Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Sa.14Dez.202420:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Admission 10 €
Convergence V – A Cross-disciplinary Exploration of Experimental Arts
Interdisciplinary Performance and Reading

(c) Kross Collective Kross Collective presents: CONVERGENCE V, an evening of immersive performances exploring dialogues between sound, text, and visuals.
The closing event of the 2024 series CONVERGENCE will be a celebration of an unique blend of mediums- including a musical performance by Alexandra Gruebler and an experimental collaborative piece by the core Kross Collective members.

Alexandra Gruebler (c) Silke Briel Alexandra Gruebler is a Berlin-based composer, producer, musician and vocalist, working at the intersection of music, poetics and performance, primarily through the solo project Baal & Mortimer.

Days like Television (c) private Daniel Bryden is an experimental musician and video artist from Newcastle upon Tyne, currently based in Berlin. He releases music as Days Like Television. Using an array of dissociated sound sources and fragmented synths, Bryden’s work delicately balance a viscerally intense heaviness with a melodic and nostalgic beauty. His debut album- ‘This Will Have Been the Past’ (released 05 / 06 / 24 on Bonambi) acts as the culmination of 10 years of experiments within the noise, improvised, and electronic music scene. These include live AV performances at such venues as ICA (London), La Vallée (Brussels), ACUD MACHT NEU (Berlin), and VEKKS (Vienna).

Mada (c) private His mother nurtured him with abundant love, while his father repaired cars. Growing up as the eldest of four brothers in a tiny flat in Wedding, Berlin, shared with two dogs and a free-flying bird, Mada learned the values of resilience and responsibility. Now, he runs a recording studio in Lichtenberg while studying the obscure reality in which we live in while being a busdriver.

Michael Berentsen (c) Sten Melin Michael Berentsen is an American-born, Berlin-based freelance media artist, composer, and technician with a Master's degree in sound from the Universität der Künste Berlin. Since 2005, He has professionally navigated the realms of composition and media artistry, continually striving in collaborative and solo endeavors. His work spans various mediums, from coding and sound manipulation to visual artistry, reflecting a commitment to exploring the intersection of emotion and technology.
Driven by a passion for both the auditory and visual realms, he crafts immersive experiences that challenge perceptions and evoke profound emotional responses.
Andreea Hriscu (c) private Mire is the dark-ambient drone and atmospheric soundscape project of Andreea Hriscu, a multidisciplinary Berlin based artist. She is active as an expressive painter, photographer, performer and sound artist. Her sound project Mire has 6 releases on Bandcamp consisting of sound collages, sound-poetry, dark ambient and drone sounds. Using mostly self recorded synths, modified samples and field recordings, Mire is an exploration of profound, meditative soundscapes that provoke a sense of introspection, throwing the listener into a darkening solitude, a deep claustrophobic dimension, submerged in perennial cyclic movements.

von jeglichem wort (c) private von jeglichem wort is a sound- and text project. Last published: „von jeglichem wort das durch den mund den menschen vernewet“ (Gedichte, KLAK Verlag 2023), and the records (vinyl): „es gibt für den menschen keine innere leere mehr“ (2022), and „um außer uns im leeren nichts zu suchen“ (2024).
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Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Mo.07Okt.20193:00Eintritt frei
Kunst- und Kulturorte zugänglich machen
Ein Zweiteiliger Workshop zur Barrierefreiheit mit Schwerpunkt Literatur

Alle reden über Barrierefreiheit, sehen große Anforderungen auf sich zukommen und dann scheitert es an scheinbar guten Argumenten, z.B. am Geld… Kommt Ihnen das bekannt vor? In diesem zweiteiligen Workshop des Förderverbands e. V. wird der Entmutigung entgegengewirkt und das Thema pragmatisch angegangen. Was müssen und was können auch kleinere Kultureinrichtungen tun an und was kann man von den Menschen erfahren, die es wirklich betrifft? Unter der Moderation von Imke Baumann richtet sich das Format vor allem an Leiter*Innen, Programgestalter*Innen, Mitarbeiter*Innen aus kleineren und mittelgroßen Kultureinrichtungen mit dem Schwerpunkt Literatur.Das Programm des Workshops ist in zwei Themenschwerpunkte aufgeteilt.
Modul I (07.10.2019 - 10.00 – 14.00)
„Barrieren erkennen, Zugänge schaffen, andere Perspektiven erfahren“
In einem ersten Modul erforschen die Teilnehmenden aktiv und in Zusammenarbeit mit zwei unterschiedlichen Expert*Innen mit Behinderung die Gegebenheiten vor Ort. Geleitet durch die Erfahrungen der Betroffenen wird sich den Fragen gestellt: Was sind Barrieren, welche Barrieren existieren und für wen? Wie können Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen als Gäste willkommen geheißen werden? Was kann sofort verändert werden, was braucht spezielle Expertise oder Förderung? Es soll ein Portrait der Kulturinstitution vor Ort entstehen, welches die bereits vorhandenen Stärken ausweist, sinnvolle, dabei aber nicht unbedingt teure Veränderungsmöglichkeiten aufzeigt und die Innen- wie die Außenwirkung in den Blick nimmt.
Modul II (07.10.2019 - 15.00 – 17.00)
Andere „Sprach-Bilder“
Das zweite Modul ermöglicht eine Begegnung mit einer Künstlerin und Kunstform, die bislang nicht als selbstverständlicher Teil des Mainstream wahrgenommen werden. Barrieren und fehlende Zugänge sind nicht nur äußerlicher, sondern vielfach auch inhaltlicher Art. Die Gebärdensprachpoetin und Schauspielerin Julia Kulda Hroch zeigt ausgewählte Gedichte und führt am praktischen Beispiel in Elemente und Besonderheiten der visuellen Sprachkunst ein. Im Gespräch zwischen ihr und den Teilnehmenden wird es dabei unter anderem um Arbeitsbedingungen tauber Künstler*innen, ihre spezielle Reibung mit der „hörenden“ Welt, ihre Vorstellungen und Wünsche gehen.
Teilnehmende sind herzlich eingeladen, Beispiele des Ge- und Misslingens oder „Problemstellen“ (per Fotomaterial) beizusteuern. Zusätzlich wird nach der Anmeldung ein Formular mit Fragen zu den Persönlichen Interessen übermittelt. Daten werden vertraulich behandelt und dienen nur der Vorbereitung.
Anmeldungen sind einzeln oder für beide Module per Mail unter: anmeldung-barrierefrei@gmx.de möglich. Anmeldeschluss ist der: 02.10.2019.
Der Workshop ist kostenlos.
Moderation:
Imke Baumann MA in Germanistik/Theaterwissenschaften war langjährig als Regisseurin und Dramaturgin an deutschsprachigen Bühnen tätig. Seit 2005 ist sie bei Förderband e.V. Projektmanagerin, Coach und initiiert und begleitet Projektentwicklungen zum Thema Menschen mit Behinderung in Kunst und Kultur. Imke Baumann ist außerdem Autorin für Audiodeskription und berät zu Barrierefreiheit und Förderungen in der Kultur. (www.berlinfuerblinde.de, www.neue-perspektiven-gewinnen.de, www.theaterhoeren-berlin.de)
Expert*innen Modul I
Uwe Nicksch ist Masterstudent für Urban Design in Berlin und ist seit 2017 Mitarbeiter bei "Sozialhelden e.V.". Diese Gruppe von engagierten Menschen entwickelt seit 2004 gemeinsam kreative Projekte, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und sie im besten Fall zu beseitigen. Sie initiierten u.a. die Projekte „Leidmedien“ und „Wheelmap.org – Die Onlinekarte für rollstuhlgerechte Orte“.
Stefanie Wiens ist Leiterin von <Platz da!> Barrierefreie Kulturvermittlung und Prozessbegleitung für Inklusion. Gemeinsam mit Expert*innen mit verschiedenen "Behinderungen" berät sie deutschlandweit Kultureinrichtungen. In Seminaren, Barrierefreiheits-Checks und Workshops geht es bis zu einem Jahr um die Begleitung des Öffnungsprozesses für mehr Inklusion vor und hinter den Kulissen der Einrichtung: www.platzda.berlin.
Christine Pargmann ist Expertin für Leichte Sprache. Das heißt, dass sie sagen kann, wann Texte zu schwer sind und wie sie angepasst werden müssen, damit mehr Menschen sie verstehen. Sie hat bereits viele Kultureinrichtungen zum Thema beraten und hat auch den Blick dafür, was andere Besucher*innen mit Behinderung brauchen, um teilhaben zu können.
Modul II
Julia Kulda Hroch ist als Schauspielerin und Gebärdensprachperformerin tätig. Sie war Preisträgerin des Gebärdenpoesiefestivals Goldene Hand 2006 und beste Schauspielerin 2006 in Berlin. Sie gehört zum Ensemble des Deutschen Gehörlosentheaters und führt auch Regie. Julia Kulda Hroch lebt in Kremsier, Tschechien, und wirkt bei künstlerischen Produktionen in tschechischer und deutscher Gebärdensprache mit.
Im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Abteilung Kultur, Berlin.
