Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe “CON_TEXT” oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Fr
    11
    Okt
    2019

    Reality Czech. Deutsch-tschechische Literaturbegegnung - Tag 1

    20:00 - 22:00Eintritt frei

    Lesungen mit Jáchym Topol, Christian Filips, Sandra Gugic, Eva Profousová, Tereza Semotamová

    Der literarische Austausch zwischen Tschechien und Deutschland, insbesondere zwischen Prag und Berlin, hat sich in den vergangenen Jahren als sehr fruchtbar erwiesen, besonders die freien Literaturszenen beider Städte zeigen ein großes Interesse an gegenseitiger Vernetzung.

    Es scheint also der richtige Zeitpunkt für einen Realitätsabgleich und ein gegenseitiges Update zu sein: Wo stehen die Prager und die Berliner Literaturszene derzeit? Wie organisieren sich Autor*innen und Übersetzer*innen untereinander, national und international? Wie funktionieren literarische Kollaborationen, über Verlage, Zeitschriften, Übersetzer*innen, Autorenkollektive? Welche Haltung nimmt das Publikum ein und wie verändert es sich? Welche neuen Wege der Literaturvermittlung- und Verbreitung gibt es oder werden aktuell erprobt? Kann Literatur die Reflexion auf die gesellschaftlichen Verhältnisse leisten? Wie „Indie“ ist geförderte Kunst? Welche politischen Mittel stehen den freien Literaturszenen beider Städte zur Verfügung, um aktiv an gesellschaftlichen oder kulturellen Entwicklungen und Veränderungen teilzuhaben?

    Im Rahmen der dreitägigen Begegnung wollen wir mit dem Publikum über aktuelle Bedingungen des Schreibens, die Rolle von Literatur im (kultur-)politischen und gesellschaftlichen Diskurs diskutieren sowie neue Performance- und Publikationsformate aus Berlin und Prag kennenlernen. Die Gespräche und Lesungen finden auf Englisch, Deutsch und Tschechisch statt.

    Programm:

    Freitag, 11.10.2019 20 Uhr
    > Lesungen und Kurzvorträge: Christian Filips, Sandra Gugic, Eva Profousová, Tereza Semotamová, Jáchym Topol
    Samstag, 12.10.2019, 12.00-22 Uhr
    Moderation: Prof. Dr. Alfrun Kliems u. a.
    > 12-13.30 Uhr Open Talk I: Wo stehen die Prager und die Berliner Literaturszenen? Gespräch und Diskussion mit Jan Škrob, Paula Fürstenberg, Petra Hulova und Bert Papenfuß
    > 14.00-15.30 Uhr Open Talk II: Wie funktioniert literarische Kollaboration?
    Gespräch und Diskussion mit Simone Kornappel, Eva Profousová, Jan Škrob, Luboš Svoboda
    > 16.00-17.30 Uhr Open Talk III: Wie steht die Literatur zur Gesellschaft? Gespräch und Diskussion mit Christian Filips, Sandra Gugic, Tereza Semotamová, Jáchym Topol
    > 20.00 Uhr Lesungen: Petra Hůlová, Paula Fürstenberg, Simone Kornappel, Bert Papenfuß,
    Adam Borzič, Luboš Svoboda
    Sonntag, 13.10.2019, 10-12 Uhr
    > Diskussionsrunde zum Thema alternative Publikationsformen und Zeitschriftenausstellung

    Projektleitung: Linde Nadiani // linde.nadiani@lettretage.de
    Kurator*innen: Lena Dorn und Peter Dietze
    Pressekontakt: Philipp Böhm // philipp.boehm@lettretage.de
    Ansprechpartnerin CzechLit: Michala Čičváková
    Ein Projekt von Lettrétage e. V. (Berlin) in Kooperation mit CzechLit – České literární centrum (Prag)

     

    Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister – Senatskanzlei, den Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds und die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

     

     


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • Mo
    15
    Apr
    2019

    Haiku und Bild - Lass uns malen!

    16:00Eintritt frei

    Workshop für Kinder und Jugendliche zum Welt-Kinder-Haiku-Wettbewerb

    Vor langer, langer Zeit in einem fernen Land sprang ein Frosch vor den Augen eines alten Mannes platschend in einen Teich hinein. Daraufhin schrieb der Mann das Haiku-Gedicht: „Furu ike ya / Kawazu tobikomu / Mizu no oto [zu Deutsch: Der alte Teich. / Ein Frosch springt hinein / das Geräusch des Wassers]“. Der Mann war Basho, der heute als Haiku-Meister weltweit bekannt ist.

    Was ist das Haiku überhaupt? Bevor man sich mit dem Haiku beschäftigt, muss man zunächst fleißig Japanisch lernen? Nein!

    Wer Lust hat beim Haiku Wettbewerb mitzumachen, ist nur noch einen Schritt davon entfernt: denn es wird nur noch ein Bild benötigt. Der Workshop hilft bei der Frage, wie ein Haiku in ein Bild umgesetzt werden kann. Hierbei werden die Berliner Künstlerinnen Hanaa El Dagham und Haruka Sasaki Möglichkeiten zur Gestaltung eines Haiku-Bildes zeigen und Hilfestellungen bieten.

    Dieser Workshop findet im Rahmen von „Shapes of Haiku“. Festival für Literatur, Kunst und Musik im Bergmannkiez statt, gefördert von Hauptstadtkulturfonds und die JaDe-Stiftung:  www.shapesofhaiku.triorin.com

    Eine öffentliche Lesung zu den einzelnen Workshops findet am 13. April umd 20:00 bei uns in der Lettrétage statt. Link zur Veranstaltung hier.

    Künstler*innen:

    ©Privat

    Hanaa El Degham ist bildende Künstlerin und forscht im Bereich Kultur- und Kunsterbe. Sie benutzt Malerei, Zeichnungen, Collagen sowie verschiedene andere Medien und drückt ihre Kunst auch in Form von Installationen aus. Sie sammelt Fragmente des Alltags, fügt diese wieder zusammen und verknüpft sie mit dem kollektiven Gedächtnis. Hanaa ist interessiert an Menschen und ihren Geschichten, ihre figurativen Bilder bewegen sich zwischen Farben und Linien. In ihren aktuellen Objekten benutzt sie auch alt-ägyptische Symbole. El Degham studierte Malerei und Kunstgeschichte an der Universität der Künste, Kairo.

     

    ©Privat

    Haruka Sasaki ist in Nagano geboren und aufgewachsen. Seit 2011 lebt sie in Berlin. In ihrer Kindheit lernte sie den schintoistischen Miko-Tanz (ehem. Tanz von Schamaninnen, die Prophezeiungen der Götter aussprachen) und die zen-buddhistische Tradition kennen. Diese Erfahrung beeinflusste ihr Leben und prägte ihren künstlerischen Werdegang. In ihrer Arbeit nimmt sie Bezug auf die Empfindung für Farben und Gleichgewicht und auf eine starke und gleichzeitig sensible Technik der Pinselführung. Die lebendigen Linien in ihren Bildern zeugen von purer Lebensenergie und vermitteln jedem etwas Ursprüngliches.