Zitat der Woche

Um der Situation Würde zu verleihen, ließ das Bestattungsinstitut GLORIA eine CD mit Trauenklassikern laufen. Leider waren sie nicht von einem Orchester, sondern mit einer Elektroorgel nachgespielt. “Ave Maria”, ” Candles in the Wind” und ” Clair de Lune” fiepten durch die virtuellen Orgelpfeifen, als gäbe es keine Unterschiede zischen den Tönen und Rhythmen. Im ersten Moment hatte ich den Orgelklang für randominisierten Midi-Sound aus den 90ern gehalten, bis Paula “Ist das Beethoven?” fragte und ich genauer hinhörte.

Auszug aus “Eine Einäscherung” von Leszek Stalewski.
Aus: Sprache im technischen Zeitalter, Heft 225 (März 2018)

Leszek Stalewski liest diesen Sonntag in der Lettrétage.
Hier geht es zur Veranstaltung.

Die Lettrétage beim Exzellenzcluster “Temporal Communities”

Im Januar 2019 hat an der Freien Universität Berlin der Exzellenzcluster “Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective” seine Arbeit begonnen. Ziel des Clusters ist eine Neukonzeption der Literatur in globaler Perspektive. Wir freuen uns sehr, dass das Projekt den Kontakt mit der freien Literaturszene in Berlin gesucht hat und sein Programm in Kooperation mit verschiedenen Initiativen vor Ort umsetzt, darunter auch die Lettrétage.

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PoetryAudioLab – der Rückblick

An zwei Wochenenden wurde in diesem Sommer der Berliner Stadtraum in ein poetisches Klanglabor verwandelt. Autor*innen bespielten im Rahmen des PoetryAudioLabs ausgewählte Orte mit Sound-Installationen und poetischen Interventionen. Wir blicken zurück auf ein besonderes Projekt und danken Antonia Lochmann, die ihre Eindrücke für uns aufgeschrieben hat.


„Das Wort ist der rote Faden zwischen der äußeren und der inneren Welt. Der Atem ist der rote Faden zwischen der äußeren und der inneren Welt. Die Bewegung ist der rote Faden zwischen der äußeren und der inneren Welt.

Sandra Gugićs Installation ist eine poetische Meditationsübung, der man über Kopfhörer lauscht. Man lässt die Umgebung, seinen Körper und seine Gefühle auf sich wirken und wird aufgefordert seine Atmung ganz bewusst einzusetzen. Der Wechsel zwischen der inneren und der äußeren Welt, wie die Autorin es nennt, soll bewusst kontrolliert und wahrgenommen werden. Eine Gedankenübung während eines Spaziergangs durch die Klosterruine in Berlin-Mitte.

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Das Jahr des offenen Verlags

Für die Programmplätze 2020 sucht mikrotext Gast-VerlegerInnen. Jede*r kann sich mit einer Titelidee melden.

Schon immer ist es so: Verlage haben einen Verleger oder eine Verlegerin. Eine “Persönlichkeit”, die die Geschicke des Verlags lenkt. Warum eigentlich? Muss das so sein? Das Verlegen ist eigentlich eine kollektive Angelegenheit. Das denken auch unsere Freund*innen bei Mikrotext: Für “Das Jahr des offenen Verlages” 2020 öffnet sich der Verlag für eure Projekte.

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Save the date! Reality Czech startet am 11. Oktober

Das nächste Projekt kündigt sich an! Wir freuen uns jetzt schon auf “Reality Czech” – drei Tage deutsch-tschechiche Literaturbegegnung in der Lettrétage. Jáchym Topol, Tereza Semotamová, Jan Škrob, Petra Hulova, Luboš Svoboda, Eva Profousová, Christian Filips, Sandra Gugic, Paula Fürstenberg u.a. kommen bei uns zusammen, lesen und diskutieren über die beiden Literaturszenen.

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Die Lettrétage im September

Um ehrlich zu sein, haben wir unserer Sommerpause nicht wirklich Pause gemacht. Dafür waren wir auf den Straßen Berlins unterwegs und haben sie mit Poesie-Audio-Installationen beim PoetryAudioLab beschallt, haben den Beratungsraum wieder auf Vordermann gebracht für die “Schreiben & leben”-Beratungen und Ausstellungen haben den Mehringdamm 61 verschönert. Jetzt sind wir wieder da und starten in einen wunderbaren mit Veranstaltungen vollgepackten September.

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