Corona-Beratungen für Solo-Selbstständige aus dem Literaturbetrieb

31 Mar 2020
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Berlin, 31.03.2020 – Das Berliner Literaturhaus Lettrétage startet eine neue Reihe an kostenfreien Beratungen für Solo-Selbstständige des Literaturbetriebs speziell zu Themen rund um die Corona-Krise. Die Beratungen richten sich an freie Autor*innen, Lektor*innen, Übersetzer*innen und Literaturveranstalter*innen, die momentan u.a. wegen ausfallender Veranstaltungen mit Verdienstausfällen zu kämpfen haben. Der erste Beratungstag findet am 3. April statt. Die Rechtsanwältin Karina Filusch steht dann für rechtliche Fragen zur Verfügung, wie z.B. dem Umgang mit Honorarausfällen, Krediten, Stundungen und staatlichen Entschädigungen. Interessierte Freiberufler*innen können sich für eine 45-minütige Einzelberatung online anmelden (www.literaturszene.berlin). Die Beratungsgespräche finden telefonisch oder per Videochat statt.


Die Beratungen sind Teil des Projekts „Schreiben & leben“, das 2019 startete und Freiberufler*innen der Berliner Literaturszene auf dem Weg in ein erfolgreicheres und selbstbestimmteres Berufsleben begleitet. Im Rahmen des Projekts fanden schon davor regelmäßige Beratungstage statt, Themen waren z.B. die Bewerbung auf Stipendien, Förderanträge, die Verlagssuche für Autor*innen oder allgemeine Arbeitsorganisation. Als Reaktion auf die Corona-Krise hat das Projekt-Team nun spontan Beratungstage außer der Reihe vorbereitet.
„Wir stehen in ständigem Austausch mit vielen Selbstständigen der Berliner Literaturszene“, sagt Projektleiter Moritz Malsch. „Viele sind massiv von der Corona-Krise betroffen und haben mit schweren Verdienstausfällen zu kämpfen. Die Unsicherheit ist groß. Mit den geplanten Beratungstagenwollen wir der freien Literaturszene helfen, gut durch diese schwere Zeit zu kommen.“
Zusätzlich zu den Rechtsberatungen ist momentan auch ein weiterer Beratungstag zu digitalen Tools geplant, mit denen Literaturveranstalter*innen weiterhin trotz Corona-Krise z.B. Lesungen anbieten können. Weitere Beratungstage werden folgen, die Themen hierfür werden noch gesammelt und je nach Bedarf abgestimmt. Häufig gestellte Fragen rund um „Corona und Freiberuflichkeit in der Literaturszene“ werden auch in einer jüngst begonnenen Podcast-Reihe beantwortet (soundcloud.com/literaturszene).
Das Projekt „Schreiben & leben“ umfasst neben dem Beratungsprogramm den jährlich stattfindenden Branchentreff Literatur, ein vor kurzem gestartetes literarisches Mentoring-Programm, den Berliner Literaturkalender sowie ein Online-Ticketing-System für Literaturveranstaltungen. „Schreiben & leben“ wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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