Zweiteiliger Sonett-Workshop mit Christa Schuenke und Michael M. Janßen

Die gute Nachricht, ja es gibt sie noch
Die bessere? Sie lassen sich erlernen
Nach allen Regeln, aller Kunst, doch doch
Und ’langen dann – geglückt – rauf zu den Sternen
Mag gern die Rose, Rose sein, und Katz
Die Katze, noch mal mehr bei grauer Nacht
Doch niemals erstbest ein Gedicht vom Satz
Und Ansatz her ’Sonett‘ in voller Pracht
Wie jedem Fortgang eine Urgestalt
Ein Artefakt gegeben, drauf er fußt
Sind gegenüber aller Dichtung halt
Sonette Basis aller Ausgangs-Kunst
Doch weh, es wär nur einfach hingepatzt
Dann wär es – wie gesagt – bloß für die Katz
(Michael M. Janßen; 20.12.2025)
Tot, töter, am tötesten?
Von Goethe, Robert Gernhardt, Johannes R. Becher bis zu Shakespeare selbst immer wieder abgeschrieben, tot-geglaubt, noch töter-gesagt (und das – wie auch sonst – in allerbester Sonettform natürlich):– das Sonett lebt. Und macht seinem Namen (`Klinggedicht´) alle Ehre: es klingt. Da macht ihm keine andere Gedichts-Form etwas vor.
Und wie gesagt, seine Regeln sind streng, lassen sich aber grade daher gut erlernen.
Zweiteiliger Sonett -Workshop mit Christa Schuenke und Michael M. Janßen
Samstag, 09.5. sowie Samstag, 16.5.2026; jeweils 14:00-18:00
How to? Struktur, logischer Aufbau, Reimschemata, ein bisschen Metrik – kurz, in Teil eins es soll um das handwerkliche Grund-Knowhow des Sonette Schreibens gehen. Anhand eigener Arbeiten werden die beiden Moderator*innen Tipps vermitteln, den magischen 14 Versen Gestalt, Rhythmus und Klang zu verleihen.
Beim zweiten Termin sollen dann die Teilnehmer*innen Gelegenheit haben, ihre eigenen, in der Zwischenzeit entstandenen, Sonette in der Gruppe zu präsentieren.
To be continued? Im Rahmen eines noch zu findenden dritten Termines könnten dann die im Workshop entstandenen Gedichte in einem größeren Rahmen gelesen werden.
Tipp zur Vorablektüre: "Fünfzig Sonette" (Reclam, ISBN: 978-3150182581, nur noch antiquarisch erhältlich)
Bitte per Mail an mr.mi.janssen@web.de voranmelden. Es wird ein Handout geben.
Spenden erwünscht.
Christa Schuenke

Geboren am 30. Oktober 1948 in Weimar.
1964erste eigene Publikationen (Gedichte und journalistische Arbeiten)
1967-1970Studium Englisch/Französisch, Universität Leipzig
1972-1977Studium der Philosophie an der Berliner Humboldt-Universität, 1977Abschluss als Dipl. phil. (entspricht M.A,)
1970-1981wissenschaftlich-technische Assistentin an der Akademie der Wissenschaften der DDR
ab1976 nebenberufliche Tätigkeit als literarische Übersetzerin Englisch-Deutsch
1981-2035selbständige literarische Übersetzerin Englisch-Deutsch
Übersetzung von 200 Werken englischsprachiger Autorinnen und Autoren, u.a.William Shakespeare, John Donne, Jonathan Swift, John Keats, Percy Bysshe Shelley, Edgar Allen Poe, Herman Melville, F. Scott Fitzgerald, A. A. Milne, William Butler Yeats und Agatha Christie, außerdem zahlreiche Gegenwartsautoren, u. a. Marc Z. Danielewski, John Banville, Karen Ruoff und Tessa Hadley; daneben Engagement in der Nachwuchsförderung sowie in der kollegialen Fortbildung engagiert, z.B. von 1993-2003 als Leiterin berufspraktischer Blockseminare am Studiengang Literaturübersetzen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und als Leiterin diverser Seminare und Workshops; darüber hinaus Arbeit als Lektorin, Herausgeberin und Autorin. Zahlreiche Vorträge an Universitäten im In- und Ausland, sowie für die Deutschen Shakespeare-Gesellschaft.
Preise und Auszeichnungen
1997 Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis, 2003 Straelener Übersetzerpreis, außerdem Residenzstipendien u.a. in Stuttgart und Calw sowie in Annaghmakerrig / Republik Irland, Norwich (UK) upstate New York, und mehrfach für Werke mit besonders hohem Schwierigkeitsgrad Arbeitsstipendien des Deutschen Übersetzerfonds.
Ehrenämter
2001-2003 Mitglied im Vorstand des VdÜ (Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke) im VS in ver.di; danach sporadisch in verschiedenen Bereichen für den VdÜ aktiv.
2006-2013 Mitglied im Präsidium von PEN Deutschland, von 2009-2013 als Vizepräsidentin und Writers-in-Exile-Beauftragte. Im Rahmen dieser Tätigkeit 2011-2016 Gründung, Projektleitung und Moderation der Veranstaltungsreihe „Salon Exil“ im Berliner Lichtburg Forum.
Michael Janßen
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1962 in Goslar geboren, 1968 englisch eingeschult in Kanada, 1970 zweisprachig nach Deutschland zurückgekehrt.
Hat: Germanistik, Anglistik und Publizistik in Göttingen studiert.
Lebte: von 1996 bis 2021 in Budapest. Erteile dort Sprachunterricht(Deutsch) und schrieb seit 1996 am Prosagedicht `Abschiednehmen Mit Worten´
Und schreibt fort: Sonett um Sonett, seit 2021 in Berlin
War:
2023 bis 2024 ehrenamtlich Vize-Vorstand des Autorenforums Berlin
Publikationen/Preise:
-Aus dem Langgedicht `Abschiednehmen Mit Worten´, wurden 2021 zwei Kapitel mit dem Aurum Preis ausgezeichnet und in der Anthologie `Fernwärme´ veröffentlicht.
Ehrenämter:
2022-2024 Vize-Vorsitz des Autorenforums Berlin

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