Zitat der Woche

Er hatte starke Äste und stärkere Wurzeln,
Verflechtung grüner Blätter im Frühling.
Im Winter weiß, in voller Schneeblüte,
Im Herbst – unter und über uns – 
Goldenes Leuchten.

Obgleich sie ihn gefällt haben,
Haben sie es nicht vollbracht
Die verwurzelte Überzeugung auszumerzen,
Dass sich verzweigte Arme
Gen Himmel recken,
Sich nachts umarmen, während wir schlafen,
Und uns vor bösen Winden schützen.

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Unsere Virtual-Reality-App B.A.U. ist online!

Kommt mit uns in den B.A.U.!

Es ist soweit: Die Virtual-Reality-App B.A.U. kann jetzt auf allen App Stores kostenfrei heruntergeladen werden. Sie brauchen nicht mehr als ein Smartphone und eine Cardboard-Brille – und schon geht es hinein in eine virtuelle Welt, entworfen von Autor*innen und Künstler*innen aus Berlin und Nowosibirsk.

Mara Genschel, Katia Sophia Ditzler, Tomomi Adachi, Alexey Grishchenko und Evgenii Gavrilov haben gemeinsam fünf Räume erschaffen, die Sie betreten und erkunden können. B.A.U. lässt Sie tief eintauchen in eine Welt voller schwebender Gottheiten, rätselhaften Zügen und psychedelischen Kissenlandschaften.

B.A.U. ist ein Pionierprojekt im Bereich digitaler Literatur und Literaturvermittlung, initiiert von der Lettrétage und dem Goethe-Institut Nowosibirsk. Wir sind sehr stolz darauf, daran mitwirken zu können.

Hier können Sie B.A.U. kostenfrei herunterladen:

Auf Google Play

Im Apple App Store

Wir launchen die Virtual-Reality-App B.A.U.!

Wir haben aufregende Neuigkeiten für Sie! Denn am 26. Januar launchen wir die kostenfreie Virtual-Reality-App B.A.U. gemeinsam mit dem Goethe-Institut Nowosibirsk!

In B.A.U. betreten Sie gemeinsam mit fünf Künstler*innen aus Deutschland und Russland künstlerisches Neuland. Mittels einer VR-Brille aus Karton wird Ihr Mobiltelefon zur Tür in eine virtuelle Realität, in der Sie sich – umspielt von animierten Gottheiten, gigantischen Lenin-Köpfen und sphärischen Klängen – durch fünf Räume bewegen und dort mit eigens für diese App geschaffenen Kunstobjekten interagieren. B.A.U. ist keine virtuelle Ausstellung – als Nutzer*in tauchen Sie vielmehr in künstlerische Welten ein. B.A.U. versucht auch nicht, analoge Literatur- und Kunstvermittlung einfach ins Digitale zu übertragen, sondern nutzt gezielt die Möglichkeiten neuer Medien, um davon ausgehend ein neues Experimentierfeld zu öffnen.

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Zitat der Woche

schneewittchen.
das gute an ihr:
man kann sie vergiften, schütteln
sie wacht wieder auf.

mal tanzt sie auf sieben hügeln
dann löscht die nacht sie aus
wie man eine schneekugel
vom nachtisch fegt.

da liegt sie. die ganze weiße
pracht schmilzt wie pulver.
jetzt ist klar, wer                                        
die glitzernde, strenge schöne ist. 

aber ein morgen, irgendeiner
voller apfelnachbilder
voller miederbänder und apfelreste
bringt sie zurück. irgendwann.

leg sie auf eis.
sie passt zu uns:
man kann sie auftauen und
wieder einfrieren. sieben
kühlschränke geben uns recht

ihre kehle ein bach, ihre zunge
liegt auf der zunge wie ein guter wein
ihr herz, königinnenart
verdirbt nicht so schnell.

Birgit Kreipe: schneewittchen. revisited. via Lyrikline