Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Sa
    09
    Okt
    2021

    Am Eingang zur Pflanzenzeit

    20:00 UhrLettrétage im ACUD Studio Veteranenstraße 21, Eintritt 5/4€

    Lesung und Buchpräsentationen mit Birgit Kreipe, Norbert Lange und Sonja vom Brocke

    Copyright: Sonja vom Brocke

    Sonja vom Brockes Sprachwelten sind ebenso gegenwärtig wie eigensinnig. Ihre hybriden Geflechte spannen den Bogen von Sagenhaftem bis zu einem jähen Präsens und bewegen sich auf Grenzen zwischen menschlichem und pflanzlichem Leben, Nähe und Ferne.

    Grenzphänomene beschäftigen auch Birgit Kreipes Gedichte in „aire“. Verletzliche Expeditionen durch Kunstwerke, Meditationen und Träume, spüren sie kippenden Zuständen und Übergangsphänomenen nach. Auflösung und Wandel bewegen ihre Umgebungen, ihre Subjekte tasten sich durch beunruhigende und schwer fassbare Veränderungen.

    In seinem Buch „Unter Orangen“ unternimmt Norbert Lange drei tragikomische Reisen in die Hölle der Poeten, um vom Elend der Poesie zu berichten, der alles verschlingenden Selbstliebe der Dichter und der Verzweiflung ihrer zwischen Konzepten und Vokabeln eingepferchten Gedichte. Die Bluffs von Hochstaplern und Lügnern, ihre Sehnsüchte und Ängste, ergeben ein dämonisches Grimoire, das betören und in die Irre führen will.

     

    Copyright: Renate von Mangold

    Birgit Kreipe, geboren 1964 in Hildesheim, studierte Psychologie und Germanistik und arbeitet als Psychotherapeutin, Autorin und Übersetzerin von Lyrik in Berlin. 2012 erschien ihr Gedichtband "schönheitsfarm" beim Verlagshaus Berlin, 2016 ihr Gedichtband "SOMA" bei kookbooks. Zuletzt erschienen: "aire. Gedichte" kookbooks, 2021.

     

    Copyright: privat

    Norbert Lange, geboren 1978 in Gdynia, Kindheit- und Jugend an Rhein, Mosel und Lahn, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Sein Tätigkeitsfeld sind Übersetzungen und Herausgaben von Dossiers zu größtenteils US-amerikanischen und britischen Dichter*innen in der Zeitschrift "Schreibheft" und in Buchform. Zuletzt erschienen: "Unter Orangen. Gedichte", Wunderhorn, 2021, Jerome Rothenberg: "Polen / 1931", roughbooks, 2019, und "Rituale & Events", hochroth Verlag, 2019.

     

    Copyright: Ronald Dick

    Sonja vom Brocke, geboren 1980 in Hagen, lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin, ebendort und in Wien. Zuletzt erschienen: "Mush. Gedichte", kookbooks, 2020, "Düngerkind. Gedicht", Verlag Peter Engstler, 2018.


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • Di
    20
    Feb
    2018

    Exposé und Klappentext

    19:00Eintritt frei

    Veranstaltung mit Hans Peter Roentgen

    Exposés sind das Fegefeuer der Autorinnen und Autoren. Leichter quetscht man einen Elefanten durch ein Nadelöhr als einen dicken Roman in ein Exposé. Und seitdem Selfpublishing boomt, müssen viele auch einen Klappentext schreiben, eine noch schwierigere Aufgabe. Es gibt aber einige Tricks, wie man auch den Elefanten kleinkriegt. Darüber sprechen wir in dieser Veranstaltung.

    Hans Peter Roentgen hat ein Buch über das Schreiben von Exposés veröffentlicht (Drei Seiten für ein Exposé), ein weiteres zum Thema Klappentext erscheint im März (Klappentext, Pitch und anderes Getier). Er berät seit vielen Jahren Autorinnen und Autoren beim Verfassen von Exposés und Klappentexten und hält auch Workshops dazu ab.

    Weitere Veranstaltung im ersten Quartal 2018:

    27. März 2018: „Typische Stolpersteine im Dialog" mit Karla Schmidt.