organisieren für alle, die Literatur schreiben, übersetzen, lektorieren oder veranstalten.
  • einmal im Jahr den „Branchentreff Literatur“ ausrichten. Wer beruflich mit Literatur zu tun hat, findet dort Gleichgesinnte zum Austausch und zur Vernetzung.
  • selbst Projekte durchführen, die nach Möglichkeiten suchen, Literatur neu und anders zu machen.

#lettretalks: Sara Hauser von das ad hoc blickt auf eineinhalb Jahre textOUR zurück

Resonanz als künstlerisches Prinzip,
Kollektive Arbeit und Projektförderung
& die Zukunft von TextOUR

Sara hauser (Lyrikerin, Mitglied von das ad hoc, Teil der künstlerischen Leitung von textOUR)

Die letzten eineinhalb Jahre über haben die Mitglieder des Lyrikkollektivs das ad hoc an insgesamt neun Terminen das Veranstaltungsprogramm der Lettrétage mit spannenden, kooperativen Veranstaltungsformaten bereichert. Im Dezember fand die von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt geförderte Lesereihe „textOUR“ nun mit einer letzten Veranstaltung ihren krönenden Abschluss. Das ad hoc und dessen Gäste haben uns einen bunten, generationenübergreifenden Abend beschert, in dem vor allem der literarische Nachwuchs im Mittelpunkt stand.

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Die Lettrétage im Januar

Ein neuer Monat bricht bald an und mit ihm gleich ein neues Jahr, das Potenzial für frische Anfänge und Vorsätze birgt. Sie haben sich z.B. vorgenommen, in Zukunft häufiger Literaturveranstaltungen zu besuchen? Unser Januarprogramm eignet sich hervorragend, um sich diesbezüglich treu zu bleiben. Es erwartet Sie ein vielfältiges Programm, das sich insbesondere an Themen rund um Kollektivität abhandelt. Ebenso im Fokus steht das junge, studentische Schreiben, dem sich gleich zwei Abende im Januar widmen. In der Lettrétage wird theatralisch geträumt, chorisch gelesen und zusammen übersetzt – besser kann der Auftakt des Literaturjahres 2026 kaum sein!

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Die Lettrétage im Dezember

Während sich das Kalenderjahr langsam dem Ende zuneigt, greift die Lettrétage schon ein wenig vor und widmet sich neuen Anfängen, bevor die Weihnachtspause ruft. Frischer Wind strömt (auch) dank der zahlreichen Buchpräsentationen, die sich durch das Dezemberprogramm ziehen, in unsere Räumlichkeiten. Kollektive und Autor*innen reisen von weit (und weniger weit) an, um ihre Arbeit vorzustellen, trotzen Ageism, finden Worte für Unsagbares, tanzen und flechten.

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#lettretalks: Madeleine Watts, Vijay Khurana and Gabriel Flynn on community, friendship and criticism


On Friday, the 21st of November the three Berlin-based writers Madeleine Watts, Vijay Khurana and Gabriel Flynn, all of whom have recently published novels (Elegy Southwest, Passenger Seat and Poor Ghost!), will talk about their working practice during a live event at Lettrétage. The three of them are members of a small, long-running writing group that has become an essential part of their creative practice. Founded around a decade ago by Habib William Kherbek, the group now meets weekly online, with members spread across Berlin, New York, and Paris. What began as a space for sharing fiction has expanded to include non-fiction and translation, maintaining a rhythm of regular meetings and open discussion rather than formal written feedback. In this conversation, Watts, Khurana, and Flynn discuss how trust, consistency, and friendship sustain their work as individual writers; how deadlines and dialogue shape their drafts; and how the group offers a space apart from the noise of the literary establishment — a place to think only about the writing itself.

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Die Lettrétage im November

Mit dem Fortschreiten der kalten Jahreszeit wächst bei vielen von uns das Bedürfnis, uns in unsere heimischen Höhlen zurückzuziehen und uns mit einem guten Buch, einer warmen Decke und einer dampfenden Tasse Tee gegen die zunehmende Kälte und Dunkelheit der Welt draußen abzuschotten. Mit anderen Menschen zusammen zu kommen, in den Austausch zu treten, eine Gemeinschaft zu bilden, ist aber mindestens genauso wirksam gegen den Herbstblues. Passend dazu erwartet uns in der Lettrétage im November ein kuscheliger Veranstaltungsmonat, in dem vielfältig und vielstimmig gelesen, improvisiert, musiziert und diskutiert wird.

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#lettrétalks: Marie Alpermann über Südslawistik, Dubravka Ugrešić und die Herausforderungen des Übersetzens

Sepiafarbenes Portraitfoto von Marie Alpermann

Am Mittwoch, den 08. Oktober 2025 um 19:30 findet in der Lettrétage die Buchvorstellung zu „Europa in Sepia“ von Dubravka Ugrešić statt. Die 2023 verstorbene kroatische Schriftstellerin kann diese Premiere leider nicht mehr miterleben. Dafür, dass ihre Werke weiter gelesen und verbreitet werden, sorgen Übersetzer*innen wie Marie Alpermann. Wir haben mit ihr über Südslawistik, das Werk von Dubravka Ugrešić und die Herausforderungen des Übersetzens gesprochen.

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Die Lettrétage im Oktober

In Berlin leben Menschen aus über 180 Ländern, was sich auch in der Sprachenvielfalt der Stadt widerspiegelt. Dieser Vielsprachigkeit wollen wir auch in der Lettrétage gerecht werden. Im Oktober sollen Sprachen mit all ihren Facetten und Unterschieden gewürdigt und zelebriert werden. Neben englisch-, spanisch-, deutschsprachigen und multilingualen Veranstaltungen haben auch die Deutsche Gebärdensprache und die Sprache des Körpers ein gewichtiges Wort mitzureden. Zudem setzen wir auf laute und engagierte Stimmen aus dem nahen Osten, die ihre eigenen Perspektiven darlegen, miteinander ins Gespräch kommen und die Poesie feiern.

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Die Lettrétage im September


Es geht wieder los! Die Sommerpause ist vorbei und die Lettrétage in gewohnter Manier mit einem abwechslungsreichen literarischen Monatsprogramm zurück. In den nächsten Wochen feiern wir mehrere Jubiläen, begrüßen beliebte wiederkehrende Veranstaltungsreihen erneut bei uns und freuen uns auch auf ein paar ganz neue Gesichter. Ob szenische Lesung, audio-visuelle Performance, klassische Buchvorstellung oder synästhetische Live-Improvisation – der September wird interdisziplinär, interaktiv, international und dabei natürlich vor allem interessant!

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Die Lettrétage macht Sommerpause

Foto von einem aufgeschlagenen Buch auf einer Holzliege, darauf liegt eine Sonnenbrille.
Text: "Die Lettrétage macht Sommerpause. Wir sehen uns hier Ende August wieder!"

Seit Januar haben bei uns in der Lettrétage mehr als 80 öffentliche Veranstaltungen mit insgesamt über 5000 Besucher*innen stattgefunden. Da haben wir uns eine kleine Sommerpause ja wohl redlich verdient, oder? Mit unserem Veranstaltungsprogramm geht es ab September weiter, Informationen dazu findet ihr schon jetzt in unserer Programmübersicht. Wir melden uns Ende August hier wieder. Habt einen schönen Sommer!

#lettrétalks: Giuliana Kiersz on communal spaces, feminist texts and the power of collective writing

Communal spaces, feminist texts and the power of collective writing

Giuliana Kiersz
poet, playwright, librettist, artist and foudner of "Another Possible Story"

What does it mean to write feminist texts? How can artists of all genders collaborate creatively? And what are the possibilities of the workshop environment to produce works of art that engage critically with the tensions between literature, feminism and coloniality? In anticipation of the upcoming reading by the participants of the feminist writing workshop „Another Possible Story“ we have spoken to Giuliana Kiersz, founder of said workshop. Kiersz, born in Buenos Aires, based in Berlin, is a poet, playwright, librettist and artist. Since 2017 she has been giving creative writing workshops in Latin America and Europe, one of which being „Another Possible Story“. Continue reading to find out how the workshop came about, which writers the participants took inspiration from and what you can look forward to during the reading on the 13th of July at Lettrétage.

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