Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe “CON_TEXT” oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Di
    27
    Feb
    2018

    Virginia Woolf als Komödiantin: "Bloomsbury & Freshwater"

    20:00Eintritt 5,-/ erm. 3,-

    Lesung und Gespräch mit Tobias Schwartz und der Verlegerin Britta Jürgs

    So witzig wie in ihrer kaum bekannten Komödie "Freshwater" ist die große Autorin der Moderne sonst nie. Virginia Woolfs einziges Theaterstück handelt von einer viktorianischen Künstlerenklave auf der Isle of Wright mit der Fotografie-Pionierin Julia Margaret Cameron, Woolfs exzentrischer Großtante, an der Spitze.
    Tobias Schwartz hat "Freshwater" ins Deutsche übersetzt und durch das von ihm verfasste Rahmenstück "Bloomsbury" über die legendäre Uraufführung von 1935 im Kreise der Bloomsbury-Gruppe ergänzt. Beides ist zusammen mit einem ebenfalls von ihm übersetzten Cameron-Essay von Virginia Woolf und einem Nachwort von Klaus Reichert im AvivA Verlag erstmals als Buch erschienen.

     

     

     

    (c) Wolfgang Vogler

    Der Schriftsteller und Übersetzer Tobias Schwartz wurde 1976 in Osnabrück geboren und ist nahe der niederländischen Grenze aufgewachsen. Seit 1997 lebt er in Berlin, wo er an der Freien Universität Literatur und Philosophie studiert und zehn Jahre in der Psychiatrie gearbeitet hat.
    Seit 2006 arrangiert und präsentiert er eigene Texte in Form von Performances, work-in-progress-Abenden und szenischen Lesungen in der Berliner Off-Theater-Szene, darunter das Theaterstück "Hindukusch" in der Reihe "Rohstoffe" im Theaterdiscounter, den Prosa-Text "Nacht, reflektierend" auf dem 100°-Festival (mit Georg Scharegg) und die Komödie "Destille" in der Berlin-del-Mar-Installation der Sophiensaele.

     

     

     


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • So
    19
    Mai
    2019

    Pinsel-Kunst

    16:00Beitrag: 10€

    Tuschemalerei-Workshop in englischer und deutscher Sprache

    Im alten Japan fungierten als wesentliche Schreibutensilien Tusche und Pinsel. Nicht nur Haiku, sondern auch Illustrationen des 17. und 18. Jahrhundert wurden damit kreiert. Dafür brauchte es nicht nur eine besondere Einsicht in die Ästhetik der Monochromie, sondern auch spezielle Fertigkeiten in der Pinseltechnik.

    Die Künstlerin Haruka Sasaki entwickelte ihren eigenen Stil in der sogenannten Sumi-e – der Tuschemalerei. In ihren Zeichnungen haben Meditation und Spiritualität, basierend auf  buddhistischer sowie auf shintoistischer Praxis in Japan, eine starke Bedeutung. Essenziell wird hier auch eine ruhige Atemführung benötigt, auf die präzise Bewegungen des Pinsels folgen. In ihrem Malworkshop für Kinder und Erwachsene gibt sie Anleitungen zu Methoden und Techniken, mit denen sich innere Inspirationen auf dem Papier in Farben und Formen als Haiku darstellen lassen.

    Bitte beachten Sie, dass es nur eine beschränkte Teilnehmerzahl gibt. Vergessen Sie also nicht sich anzumelden.

    Diese Veranstaltung findet im Rahmen vom Festival „Shapes of Haiku“ für Literatur, Kunst und Musik im Bergmannkiez statt, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die JaDe-Stiftung: www.shapesofhaiku.triorin.com

     

    Künstlerin:

    Haruka Sasaki ist in Nagano geboren und aufgewachsen. Seit 2011 lebt sie in Berlin. In ihrer Kindheit lernte sie den schintoistischen Miko-Tanz (ehem. Tanz von Schamaninnen, die Götter-Prophezeiungen aussprachen) und die zen-buddhistische Tradition kennen. Diese Erfahrungen beeinflussten ihr Leben und prägte ihren künstlerischen Werdegang. In ihrer Arbeit setzt sie stark  auf die Empfindung für Farben und Gleichgewicht und gleichzeitig auf eine sensible Pinselführung. Die lebendigen Linien in ihren Bildern zeugen von purer Lebensenergie und vermitteln jedem etwas Ursprüngliches.