Schriftproben

Lesefestival nordischer und deutschsprachiger Autor*innen

Abgeschlossen

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Lettrétage

Warum schreibe ich, was schreibe ich, wie schreibe ich und für wen? Was bildet das Fundament meines Schreibens, welchen Einflüssen bin ich ausgesetzt, und wie bewusst gehe ich mit meiner Poetologie um? In welchem Verhältnis stehen Schreiben und Alltagsrealität – sei es die individuelle, die gesellschaftliche oder die wirtschaftliche? Wie sehen Literaturbetrieb und Fördersysteme in den verschiedenen Ländern aus?

15 Prosa-Autor*innen der Generation zwischen 25 und 40 aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden, Österreich und Deutschland trafen sich Anfang September 2012 in Berlin, um in ihrer täglichen Schreibpraxis innezuhalten und auf Grundsätzliches zu sprechen zu kommen. Aus jedem der nordischen Länder wurde ein*e Autor*in benannt, der*die bereits mehrere eigenständige Prosapublikationen vorzuweisen hatte. Diese*r brachte je noch eine*n jüngere*n Autor*in aus dem eigenen Land mit einer kürzeren Publikationsliste mit, der*die noch nicht in Fremdsprachen übersetzt war, aber schon in den literarischen Kreisen seines*ihres Heimatlandes reüssiert hatte und am Anfang seiner*ihrer Karriere stand. Neben der Vielfalt der beteiligten Länder wurde auf die Auswahl einer möglichst großen Bandbreite an Stimmen und eigenständigen Schreib-Positionen geachtet. Auf diese Weise wurde ein möglichst produktiver Austausch über Sprach- und Ländergrenzen angeregt, der das Ziel hatte, aus der eigenen Praxis Impulse zu setzen, Impulse fürs eigene Schreiben zu empfangen, die eigene „Schreibe“ auf literarische Fremdkörper prallen zu lassen und nicht zuletzt auch Bilder voneinander zu gewinnen und zu revidieren.

Die Arbeitssprache war Englisch. Von jedem*jeder Teilnehmer*in wurde jeweils ein literarischer und ein poetologischer Text als Gesprächsgrundlage ins Deutsche bzw. Englische übersetzt. Die übersetzten Texte wurden im Anschluss an die Konferenz als Anthologie veröffentlicht.

Die gewonnenen Eindrücke und Impulse konnten trotz des nicht-öffentlichen Charakters der Konferenz auch aufs Publikum übergehen, denn sie wurde von einer Vielzahl an Lesungen und Gesprächen in Berlin, Dresden und Stuttgart begleitet, die zudem per Livestream im Internet zu finden waren. Möglich wurden so direkte Einblicke in die ganz aktuell entstehenden nordischen Literaturen – ohne jahrelange Verzögerung durch Markt-, Förder- und Übersetzungsmechanismen: Umgekehrt hatten alle Beteiligten die Chance, den Referenzrahmen ihrer Literatur, der meist noch regional oder national ist, über Länder-, Sprach- und Mentalitätsgrenzen hinweg auszudehnen.

Die Veranstaltung „Schriftproben. Konferenz und Lesereise nordischer und deutschsprachiger Autoren“ wurde ermöglicht durch die folgenden Förderer:

  • Kulturstiftung des Bundes
  • Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
  • Norwegisch-Deutsche Willy-Brandt-Stiftung
  • NORLA
  • FILI
  • Kulturstyrelsen
  • Nordische Botschaften Berlin
  • Finnland-Institut Berlin

Infos zum herunterladen

Jörg Albrecht (D)

Jörg Albrecht wurde 1981 in Bonn geboren und lebt heute in Berlin. Sein Studium der Komparatistik, Germanistik und Geschichte an den Universitäten Bochum und Wien mündet 2011 in einer Promotion über Abbrüche in Prosa und Hörspiel. 2006 erscheint sein Debütroman Drei Herzen. Daneben hat er zahlreiche Dramen und Essays publiziert. Für seine Arbeit ist er u.a. mit dem Literaturförderpreis der Stadt Dortmund und dem Förderpreis des Landes NRW für junge Künsterlinnen und Künstler ausgezeichnet worden. Im März 2012 erschien sein aktueller Roman Beim Anblick des Bildes vom Wolf im Wallstein Verlag.

Dan Aleksander Andersen (NO)

Dan Aleksander Andersen wurde 1982 in Tofte geboren. Nach dem Studium der Literaturwissenschaften an der Universität Oslo arbeitet er als Lektor und Autor ebenda. 2010 erscheint sein erster Lyrikband unter dem Titel Evighetsarbeid (wörtl. Ewigkeitsarbeit), woraus einige Gedichte 2011 in einer ungarischen Anthologie erscheinen. Sein zweiter Lyrikband Krise i Jammerdarn (wörtl. Krise in Jammerdarn) folgt im August 2012.

Luise Boege (D)

Luise Boege wurde 1985 in Würzburg geboren und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität Erfurt. Sie erhielt verschiedene Auszeichnungen, u.A. open mike 2006 und Alfred-Döblin-Stipendium 2012 und veröffentlichte in Zeitschriften (u.A. bella triste, Akzente, LICHTUNGEN, Edit) und Anthologien (Covering Onetti, Verlag lettrétage; Eiszeit, Berlin Verlag). Ein Erzählband mit dem Arbeitstitel Bild von der Lüge wird voraussichtlich 2013 im Verlag sic! erscheinen.

Kaspar Colling Nielsen (DK)

Kaspar Colling Nielsen wurde 1974 geboren, studierte Philosophie an der Syddansk Universitet und machte den Master of Science in Economics and Business Administration an der Copenhagen Business School. 2010 debütierte er mit Mount København, wofür er den Debütantenpreis der Danske Bank erhielt. Er wohnt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Kopenhagen.

Moa Eriksson Sandberg (SE)

Moa Eriksson Sandberg wurde 1981 in Växjö, Småland geboren und studierte Literatur- und Kulturwissenschaften in Lund. Mit sechzehn beginnt sie, für die Lokalzeitung zu schreiben und hat während ihres Studiums für verschiedene Musikzeitschriften gearbeitet. Im Moment lebt und arbeitet sie als Literaturjournalistin, DJane und Autorin in Stockholm. 2011 debütiert sie mit dem Jugendroman Söta pojkar är bara på låtsas (wörtl. Süße Jungs tun nur so) Im Sommer 2012 erscheint ihr zweiter Roman Denförsta flickan skogen möter (wörtl. Das erste Mädchen, das der Wald trifft).

Haukur Már Helgason (IS)

Haukur Már Helgason wurde 1978 geboren und studierte Filmproduktion in Prag. Er ist Mitbegründer des Nýhil Verlags und veröffentlichte 2006 sein Romandebüt Svavar Pétur & 20. öldin (wörtlich: Svavar Pétur & das 20. Jahrhundert). Seine Artikel wurden in einer Vielzahl von Zeitschriften veröffentlicht, darunter The Reykjavík Grapevine, Lettre Intl. und LRB. Im Krisenherbst 2008 rief er die aktivistische Onlinezeitung Nei. ins Leben. Sein vierter Gedichtband wurde 2009 von Mál og menning publiziert. Im Jahr 2011 feierte sein erster abendfüllender Dokumentarfilm unter dem Titel Ge9n (wörtlich: Dage9en) Premiere

Lisa Kränzler (D)

Lisa Kränzler kam 1983 in Ravensburg zur Welt und lebt als bildende Künstlerin in Freiburg. Ihr Studium der Malerei absolvierte sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Ihr Debütroman Export A erscheint im Februar 2012 im Verbrecher Verlag. Bei den Klagenfurter Tagen der deutschsprachigen Literatur 2012 gewinnt sie den 3sat-Preis für ihren Text „Willste abhauen“.

Benedicte Meyer Kroneberg (NO)

Benedicte Meyer Kroneberg wurde 1972 in Oslo geboren und wohnt jetzt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen auf Hisøy bei Arendal. Sie studierte Wirtschaft, Politikwissenschaften und Nordische Literatur in Trondheim und kreatives Schreiben an der San Jose State University in Kalifornien. Kroneberg hat als Lehrerin gearbeitet und debütierte 2010 mit dem Roman Ingen skal høre hvor stille det er (wörtl. Niemand soll hören, wie still es ist), für den sie für den Sørlandets litteraturpris nominiert wurde. In diesem Frühjahr folgte ihr zweiter Roman En rettferdig krig (wörtl. Ein gerechter Krieg).

Eiríkur Örn Norðdahl (IS)

Eiríkur Örn Norðdahl wurde 1978 in Reykjavik geboren und hat schon als Maler, Nachtwächter, Putzkraft und Koch gearbeitet. 2001 gründet er den Nýhil Verlag und veröffentlicht seinen ersten Gedichtband, dem noch weitere folgten. Daneben sind von ihm drei Romane sowie mehrere Artikel und Kolumnen in verschiedenen Tageszeitungen erschienen. Außerdem arbeitet er als Übersetzer ins Isländische und hat für seine Übersetzung von Jonathan Lethems Motherless Brooklyn2008 den isländischen Übersetzerpreis bekommen. Auf Deutsch sind von ihm sein zweiter Roman Eitur fyrir byrjendur (dt. Gift für Anfänger, 2010) und der Gedichtband IWF! IWF! OMG! OMG! (2011) bei Kozempel und Timm erschienen.

Leena Parkkinen (FIN)

Leena Parkkinen wurde 1979 geboren und ist Schriftstellerin in der dritten Generation. Sie studierte Szenisches Schreiben und Werbung an der Turku Arts Academy und Schreiben an der Critical Academy. Sie hat im Verlagswesen, im Marketing und als Barfrau gearbeitet bevor sie 2009 mit dem Roman Sinun jälkeesi Max (dt. Nach dir, Max) debütierte, der 2012 auf Deutsch erschienen ist. 2011 bringt sie in Finnland das Kinderbuch Miss Milky Ray heraus.

Anna Ringberg (SE)

Anna Ringberg wurde 1980 in Stockholm geboren. Sie hat nach dem Studium der Nordischen Sprachen als Lektorin, Journalistin und Herausgeberin gearbeitet und Schwedisch als Fremdsprache unterrichtet. Außerdem gibt sie einmal jährlich einen Kurs in kreativem Schreiben an der Södertörn Universität in Stockholm Der 2010 erschienene Roman Boys ist ihr Debut und erscheint im Oktober 2012 als Kalte Pfoten bei Rowohlt. Zurzeit lebt sie in Berlin und schreibt an ihrem nächsten Roman.

Martin Snoer Raaschou (DK)

Martin Snoer Raaschou wurde 1983 in Gentofte geboren und lebt in Kopenhagen. Er hat Psychologie an der Universität Odense studiert und besuchte von 2004 bis 2006 die Königlich Dänische Akademie für kreatives Schreiben. Von ihm sind mehrere Gedichte in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien erschienen, zuletzt das Gedicht Offer in der Onlineliteraturzeitschrift Slagtryk.

Antje Rávic Strubel (D)

Antje Rávic Strubel wurde 1974 in Potsdam geboren. Nach einemStudium der deutschen und amerikanischen Literaturwissenschaften in Potsdam und New York hielt sie sich längere Zeit in Los Angeles und im schwedischen Värmland auf. Sie veröffentlichte unter anderem die Romane Tupolew 134 (2004) und Kältere Schichten der Luft (2007), für den sie den Rheingau-Literaturpreis und den Hermann-Hesse-Preis erhielt. Zuletzt erschien der Roman Sturz der Tage in die Nacht (2011), der für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Neben ihren Romanen schrieb sie eine Gebrauchsanweisung für Schweden und übersetzte die amerikanische Autorin Joan Didion ins Deutsche.

Gerhild Steinbuch (AUS)

Gerhild Steinbuch wurde 1983 im österreichischen Mödlingen geboren und lebt in Graz, wo sie Jura und szenisches Schreiben studiert hat. Mit ihrem ersten Stück kopftot gewinnt sie 2004 den Stückepreis der Schaubühne am Lehniner Platz. Es folgen zahlreiche weitere Stücke und Auszeichnungen, u.a. das Literaturstipendium der Stadt Graz 2004, ein Stipendium der Stuttgarter Akademie Schloss Solitude 2007/2008. Veröffentlicht hat sie in zahlreichen Zeitschriften, darunter manuskripte, kolik, Volltext und Lichtungen sowie in verschiedenen Anthologien. Ihr erstes Romanprojekt Berge und Täler mit Männern und Frauen wurde 2009/2010 mit dem Staatsstipendium des österreichischen Ministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert.

Satu Taskinen (FIN)

Satu Taskinen wurde 1970 in Helsinki geboren. Sie studierte Philosophie und Germanistik an der Universität Helsinki. Nach mehreren Jahren in Deutschland und in den Niederlanden, lebt sie seit 1999 in Wien. Für ihren Debütroman Täydellinen paisti (Der perfekte Schweinsbraten) bekommt sie 2011 den Literaturpreis der finnischen Tageszeitung Helsingin Sanomat, der jährlich für das beste belletristische Erstlingswerk verliehen wird. Der Roman erscheint 2013 auf Deutsch.

weitere Beteiligte

Moderatoren

Kristof Magnusson, 1976 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur Ausbildung zum Kirchenmusiker bei der evangelischen Landeskirche Nordelbien. Zivildienst in einem Obdachlosen-Shelter in New York City mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und der Universität Reykjavík, Stipendiat des evangelischen Studienwerks Villigst. Kristof Magnusson war im Sommer 2006 Stadtschreiber des Goethe-Instituts in Pune/Indien und im Herbst 2008 Writer in Residence an der University of Iowa.

Tom Bresemann, 1978 in Berlin geboren, wo er lebt. Schriftsteller, Herausgeber, Veranstalter, Übersetzer. Von ihm erschien 2007 der Gedichtband Makellos (Verlagshaus Frank) und 2011 der Gedichtband Berliner Fenster (Berlin Verlag).

Björn Kozempel, geboren 1981 in Angermünde, studierte Geschichte und Skandinavistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er arbeitete als Literaturreferent für den Gastauftritt Islands auf der Frankfurter Buchmesse 2011 und ist Übersetzer aus dem Norwegischen und Isländischen. Daneben ist er Verleger und Mitbegründer des Verlags kozempel & timm, Berlin.

Joachim Kalka, geboren 1948, lebt als Kritiker und Übersetzer in Stuttgart. Die Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung verlieh ihm für sein Übersetzungswerk 1996 den Johann-Heinrich-Voß-Preis und wählte ihn im folgenden Jahr zum Mitglied. 2009 nahm ihn die Bayerische Akademie der Schönen Künste auf. Unter seinen zahlreichen Übersetzungen sind Werke von Angela Carter, Guillermo Cabrera Infante, Arthur Machen, Peter Matthiessen, Martin Amis, Russell Hoban, Gilbert Sorrentino, Jean-Noel Pancrazi, John Maynard Keynes, Leon Blum, G. K. Chesterton, A. J. Liebling, Jean Giraudoux und Christopher Isherwood.

Übersetzer*innen

Auf dieser Seite möchten wir die Menschen in den Vordergrund rücken, die normalerweise im Hintergrund agieren: die Übersetzerinnen und Übersetzer ohne deren Arbeit die Konferenz nicht durchführbar gewesen wäre.

Die Texte von Moa Eriksson Sandberg und Anna Ringberg wurden ins Englische übersetzt von Eva Apelqvist:

Eva Apelqvist is an author, freelance writer and translator living close to the Canadian border in Northern Wisconsin. Her most recent book is Getting Ready to Drive (Enslow, 2011). Her current project, a book about teens growing up with LGBTQ parents, will be published in 2013 by Scarecrow Press.

Antje Rávic Strubel wurde übersetzt von Zaia Alexander:

Zaia Alexander is a writer and literary translator living in Los Angeles and Berlin.  Her publications include: Primo Levi and Translation” in Cambridge Companion to Primo Levi, “The Translator’s Diary” in Suitcase: A Journal for Transcultural Traffic, and Wende Kids: A New Generation of German Authors.  Her translations include the novel Snowed Under by Antje Rávic Strubel (Red Hen Press) and numerous short story translations which have been anthologized widely.  She holds a Ph.D. in Germanic Languages and Literature from UCLA and was formerly Director of Programs at the Villa Aurora in Pacific Palisades.

Die norwegischen Teilnehmer, Benedicte Meyer Kroneberg und Dan Aleksander Andersen, wurden von Nina Nielsen ins Englische übersetzt:

Nina Nielsen is a polyglot Canadian-Norwegian translator, language lecturer, writer and artist. She divides her time between Oslo and Toronto.

Die englische Übersetzung von Gerhild Steinbuch und einem deutschen Essay von Satu Taskinen besorgte Catherine Hales. Sie wird am Montag, den 3.9. beim Übersetzerabend in der Lettrétage mit dabei sein:

Catherine Hales is a poet and translator who lives in Berlin. Her translations of contemporary German poetry have been published in several print and online magazines in the UK, the US and Europe, and her translations of Norbert Hummelt’s poems were published in Berlin Fresco by Shearsman Books in 2010. Her pamphlet a bestiary of so[nne][r]ts was published by Oystercatcher Press in 2010, and her first full collection, hazard or fall, came out from Shearsman , also in 2010. She is featured reading her work in the Archive of the Now. Her poems have been translated into Czech and German. She is co-ordinator of Poetry Hearings, the Berlin festival of poetry in English.

Die literarischen Beiträge von Eiríkur Örn Norddahl und Haukur Már Helgason übersetzte Betty Wahl ins Deutsche:

Betty Wahl, Jahrgang 1965, verbrachte nach ihrer Schulzeit zwei Jahre in Dublin/Irland, stu­dierte dann Skandinavistik, Anglistik und Germanistik in Freiburg, Glasgow, Frankfurt am Main und Reykjavík, absolvierte im Anschluss ein Aufbaustudium „Buch- und Medien­pra­xis“ (Frank­furt am Main) und pro­mo­vierte mit einer Arbeit zum Thema „Isländisch: Sprach­pla­nung und Sprach­puris­mus“.Von 1999-2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Skandinavistik der Uni­­versität Frankfurt; seit dem Wintersemester 2001 dort regelmäßig als freie Lehr­be­auf­trag­te für Neuisländisch und Ältere Skandinavistik tätig. Reise- und Aufent­halts­sti­pen­dien des Is­län­di­schen Schrift­steller­ver­­bandes Rithöfund­a­sam­­band Íslands 2007 und 2009, Nominierun­gen für den Wieland-Übersetzerpreis 2007 und den Helmut-M.-Braem-Preis 2012, Stipendiatin der Berliner Übersetzerwerkstatt 2012. Mitge­stal­tung des is­­ländischen Gastlandauftitts auf der Frankfurter Buchmesse 2011 durch In­­ter­views, Mode­ra­ti­o­­nen und Verdolmetschungen.Sie lebt und arbeitet abwechselnd in Reykja­vík und Frank­furt am Main als Do­zentin für Is­län­disch und freiberufliche Li­te­ra­tur­­über­setzerin.

Die dänischen und norwegischen Beiträge von Kaspar Colling Nielsen, Martin Snoer Raaschou, Benedicte Meyer Kroneberg und Dan Aleksander Andersen übersetzte Günther Frauenlob ins Deutsche

Günther Frauenlob, geb. 1965, lebt in Waldkirch bei Freiburg i. Breisgau. Nach einem Studium der Geographie und einigen Jahren in der Wissenschaft arbeitet er seit gut fünfzehn Jahren als freier Übersetzer für dänische und norwegische Literatur. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u.a. Jonas T. Bengtsson, Merethe Lindström, Jo Nesbö, Thomas Enger, A.J. Kazinski.

Die englische Übersetzung der Texte von Luise Boege und Lisa Kränzler besorgte Joseph Given:

Joseph Given * Glasgow, 1970. Studierte Psychologie und Linguistik und wohnt jetzt in München, wo er als freiberuflicher Übersetzer sowie Rhetorik- und Präsentationscoach arbeitet. Eigene Veröffentlichungen (Prosa) in deutsch- und englischsprachigen Zeitschriften. Seine Übersetzungen sind z.B. im New Zealand Sport und in der Neuen Rundschau erschienen. Zu Josephs Website

John Mason übersetzte die Beiträge von Kaspar Colling Nielsen und Martin Snoer Raaschou vom Dänischen ins Englische:

John Mason is a lecturer, poet and translator living in Denmark. His translations include Stig Dalager’s ‚Journey in Blue‘ (nominated for the Impac Prize 2008), Knud Romer’s ‚Nothing but Fear‘ (2011) and Jørn Riel’s Inuk tetralogy (2009-11). He was selected for the Oxford Poets anthology in 2004. He is affiliated to the University of Southern Denmark, lectures at the Independent Academy for Free School Teaching and is director of Manuscripts.

Eiríkur Örn Norddahl und Haukur Már Helgason wurden von Steingrímur Teague ins Englische übersetzt:

Steingrímur Teague is a translator and musician living in Reykjavík. From 2009 to 2011, he was the in-house English translator of Sagenhaftes Island/Fabulous Iceland, the team behind Iceland’s appearance as Guest of Honour at the Frankfurt Book Fair 2011. His band, the neo-soul group Moses Hightower, released its sophomore album on the Icelandic label Record Records on August 8.

Anne Boden übersetzte für uns die Texte von Jörg Albrecht ins Englische. Außerdem ist sie beim Übersetzerabend am Montag, den 3.9. in der Lettrétage dabei:

Anne Boden is a translator and copy editor who’s originally from Ireland, but now at home in Berlin. She divides her time between literary and academic translation projects.

Leena Parkkinen und Satu Taskinen wurden von Ruth Urbom ins Englische übersetzt:

Ruth Urbom is a freelance translator. Originally from the United States, she moved to the UK in 1995 to take up a position as a lexicographer with Oxford University Press. After a total of eight years in lexicography, she then returned to freelancing and now translates literary, commercial and legal texts from German, Swedish and Finnish into English. She lives in England.

Während der Konferenztage hilft uns und den Autor*innen Karen Noelle als Backup-Dolmetscherin auf die Sprünge und machte beim Übersetzerabend am Montag, den 3.9. in der Lettrétage mit:

Karen Nölle übersetzt seit 1984 aus dem Englischen, unter anderem Autorinnen wie Andrea Barrett, Patricia Duncker, Paula Fox, Janet Frame, Doris Lessing, Alice Munro und Eudora Welty. Außerdem arbeitet sie als freie Lektorin und Autorin von Reisebüchern. Seit 1996 leitet sie Fortbildungen für ÜbersetzerInnen und LektorInnen, und seit 2010 macht sie das Programm des Verlags edition fünf, in dem jährlich fünf Bücher von Schriftstellerinnen erscheinen, die in der Tradition weiblichen Schreibens besondere Akzente gesetzt haben. Sie lebt an einem See in Schleswig-Holstein.

Schauspieler*innen

Karen Sünder studierte nach einer klassischen Ballettausbildung bei der Royal Academy of Dance Schauspiel in Paris und Berlin und absolvierte darüberhinaus ein Studium der Theaterwissenschaft und Komparatistik. Neben diversen freien Theaterprojekten führten sie Gastengagements unter anderem an die Städtischen Bühnen Münster, das Théâtre de l´Europe in Paris, die Bayreuther Festspiele und das Berliner Hebbel am Ufer. Seit 1999 lebt sie als freie Schauspielerin und Sprecherin in Berlin. Karen Sünder ist ausgebildete Studiosprecherin und nicht nur bei regelmäßigen Livelesungen zu hören, sondern auch in diversen Hörbuchproduktionen, sowie im Voiceover- und Synchronbereich.

Denis Abrahams geboren 1974 in Wiesbaden, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Bereits während des Studiums spielte er am Staatstheater Mainz. Weitere Stationen waren u.a. das Staatstheater Wiesbaden, die Oper Frankfurt, Stuttgart und das Theater der Stadt Koblenz. Seit Mitte der Neunziger Jahre tritt Denis Abrahams als Rezitator und Vorleser auf und hat sich seither ein breites Repertoire erarbeitet. Seit 2004 lebt und arbeitet Denis Abrahams als freier Sprecher und DJ in Berlin und hat bereits in zahlreichen Hörspielen mitgewirkt.

Gloria Iberl ist seit 2004 als Schauspielerin tätig und hatte verschiedene Theaterengagements u.a. in München, Stuttgart und Berlin. Außerdem arbeitet sie als Synchron- und Hörspielsprecherin u.a. für den SWR. Derzeit ist sie als Gast an der Landesbühne Sachsen-Anhalt zu sehen und macht Theaterarbeit mit Kreuzberger Grundschülern.

Jörg Thieme (geb. 1967) studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „F. Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Nach dem Studium spielte er am Staatsschauspiel Dresden, dem Schauspiel Bonn, auf Kampnagel Hamburg, der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin und dem Staatstheater Wiesbaden. Seit 2007 ist Jörg Thieme Mitglied des Berliner Ensembles. Neben den Theaterproduktionen ist er in zahlreichen TV-Rollen zu sehen.

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