Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe “CON_TEXT” oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Sa
    09
    Mrz
    2019

    Katzen essen. Why not?

    20:00Eintritt: Freie Spende

    Lesung mit Nadine Kegele und Andrea Stift-Laube, Moderation: Tom Bresemann

    © Nadine Kegele_Und essen werden wir die Katze

    Machen Sie sich gemeinsam mit den beiden Autorinnen aus dem Hause Kremayr & Scheriau auf den Weg zu den Grenzen der Moral, des guten Geschmacks und zu jenen, die es uns schwer machen, einander wirklich näherzukommen. Bis dann also an der Katzenfleischtheke, wenn es heißt: "Darf’s a bissl mehr sein?"

    © www.detailsinn.at

    Biografien kann man an- und ausziehen, sich umhängen oder sich daran aufhängen, zumindest literarisch. Meist ist es umgekehrt. Biografien schreiben fest: Afghanischer Geflüchteter, österreichischer Bauarbeiter.
    Aber wie lange bleibt der Flüchtling ein Flüchtling? Und warum wird dem Bauarbeiter kein Museum zugetraut?

    Nadine Kegele sucht in "Und essen werden wir die Katze" die Leerstellen und Zwischentöne und schaut jedem Wort des hochpolitischen Instruments Sprache genau auf die Finger.

    "Wirf Flugzettel ab wie in dem Märchen vom Krieg, wirf sie in dampfende Küchen, in Krabbelstuben, in die Dauerwellen unter den Trockenhauben der Frisiersalons."

     

    © Alexander Gotter

    Franzi ist verschwunden. Das ist sie schon öfter. Dann sagte man, sie ist wohl wieder irgendwo Tiere befreien, im Wald, am Nordpol, irgendwo auf einem Schiff. Aber dieses Mal kommt sie nicht mehr zurück.

    Ihre Schwester Ila und der Aktivist Konstantin führen Franzis Kampf um die Umwelt fort. Mit einem Online-Versand für Katzenfleisch, das ein Statement gegen Massentierhaltung und Fleischkonsum sein soll, sorgen sie für Wirbel.
    Geistreich, schräg und makaber erzählt Andrea Stift-Laube in "Schiff oder Schornstein" vom Wahnwitz unseres Gesellschaftssystems angesichts Klimawandels und Ressourcenknappheit.

     "Seit Franziska weg ist, habe ich die Verpflichtung, die Welt zu retten. Weil es ja sein könnte, dass sie eines Tages wiederkommt. Und mich fragt, was ich inzwischen so gemacht habe."

     


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • Mo
    03
    Jun
    2019

    Selfpublisher oder Verlagsautor - Was ist der bessere Weg für mich?

    19:00Eintritt frei

    Treffen des Selfpublisher-Verbandes für unabhängige Autor*innen

    Der Selfpublisher Martin Krist führt durch eine Diskussionsrunde zum immer aktuellen Thema: Selfpublisher oder Verlagsautor - Was ist der bessere Weg?

    Der Selfpublisher-Verband vertritt die Interessen deutschsprachiger Autorinnen und Autoren, die ihre Werke in eigener Regie herausgeben.

    Martin Krist, geboren 1971, lebt in Berlin. Er arbeitete viele Jahre als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Nach mehr als dreißig Sachbüchern, darunter die Biografie über die Hamburger Kiez-Ikone Tattoo-Theo, die Punk-Diva Nina Hagen (ausgezeichnet mit der Corine 2003), den Rap-Rüpel Sido, die Grunge-Ikone Kurt Cobain und den gewaltlosen Rebellen Mahatma Gandhi schreibt er seit 2005 Krimis und Thriller.
    Nach zwanzig Jahren als überzeugter Verlagsautor arbeitet er seit 2017 vorwiegend als Selfpublisher.