Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • So.
    13
    Okt.
    2024

    Barrio Berlin: Corpus Delicti

    19:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei

    Gespräch und Lesung (dt./pt.) mit Angélica Freitas, Ronya Othmann, Adelaide Ivánova 

    (c) Luisa Mendoza

    Im Gegensatz zur lateinamerikanischen Lebensrealität ist Berlin für viele eine Stadt, in der Begehren und sexuelle Freiheit offener und in Safe-Spaces erforscht werden können. In dieser Lesung und Podiumsdiskussion werden der Stellenwert des Körpers und des Begehrens in der lateinamerikanischen Literatur und die Verbindungen zu den Erfahrungen und Autor:innen, die in der deutschen Hauptstadt leben, diskutiert.

    Videos von I Acevedo, Guilherme Zarvos
    Moderation: Odile Kennel

    Hinweis: Für diese Veranstaltung ist zusätzlich eine Voranmeldung unter info@barrioberlin.de notwendig.

     

    (c) Pedro Strelkow

    Angélica Freitas ist Lyrikerin, aber sie zeichnet auch. Von ihr erschienen drei Gedichtbände (Rilke Shake, Luxbooks.Latin 2011 / Der Uterus ist groß wie eine Faust, ELIF 2020 / Canções de atormentar, Companhia das Letras 2020) und eine Graphic Novel (Guadalupe und Minerva, Parallelalle 2023). Sie kommt aus dem Süden Brasiliens und lebt in Berlin.

    (c) Paula Winkler

    Ronya Othmann, als Tochter einer deutschen Mutter und eines kurdisch-êzîdischen Vaters 1993 in München geboren, schreibt Lyrik, Prosa und Essays und arbeitet als Journalistin. Für ihr Schreiben wurde sie viele Male ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lyrik-Preis des Open Mike, dem MDR-Literaturpreis und dem Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik. Für Die Sommer, ihren ersten Roman, bekam sie 2020 den Mara-Cassens-Preis zugesprochen, für den Lyrikband die verbrechen (2021) den Orphil-Debütpreis, den Förderpreis des Horst-Bienek-Preises sowie den Horst Bingel-Preis 2022. Ein Auszug aus Vierundsiebzig, ihrem zweiten Roman, wurde 2019 mit dem Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs ausgezeichnet. Ronya Othmann lebt in Berlin.

    (c) Adelaide Ivánova

    Adelaide Ivánova (1982, Recife/Brazil) ist Journalistin, Lyrikerin und Wohnaktivistin. Ihre Gedichte und Essays sind ins Katalanische, Englische, Estnische, Koreanische, Galicische, Deutsche, Griechische, Italienische, Spanische, Schwedische und Russische übersetzt. 2018 gewann sie den Rio-Literaturpreis für ihren zweiten Gedichtband o martelo, der in Brasilien, Portugal Argentinien, Großbritannien, den USA, Deutschland und Griechenland veröffentlicht wurde. Im April 2024 erschien ihr fünfter Gedichtband, ASMA. Seit 2011 lebt Adelaide Ivánova in Berlin.

    (c) Marla Zakai

    I Acevedo (1983, Tandil/Argentinien) veröffentlichte Erzählungen, Romane, Journale und Essays, darunter: Ja ja ja (Mansalva, 2017), Abrazo al futuro (La Libre 2024), Algo se mueve. El cuento después de Walsh, (Eme editorial, 2021) und Diario de los quince. La aventura de escribir, (Bosque energético, 2022). Des Weiteren schrieb er ein Theaterstück, Cómo saber si gusta de ti, ist Herausgeber, unterrichtet und forscht.

    (c) Gabraz

    Guilherme Zarvos wurde 1957 in Rio de Janeiro geboren und ist ein Dichter und Doktor für brasillianische Literatur. Er hat mehr als 15 Veröffentlichungen, darunter Bücher und Chapbooks. Guilherme Zarvos gründete 1990 CEP 20.000 (Zentrum für poetische Experimente), der bis heute am längsten laufenden Veranstaltung in Brasilien, dafür wurde er durch seinen Aufenthalt in Berlin vor dem Fall der Mauer beeinflusst. Zudem war er Berater für Darcy Ribeiro.

    (c) Jan Beumelburg

    Odile Kennel lebt als Lyrikerin, Romanautorin und Übersetzerin in Berlin. Sie schreibt auf Deutsch und auf Französisch und lädt gerne weitere Sprachen in ihre Texte ein. Zuletzt veröffentlichte sie den Gedichtband irgendetwas dazwischen (Verlagshaus Berlin 2023) sowie den Essay Lust (dtv 2021). 2022 erhielt sie den Paul-Scheerbart-Preis für ihre Lyrikübersetzungen.

    Wir möchten darauf hinweisen, dass der Fahrstuhl im Gebäude leider momentan nicht funktioniert. Aus diesem Grund ist der Zugang zurzeit eingeschränkt. Dafür möchten wir um Entschuldigung bitten.


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • So.
    12
    Sep.
    2021

    Literarisches Arbeiten in Einfacher Sprache

    10.00-18.30 UhrPavillon der Max-Beckmann-Oberschule in Reinickendorf, Anmeldung unter sag.auguste@lettretage.de

    Workshop mit Alexandra Lüthen

    Die Veranstaltung findet im Rahmen des Lesefestivals "Sag Auguste" statt, das verschiedene Literaturformate in den Auguste-Viktoria-Kiez in Berlin-Reinickendorf bringt.

    Im Workshop “Literarisches Arbeiten in Einfacher Sprache” gibt es eine kurze Einführung in die Entstehung Leichter und Einfacher Sprache. Die wichtigsten Regeln und Empfehlungen werden vorgestellt und durch kleinere praktische Übungen erprobt. Der größere Teil des Workshops wird sich aber mit dem literarischen, kreativen Arbeiten befassen. Die Teilnehmer:innen werden mit kurzen Formen arbeiten, wie z.B. Miniaturen, Minutentexten oder Szenen. Es geht darum, wirklich ins Schreiben zu kommen. Das Regelwerk läuft mit.

    Als Gastdozentin wird die Berliner Künstlerin Arianna Toscano eine gestalterische Einheit zu “Recycling Words” anbieten. “Recycling Words” ist eine Kreativtechnik, die mittels Reduktion einen Assoziationsraum eröffnet und auch im literarischen Arbeitsprozess hervorragende Ergebnisse liefert.

    Workshopleitung: Alexandra Lüthen

    Bitte beachten Sie, dass der Eintritt sowie die Bewegung im Lesegarten nur mit Mund-Nasen-Bedeckung erfolgen kann.
    Alle Besucherinnen müssen nachweislich negativ im Sinne des § 6b VO getestet (tagesaktueller Antigen-Schnelltest), nachweislich geimpft (mindestens 2 Wochen vor Teilnahme) oder nachweislich genesen sein.

    Copyright: Dietmar Bührer

    Alexandra Lüthen lebt und arbeitet als Schriftstellerin in Berlin. Eines ihrer Arbeitsfelder ist seit vielen Jahren die Literatur in Einfacher Sprache. Ihre Texte wurden mehrfach ausgezeichnet. Sie hat zwei Erzählbände in Einfacher Sprache veröffentlicht, sowie ein essayistisches Fachbuch beim Duden Verlag (Allen eine Chance – Warum wir Leichte Sprache brauchen).