Axe Vanilla. Aus den Jahren der ersten Male.

In der Multimedia-Lesung begeben sich Ann Esswein und Sebastian van Vugt in die Zeit der ersten Male, zwischen 15-18, wo sich alles verändert, britzelt, anstrengend und unfassbar aufregend und alles gleichzeitig ist. Es riecht nach AXE Alaska und Impulse Vanilla, im Anti-Shock-Discman drehen sich Mix-CDs mit traurigen Liebesliedern, die die ersten gebrochenen Herzen erwärmen. In dieser Zeit spielen auch ihre Romane „Jahre ohne Sprache“ (Ecco) und „Die Zukunft hat Heimweh nach der Jugend“, aus denen sie lesen werden.
Es ist ein Abend als visueller, musikalischer und literarischer Flashback in die Teenage-Jahre mit Liedern aus den frühen 2000-er Jahren.
Und zum Schluss gibt’s Karaoke. Ein Abend über das Erwachsenwerden. Persönlich, nostalgisch und offen.
In "Die Zukunft hat Heimweh nach der Jugend" erzählt Sebastian van Vugt von einer nahen Zukunft, in der Menschen Erinnerungen gegen Lebenszeit tauschen müssen. Noa steht im Jahr 2039 vor der Entscheidung, sein 15. Lebensjahr aufzugeben. Er weigert sich. Unter existentiellen Zeitdruck begibt er sich auf eine Reise zwischen Erinnern und Vergessen, die ihn zu Familie, digitalen Hinterlassenschaften und in eine Widerstandsbewegung führt. Der Roman verhandelt Fragen nach Identität, Macht und Widerstand und danach, was vom Menschen bleibt, wenn die Zukunft ihre Erinnerungen verliert.
"Jahre ohne Sprache" erzählt in Erinnerungsfragmenten von einem Sommer aus, kurz bevor das mit dem richtigen Leben für Natascha eigentlich losgehen sollte. In Glanitz, einem kleinen Ort in der Provinz, findet das Leben für sie und ihre Freunde zwischen Fußballplatz, Bushaltestellenhäuschen und Jahrmarkt statt. Immer dabei ist die Hand, wie Natascha ihn nennt – und das Unbehagen.
Über die Lesenden

Ann Esswein ist freie Reporterin und Autorin und schreibt Kurzgeschichten, Artikel, Hörfunkstücke, Theaterstücke und Romane. 2024 erschien ihr Debütroman Mimikry, im November 2025 der zweite Roman "Jahre ohne Sprache" (Ecco).

Sebastian van Vugt ist freier Autor und veröffentlicht kulturwissenschaftliche Texte und Prosa u.a. beim Kopf und Kragen Literaturverlag, der Anthologie "U0 Untergrundminiaturen" und in Literatur-Magazinen.
In einem kollaborativen Schreibprojekt haben Ann Esswein und Sebastian van Vugt für den Deutschlandfunk einen Radio-Essay geschrieben, indem sie sich fragen, was wäre, wenn es die Scham nicht gäbe, käme dahinter das Paradies?




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