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Lesungen und Ortsgespräche auf der Suche nach der Literatur als Muttersprache

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Lettrétage

An zwei Konferenztagen und zwei öffentlichen Abendveranstaltungen wollten wir uns, Sie und Dich fragen:
Was schreiben wir? Wie schreiben wir? Warum schreiben wir und für wen? Ist eine Verständigung anhand von literarischen Texten über sprachliche und kulturelle Grenzen hinaus möglich und wenn ja, wie? Welche Fragen stellen wir uns eigentlich gegenseitig? Welche Rolle spielt es, in welcher Sprache wir schreiben und leben?

An insgesamt zwei Tagen im Oktober 2012 sind sich die Autor*innen Dana Ranga, Artur Becker, Jan Faktor, Daniela Seel, María Cecilia Barbetta, Konstantin Ames, Claudia Basrawi, Yulia Marfutova und Martin Lechner in internen Gesprächen (Tag) und öffentlichen Podiumsdiskussionen (Abend) in der Lettrétage begegnet und haben im interkulturellen Austausch mit Kollegen und Publikum von ihren Erfahrungen berichtet.

Daniela Seel

Daniela Seel, geboren 1974 in Frankfurt/Main, lebt in Berlin. 2003 gründete sie mit Andreas Töpfer den Verlag kookbooks – Labor für Poesie als Lebensform. Ihre Gedichte erschienen in Zeitschriften, Zeitungen, Anthologien, im Internet und im Radio. Für ihr verlegerisches Engagement erhielt sie den Kurt-Wolff-Förderpreis 2006 und den Horst-Bienek-Förderpreis 2007. Ihr erster Gedichtband ich kann diese stelle nicht wiederfinden wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Jan Faktor

Jan Faktor wurde 1951 in Prag geboren. Er brach sein Studium ab, übte verschiedene Tätigkeiten aus und absolvierte ein Fernstudium. 1978 zog er zu seiner Frau nach Ostberlin und arbeitete als Kindergärtner, Schlosser und Übersetzer. Bis 1989 war er fast ausschließlich in der inoffiziellen Literaturszene engagiert. Er erhielt mehrere Stipendien und 2005 für Schornstein den Alfred-Döblin-Preis. 2010 erschien sein neuester Roman Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag. Jan Faktor lebt bis heute in Berlin.

Konstantin Ames

Konstantin Ames, geboren 1979 in Völklingen/Saar, lebt und arbeitet nach abgeschlossenen Studien der Buchwissenschaft etc. und am DLL als Autor und Übersetzer in Berlin. Das Debüt „Alsohäute“ erschien 2010 bei roughbooks, wo im Herbst 2012 „sTiL.e(ins) Art und Weltwaisen“ erscheinen wird. Auszeichnungen, u.a. Förderpreis zum Mörikepreis 2012 auf Vorschlag von Jan Peter Bremer

María Cecilia Barbetta

María Cecilia Barbetta wurde 1972 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Dort studierte sie Deutsch als Fremdsprache. Mit einem DAAD-Stipendium kam sie 1996 nach Berlin, wo sie bis heute lebt. Seit 2005 ist sie freie Autorin. Unter anderem erhielt sie 2007 das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste und 2012 das Arbeitsstipendium der Robert Bosch Stiftung. Die Änderungsschneiderei Los Milagros ist ihr erster Roman.

Claudia Basrawi

Claudia Basrawi wurde 1962 in Beirut, Libanon, geboren. Sie studierte Arabistik und Politik in Berlin und Damaskus. Basrawi arbeitet als freie Autorin und Schauspielerin sowohl beim Film als auch beim Theater. Außerdem ist sie als Herausgeberin und Übersetzerin tätig. Sie gehört dem Künstlerkollektiv Gruppe M an, mit dem der Roman Die Welt in der wir wohnten entstand. 2009 erschien ihr erster eigenständiger Roman Mittelmeer Anämie.

Martin Lechner

Martin Lechner, geboren 1974, ist in Lüneburg aufgewachsen. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft. 2006 erhielt er das Alfred-Döblin-Stipendium und nahm am 14. open mike teil. Er veröffentlichte in verschiedenen Literaturzeitschriften wie Manuskripte, Bella Triste u.a. 2005 erschien seine Erzählung Bilder einer Heimfahrt. Martin Lechner lebt in Berlin.

Yulia Marfutova

Yulia Marfutova, geboren 1988 in Moskau, studierte Germanistik und Geschichte in Berlin, wo die Autorin lebt. 2007 war sie Preisträgerin beim Wettbewerb zum Treffen Junger Autoren, 2008 nahm sie am Literatur Labor Wolfenbüttel teil, 2012 am Klagenfurter Literaturkurs. Sie veröffentlichte in verschiedenen Zeitschriften und in den Anthologien.

Dana Ranga

Dana Ranga, geboren 1964 in Bukarest, kam 1987 nach Deutschland. An der Freien Universität Berlin studierte sie Semiotik, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte. Sie veröffentlichte in verschiedenen Zeitschriften und den eigenständigen Gedichtband Wasserbuch. Außerdem produzierte sie mehrere, preisgekrönte Dokumentarfilme wie (Astronaut) Story und Cosmonaut Polyakov. Dana Ranga lebt in Berlin

Artur Becker

Artur Becker wurde 1968 als Sohn polnisch-deutscher Eltern in Bartoszyce (Masuren) geboren. Seit 1985 lebt er in Deutschland. Er studierte Kulturgeschichte Osteuropas und Deutsche Literatur- und Sprachwissenschaft. Artur Becker ist als Autor und Übersetzer tätig und erhielt verschiedene Stipendien und Preise. Der Roman Der Lippenstift meiner Mutter und der Gedichtband Ein Kiosk mit elf Millionen Nächten sind seine neuesten Werke.

Jörg Sundermeier

Jörg Sundermeier, 1970 geboren in Gütersloh. Lebt in Berlin. Herausgeber diverser Bücher im Verbrecher Verlag. Seine Glossen „Der letzte linke Student“ erschienen 2004 im Albri Verlag, Aschaffenburg. 2011 erschien ebenda: „Der letzte linke Student kämpft weiter“. Im Verlag Hoffmann & Campe, Hamburg, erschien 2010 sein Buch „Heimatkunde Ostwestfalen“.

Tom Bresemann

Tom Bresemann, 1978 in Berlin geboren. Veröffentlichte zuletzt: Berliner Fenster (Gedichte, Berlin Verlag 2011), Kein Gesicht (Erzählung, SuKulTur 2012)

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