Podiumsdiskussion mit Kulturstaatssekretär André Schmitz. 12. September 2011

12 Sep 2011
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Arm, aber trotzdem

Warum die junge Literaturszene für Berlin wichtig ist und was die Politik trotz knapper Mittel für sie tun kann
Kulturstaatssekretär André Schmitz zu Besuch in der Lettrétage

Am Montag, den 12. September um 17:00 Uhr in der Methfesselstraße 23-25 in Berlin Kreuzberg.

In Berlin spielt die Musik, was Kunst, Kultur und Kreativität betrifft. Unser größter Reichtum ist die Vielfalt der kulturellen Einrichtungen und Dienstleistungen. Doch die Gelder sind knapp und die Berliner Landeskasse ist leer.
Während einer Stunde unterhält sich André Schmitz, ehemaliger Verwaltungsdirektor der Berliner Volksbühne und Geschäftsführender Direktor der Deutschen Oper, mit Vertretern der Berliner Literaturszene, wie Rike Bolte, Mitorganisatorin des Literaturfestivals Latinale, Nikola Richter, Autorin und Initiatoren des Blog-Projekts „Los Superdemocraticos“, Jörg Sundermeier, Verleger des unabhängigen Kreuzberger Verbrecher Verlags und Tom Bresemann, Lyriker und Mitbegründer der Lettrétage.
Was macht ein kleines Literaturprojekt erfolgreich? Und worin bemisst die Kulturpolitik den Erfolg von Kulturprojekten? Es wird über die gesellschaftliche Funktion von Kultur gesprochen, über neue Finanzierungswege diskutiert und über Lösungswege beratschlagt. Was kann die Politik für die Literaturszene tun, jenseits der schlichten Forderung nach mehr Geld?
Die Schauspielerin Karen Sünder begleitet die Gesprächsrunde mit der Lesung von Gedichten junger Lyriker mit Berlin-Bezug. Moritz Malsch moderiert das Gespräch.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Um Voranmeldung wird gebeten.

André Schmitz, 1957 geboren, Jurastudium in Hamburg, Bonn und Köln. Von 1988-1990 Persönlicher Referent des 2. Bürgermeister und Kultursenators Ingo von Münch, Hamburg; danach Verwaltungsdirektor am Stadttheater Hildesheim und Verwaltungsdirektor der Volksbühne Berlin. Ab 1997 war Schmitz Geschäftsführender Direktor der Deutschen Oper Berlin, seit Dezember 2000 gleichzeitig dort Kommissarischer Intendant. Von Juni 2001 bis November 2006 als Staatssekretär und Chef der Senatskanzlei des Landes Berlin tätig. Seit November 2006 Staatssekretär für Kultur. André Schmitz hat u.a. den Vorsitz des Aufsichtsrates der Friedrichstadtpalast Betriebs GmbH und der Hebbel Theater GmbH inne, ist u.a. Vorsitzender des Stiftungsrates der „Stiftung Kulturelle Weiterbildung“ und der „Stiftung Berlinische Galerie“ und Vorstandsmitglied der Humboldt-Universität Gesellschaft.

Rike Bolte, 1971 in Kassel geboren und in Spanien aufgewachsen, ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lateinamerikainstitut der Freien Universität in Berlin tätig. Sie promoviert über die Vergangenheitsaufarbeitung in der argentinischen Literatur und hat sich in diesem Zusammenhang intensiv mit der Literatur Luisa Valenzuelas auseinandergesetzt. Außerdem arbeitet sie als Übersetzerin, Herausgeberin und freie Journalistin und lebt seit 15 Jahren mit halbem Fuß in Buenos Aires. Gemeinsam mit Timo Berger leitet sie das mobile lateinamerikanische Poesiefestival LATINALE, das jedes Jahr Dichter aus ganz Lateinamerika einlädt und in verschiedenen deutschen Städten präsentiert.

Nikola Richter wurde 1976 in Bremen geboren und lebt in Berlin, wo sie als Autorin und Redakteurin für verschiedene Medien tätig ist. Mit ihrer Agentur www.blogmacherei.de konzipiert sie Weblogs für kulturelle Institutionen. Sie war Finalistin beim Lyrikpreis Meran 2008 und wurde dort mit dem einmalig vergebenen »Preis der Jury« ausgezeichnet. Sie veröffentlicht vor allem Lyrik und Prosa, in Zeitschriften (ndl, edit,Das Gedicht, Neue Rundschau, Shampoo Poetry, Diario de Poesia, Kalliope) und Anthologien (Lyrik von Jetzt, Jahrbuch der Lyrik, Berliner Kneipenbuch). Einzelpublikationen: roaming (Lyrikedition 2000, 2004), Die Lebenspraktikanten (Fischer Taschenbuch, 2006), Schluss machen auf einer Insel (Berlin Verlag Taschenbuch, 2007), Rock-Männer (Eloisa Cartonera, 2008), Liebes-Erklärungen (hg. mit Franziska Richter, Bloomsbury, 2009), Mitternachtsshopping (SWR/deutschlandradio, 2009), fuera de juego (Eloisa Cartonera, 2009).

Jörg Sundermeier, 1970 geboren, lebt in Berlin. 1995 gründete er zusammen mit Werner Labisch den Verbrecher Verlag in Berlin. Als Kolumnist schreibt er für die taz, die Berliner Zeitung und Jungle World. Seine Kolumnensammlung Der letzte linke Student erschien 2004 im Albri Verlag.

Tom Bresemann, geboren 1978 in Berlin, Schriftsteller (aktuell: Berliner Fenster, Berlin Verlag, 2011), Herausgeber (u.a. Im Heiligkeitsgedränge – Neue Weihnachtsgedichte) und Veranstalter (Lettrétage, S3 LiteraturWerke).

Moritz Malsch studierte Neuere Deutsche Philologie und Musikwissenschaft an der TU Berlin. 2004 bis 2005 Lektor der Schwartzkopff Buchwerke Berlin, seit Anfang 2006 freiberuflich als Lektor und Übersetzer für diverse Verlage tätig. Gründete im Oktober 2006 zusammen mit Tom Bresemann das Literaturhaus Lettrétage. Seit 2009 Verleger des Verlags Lettrétage.

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