New Releases etcetera press berlin

Der Berliner Indie-Verlag etcetera press berlin präsentiert seine neuesten wunderbaren Veröffentlichungen von Susan Madsen, Christiane Quandt und Katia Tangian.
In ihrem Band "Zur Sache: Kunstakademie" bewegt sich Katia Tangian souverän im Spannungsfeld von Essay, Memoir und Polemik und unternimmt nichts Geringeres als eine Abrechnung mit dem bundesrepublikanischen mythenumrankten Kunstakademiebetrieb zwischen 1960 und 2010.
Tangian zeichnet ein System, das von Selbstinszenierung, Machtmissbrauch und struktureller Verantwortungslosigkeit geprägt ist: Professoren, die die Akademie als Bühne für ihre Eitelkeit nutzen, Arbeiten von Studierenden willkürlich durchstreichen oder zerreißen und Lehre mit autoritärer Pose verwechseln.
90 spiegelneurosen ist nach auf dem zauberberg ist kein platz mehr für alle Christiane Quandts zweiter Lyrikband bei etcetera press berlin.
Auch hier sind regelmäßig auf Social Media veröffentlichte autobiografische / autofiktionale Einträge der Ausgangspunkt, die in poetisch-verknappter Form Alltagssituationen beschreiben, Gefühlslagen und Identitäten sortieren und wieder durcheinanderwirbeln.
Quandt verwendet eine Sprache ohne Zierleisten, in ständiger Metamorphose, mit bissigem Humor und selbstironischem Slapstick über Vulnerabilität, Neurodiversität und das eigene chronische Erkranktsein, immer mit dem Gespür für die sich unmittelbar auftuende Lücke im Text, im Alltag, im Leben.
In ihrem Prosa-Debüt rekonstruiert die Autorin und Fotografin Susan Madsen ihre antiautoritäre Kindheit in Dänemark.
Es sind Kurz-, oft Kürzestgeschichten, in denen sie lakonisch in einem fast sachlichen, oft humorvollen Tonfall die prekären Lebensumstände ihrer Kindheit erfahrbar macht.
Die Geschichten sind dabei wie entkernt, wenige Zeilen genügen, um eine Szene, ein Stimmungsbild festzuhalten, auszuleuchten.
Moderieren wird der Verleger und Autor Erec Schumacher.
Nähere Infos zu den Büchern: www.etceterapressberlin.com
Katia Tangian

Die Autorin, Fotografin und Kunstdidaktikerin Katia Tangian, geboren 1975 in Moskau, lebt seit 1991 in Deutschland. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften in Bochum sowie der Freien Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf promovierte sie in Kunstgeschichte. Sie arbeitete als Universitäts- und Museumsdozentin und ist aktuell als Lehrerin an einem Gymnasium bei Hannover tätig. Seit 2000 erschienen von ihr Monografien und zahlreiche Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien (u.a. in Freigeist, Wortschau, außer:dem). Ihre Dissertation Spielweise Kunstakademie veröffentlichte sie 2010 im Georg Olms Verlag. Tangian lebt mit ihrer Familie in Garbsen bei Hannover. Im März 2026 bringt etcetera press berlin ihren Band “Zur Sache: Kunstakademie” heraus.
Christiane Quandt

Christiane Quandt ist Autorin, Herausgeberin und vor allem Übersetzerin aus dem Spanischen und Portugiesischen. Ihre Kurzprosa ist in verschiedenen Zeitschriften erschienen und sie nutzt Facebook als Plattform für ihre poetischen Texte. Zu ihren übersetzten Autor:innen zählen Andrea Abreu, Guadalupe Nettel, Roberto Bolaño, Ignacio Padilla, Adelaide Ivánova, Carlos Oquendode Amat, César Vallejo, Carmen Ollé und andere. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift alba.lateinamerika lesen und war 2021 Jurorin des Anna-Seghers-Preises. Zuletzt erhielt sie 2021 das Bode-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds, derzeit arbeitet sie an der Übersetzung der Romane Carcoma von Layla Martínez sowie Lamala costumbre von Alana Portero aus dem Spanischen. Sie lebt mit etlichen Zwerghamstern und einem Menschen in der High-Deck-Siedlung in Berlin-Neukölln. Juni 2023 erschien ihr Lyrikdebüt “auf dem zauberberg ist kein platz mehr für alle” bei etcetera pressberlin. Im September 2025 folgte ihr 2. Band “90 spiegelneurosen”.
Susan Madsen

Die späte Geburt der Autorin und Fotografin Susan Madsen begann im Alter von 54 Jahren. Seit 2018 studiert sie an der Kunsthochschule Weißensee Freie Kunst und Bildhauerei. Dort hat sie die Fotografie als ihr bevorzugtes Medium entdeckt, um sich künstlerich auszudrücken. Eine wahre Geschichte über unechte Kinder ist ihr literarisches Debüt – der Versuch, in Worten jene Bilder zu erzeugen, die sich sonst nur in ihren Fotografien zeigen. Ihre Fotografien präsentiert sie regelmäßig auf Facebook einer großen Followerschaft. Texte ihres Debütbandes wurden erstmalig im CulturMag von Alf Mayer veröffentlicht.

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