Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Mi.
    17
    Apr.
    2024

    European Young Literature: Berlin Edition

    19:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, 12/6€

    Reading and Discussion

    European Young Literature Berlin is part of a series of events, readings and publications stretching from Paris, Matera, Stockholm to Berlin.

    European Young Literature started in late 2021 and is an initiative from the Swedish publishing house Spleen Nordic to build platforms in Europe for literature beyond the mainstream. The emphasis is not geographical but on European literature as tradition and quality. »Young« has nothing to do with age, it is »young« in the sense of the Old Greeks, rejuvenating souls – also the saviour of the dead in our present time, here alive, forever young… Spleen Nordic Series encapsulates the words of Walter Benjamin: »Our life, it can be said, is a muscle strong enough to contract the whole of historical time.«

    In Berlin we invite some of the most exciting literary voices, from a variety of ages and background, stretching over a series of continents, from Chile in the South to Norway in the North, to perform poetry and literature.

    The reading will be performed in English and German. Moderators for the evening will be Mats O. Svensson and Ulf Peter Hallberg.

    (c) Heike Blenk

    TOMÁS COHEN is a writer, translator, visual artist and curator from Chile. He has published two books of poetry. His poems have been translated into six languages. He has co-organised the multilingual reading series Hafenlesung in Hamburg and is artistic director of VOCATIONS.

     

    (c) Michaela Krause

    STEFANIE GEROLD, translator of Spanish literature, including the works of Max Aub and Elsa Osorio. She also writes essays on intercultural topics; her radio play Come Back was broadcasted by Deutschlandfunk. Das Lächeln der Königin (Galiani, 2024) is her first novel. She lives in Berlin.

     

    (c) Giampiero Assumma

    ULF PETER HALLBERG is a Swedish writer living in Berlin since 1983. He has written 10 novels, translated into seven languages. Works in theatre and film; translations of Shakespeare, Walter Benjamin, German, English and French playwrights. His latest novel The messenger from the North will be published by Gallimard in 2025.

     

    (c) John Trygve Tollefsen

    ERLAND KIØSTERUD is a Norwegian writer and novelist. His oeuvre contains 24 novels and 5 essay collections. In his essays and novels the last 15 years he explores the violence we live by and possible transitions from human centred to nature centred ways of thinking, living, and making art.

     

    (c) Hanna Sjöberg

    KLAUS-JÜRGEN LIEDTKE, author, (Die versunkene Welt, 2008; Nachkrieg und die Trümmer von Ostpreußen, 2018), translator from Swedish and Danish, as well as editor for the virtual Baltic see librarywww.balticsealibrary.info. He has been rewarded with several prices, including »Paul-Celan-Preis« (2005) and »Ginko Biloba Preis für Übersetzung von Lyrik« (2022).

     

    (c) Gunnlöð Jóna

    RIKE SCHEFFLER works transdisciplinary in the fields of poetry, performance, installation and music. In their latest poetry collection Lava. Rituale (kookbooks, 2023), poems from speculative more-than-human future communities are manifesting new and tender ways of being.

     

    (c) Francesco Lonigro

    MATS O. SVENSSON is a literary critic, translator and works as an editor for the pan-Scandinavian cultural magazine Vagant. His long essay Dawn After the Wreck is being translated into French for publication by Spleen Nordic Books. He has lived in Berlin since 2015.

     

    (c) Nikolaus Kim

    SASKIA VOGEL is an author and a literary translator from Swedish and German into English. as well as editor of the “Erotic Review”. Her novel Permission (published in English, Spanish, Italian and Swedish in 2019) was longlisted for “The Believer Book Award”. Born and raised in Los Angeles, she lives in Berlin. 


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • Mo.
    07
    Okt.
    2019

    Kunst- und Kulturorte zugänglich machen

    3:00Eintritt frei

    Ein Zweiteiliger Workshop zur Barrierefreiheit mit Schwerpunkt Literatur


    Alle reden über Barrierefreiheit, sehen große Anforderungen auf sich zukommen und dann scheitert es an scheinbar guten Argumenten, z.B. am Geld… Kommt Ihnen das bekannt vor? In diesem zweiteiligen Workshop des Förderverbands e. V. wird der Entmutigung entgegengewirkt und das Thema pragmatisch angegangen. Was müssen und was können auch kleinere Kultureinrichtungen tun an und was kann man von den Menschen erfahren, die es wirklich betrifft?  Unter der Moderation von Imke Baumann richtet sich das Format vor allem an Leiter*Innen, Programgestalter*Innen, Mitarbeiter*Innen aus kleineren und mittelgroßen Kultureinrichtungen mit dem Schwerpunkt Literatur.

    Das Programm des Workshops ist in zwei Themenschwerpunkte aufgeteilt.

    Modul I (07.10.2019 - 10.00 – 14.00)

    Barrieren erkennen, Zugänge schaffen, andere Perspektiven erfahren“

    In einem ersten Modul erforschen die Teilnehmenden aktiv und in Zusammenarbeit mit zwei unterschiedlichen Expert*Innen mit Behinderung die Gegebenheiten vor Ort. Geleitet durch die Erfahrungen der Betroffenen wird sich den Fragen gestellt: Was sind Barrieren, welche Barrieren existieren und für wen? Wie können Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen als Gäste willkommen geheißen werden? Was kann sofort verändert werden, was braucht spezielle Expertise oder Förderung? Es soll ein Portrait der Kulturinstitution vor Ort entstehen, welches die bereits vorhandenen Stärken ausweist, sinnvolle, dabei aber nicht unbedingt teure Veränderungsmöglichkeiten aufzeigt und die Innen- wie die Außenwirkung in den Blick nimmt.

    Modul II (07.10.2019 - 15.00 – 17.00)

    Andere „Sprach-Bilder“

    Das zweite Modul ermöglicht eine Begegnung mit einer Künstlerin und Kunstform, die bislang nicht als selbstverständlicher Teil des Mainstream wahrgenommen werden. Barrieren und fehlende Zugänge sind nicht nur äußerlicher, sondern vielfach auch inhaltlicher Art. Die Gebärdensprachpoetin und Schauspielerin Julia Kulda Hroch zeigt ausgewählte Gedichte und führt am praktischen Beispiel in Elemente und Besonderheiten der visuellen Sprachkunst ein. Im Gespräch zwischen ihr und den Teilnehmenden wird es dabei unter anderem um Arbeitsbedingungen tauber Künstler*innen, ihre spezielle Reibung mit der „hörenden“ Welt, ihre Vorstellungen und Wünsche gehen.

    Teilnehmende sind herzlich eingeladen, Beispiele des Ge- und Misslingens oder „Problemstellen“ (per Fotomaterial) beizusteuern. Zusätzlich wird nach der Anmeldung ein Formular mit Fragen zu den Persönlichen Interessen übermittelt. Daten werden vertraulich behandelt und dienen nur der Vorbereitung.

    Anmeldungen sind einzeln oder für beide Module per Mail unter: anmeldung-barrierefrei@gmx.de  möglich. Anmeldeschluss ist der: 02.10.2019.

    Der Workshop ist kostenlos.

    Moderation:

    Imke Baumann MA in Germanistik/Theaterwissenschaften war langjährig als Regisseurin und Dramaturgin an deutschsprachigen Bühnen tätig. Seit 2005 ist sie bei Förderband e.V. Projektmanagerin, Coach und initiiert und begleitet Projektentwicklungen zum Thema Menschen mit Behinderung in Kunst und Kultur. Imke Baumann ist außerdem Autorin für Audiodeskription und berät zu Barrierefreiheit und Förderungen in der Kultur. (www.berlinfuerblinde.de, www.neue-perspektiven-gewinnen.de, www.theaterhoeren-berlin.de)

    Expert*innen Modul I

    Uwe Nicksch ist Masterstudent für Urban Design in Berlin und ist seit 2017 Mitarbeiter bei "Sozialhelden e.V.". Diese Gruppe von engagierten Menschen entwickelt seit 2004 gemeinsam kreative Projekte, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und sie im besten Fall zu beseitigen. Sie initiierten u.a. die Projekte „Leidmedien“ und „Wheelmap.org – Die Onlinekarte für rollstuhlgerechte Orte“.

    Stefanie Wiens ist Leiterin von <Platz da!> Barrierefreie Kulturvermittlung und Prozessbegleitung für Inklusion. Gemeinsam mit Expert*innen mit verschiedenen "Behinderungen" berät sie deutschlandweit Kultureinrichtungen. In Seminaren, Barrierefreiheits-Checks und Workshops geht es bis zu einem Jahr um die Begleitung des Öffnungsprozesses für mehr Inklusion vor und hinter den Kulissen der Einrichtung: www.platzda.berlin.

    Christine Pargmann ist Expertin für Leichte Sprache. Das heißt, dass sie sagen kann, wann Texte zu schwer sind und wie sie angepasst werden müssen, damit mehr Menschen sie verstehen. Sie hat bereits viele Kultureinrichtungen zum Thema beraten und hat auch den Blick dafür, was andere Besucher*innen mit Behinderung brauchen, um teilhaben zu können.

    Modul II

    Julia Kulda Hroch ist als Schauspielerin und Gebärdensprachperformerin tätig. Sie war Preisträgerin des Gebärdenpoesiefestivals Goldene Hand 2006 und beste Schauspielerin 2006 in Berlin. Sie gehört zum Ensemble des Deutschen Gehörlosentheaters und führt auch Regie. Julia Kulda Hroch lebt in Kremsier, Tschechien, und wirkt bei künstlerischen Produktionen in tschechischer und deutscher Gebärdensprache mit.

    Im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Abteilung Kultur, Berlin.