TextKörper – KörperText

Wie können lautsprachliche literarische Texte verkörperlicht werden, wie Gebärdensprachliteratur verschriftlicht?

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Hörende und Taube Autor*innen begegnen einander als Literaturschaffende mit denkbar ungleichen künstlerischen Voraussetzungen. Wie kann dennoch oder gerade deswegen eine Zusammenarbeit funktionieren? Das Projekt Text Körper — Körper Text hat es ausprobiert und vier Taube Künstler*innen gemeinsam mit zwei hörenden Autor*innen und einen Sounddesigner eingeladen, miteinander eine literarische Veranstaltung zu entwickeln. Fünf Tage hatten sie dazu im Rahmen eines Workshops Zeit. Vorgaben inhaltlicher oder ästhetischer Art gab es nicht, vielmehr formulierten die Künstler*innen aus ihrer eigenen künstlerischen Praxis heraus Themen und Herangehensweisen für eine literarische Performance, von der sich das Publikum nun überraschen lassen darf. Die Künstler*innen haben Einblick in ihren gemeinsamen Arbeitsprozess gegeben und damit ein „work in progress“ präsentiert.

Folgende Fragen begleiteten die Künstler*innen dabei: Wie können lautsprachliche literarische Texte verkörperlicht werden, wie Gebärdensprachliteratur verschriftlicht? Welche künstlerische Sprache kann gemeinsam geschaffene, körperliche Literatur abbilden, interpretieren, kommunizieren? Können die literarisch konstitutive Körperlichkeit von gebärdensprachlicher Literatur aufgebrochen werden, können Körper- oder Geschlechtergrenzen verschwimmen? Wenn ja, wie? Kann (oder muss sogar) schriftsprachliche Literatur und ihre oralen Traditionen in ihren körperlichen Aspekten neu entdeckt bzw. neu erfunden werden? Das Projekt TextKörper — KörperText versucht erste Antworten zu finden.

An zwei Abenden brachten die Projekt-Teilnehmer*innen literarisch-performative Stücke auf die Bühne, die sich zwischen visueller Poesie, Gebärden- und Soundperformance, Tanz und geschriebenem Wort bewegten.

In Kooperation mit der Literaturinitiative handverlesen

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