Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Sa.
    17
    Mai
    2025

    Sternenmenschen. Bowie in Gugging. Und Berlin

    20:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt 8€/5€

    Lesung mit Uwe Schütte & Gespräch mit Reinhard Kleist samt anschließender Bowie-Outside Berlin-Disco

    (c) starfruit

    Im September 1994 besucht David Bowie zwei Tage lang die Niederösterreichische Landesnervenklinik Gugging, in deren "Haus der Künstler" künstlerisch begabte Patienten lebten, die heute zu den bedeutendsten Vertretern der Art Brut gezählt werden. Eigentlich sucht er Inspiration für die Arbeit am Album "Outside" (1995), doch was sein Interesse am Komplex Schizophrenie und Kunst motiviert war die tragische Beziehung zu seinem Halbbruder Terry, der sich 1985 in der Psychiatrie umbrachte.

    Mit "Sternenmenschen" geht Uwe Schütte in einer essayistischen tour de force der unbeantwortbaren Frage nach, wie wir wurden, wer wir sind, und welche Rolle die Pop-Musik dabei spielt.

    Der Comiczeichner Reinhard Kleist versteht sich wie kaum jemand sonst darauf, Pop-Musik in Graphic Novels zu übersetzen, zumal wenn diese einen Bezug zu Berlin aufweisen. In Berliner Mythen (2016) erforscht er die kulturelle Psychogeografie der Stadt; nach Johnny Cash – I See A Darkness (2006) und Nick Cave – Mercy On Me (2017) folgten Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years (2021) und Low – David Bowie’s Berlin Years (2024).

    Im Gespräch mit Uwe Schütte, moderiert vom Journalisten Maximilian Schäffer, wird es um die Musik von Bowie gehen, zumal die legendäre Berlin Trilogy und Outside, sowie die Ansätze zur Annäherung an den Ausnahmekünstler David Bowie in Form essayistischer Prosa und Graphic Novel.

    (c) Lenz Schütte

    Uwe Schütte, Autor und Privatdozent, besuchte in den 1990er Jahren regelmäßig das Haus der Künstler und wäre Bowie dort fast über den Weg gelaufen.

    (c) Gunter Gluecklich

    Reinhard Kleist, Comiczeichner mit Fokus auf Popmusik, darunter "Starman – Bowie’s Ziggy Stardust Years" (2021) und "Low – David Bowie’s Berlin Years" (2024).


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • Mo.
    01
    Apr.
    2019

    Haiku und Bild - Lass uns Haiku kennenlernen!

    16:00Eintritt frei

    Workshop für Kinder und Jugendliche zum Welt-Kinder-Haiku-Wettbewerb (Alter: 8–16 Jahre)

    Vor langer, langer Zeit in einem fernen Land sprang ein Frosch vor den Augen eines alten Mannes platschend in einen Teich hinein. Daraufhin schrieb der Mann das Haiku-Gedicht: „Furu ike ya / Kawazu tobikomu / Mizu no oto [zu Deutsch: Der alte Teich. / Ein Frosch springt hinein / das Geräusch des Wassers]“. Der Mann war Basho, der heute als Haiku-Meister weltweit bekannt ist.

    Was ist das Haiku überhaupt? Bevor man sich mit dem Haiku beschäftigt, muss man zunächst fleißig Japanisch lernen? Nein!

    Das Haiku auf Deutsch hat eine beinah 100 Jahre alte Tradition. Die Berliner Haiku-Dichterin Petra Klingl gibt eine Einführung in das deutsche Haiku. Was ist das Zauberrätsel mit den Ziffern 5-7-5? Warum ist der Bezug auf die Natur bei der Haiku-Dichtung wichtig? Petra antwortet auf diese Fragen. Alle Teilnehmer*innen können selber probieren, einen solchen Haiku zu schreiben!

    Mit einem selbst geschriebenen Haiku könntet ihr euch beim Welt-Haiku-Kinder-Wettbewerb bewerben. Wir bieten euch auch noch weitere Termine an, euer Haiku-Werk mit Bild fertig zu stellen: 11.04 und 15.04 um 16 Uhr

    Dieser Workshop findet im Rahmen von „Shapes of Haiku“. Festival für Literatur, Kunst und Musik im Bergmannkiez statt, gefördert von Hauptstadtkulturfonds und der JaDe-Stiftung. www.shapesofhaiku.triorin.com

    Eine öffentliche Lesung zu den einzelnen Workshops findet am 13. April umd 20:00 bei uns in der Lettrétage statt. Link zur Veranstaltung hier.

    Künstlerin:

    ©Privat

    Petra Klingl, Dichterin, wurde 1957 in Suhl im Thüringer Wald geboren. Mit 17 Jahren schrieb sie ihre ersten Gedichte, die sie während ihres Studiums der Landwirtschaft in Berlin vertiefte. Erst im Jahre 2010 erschien ihr erster Gedichtband: „Wenn der Mond Auto fährt“ entstand. Im gleichen Jahr entdeckte sie die japanische Gedichtform „Haiku“ und verliebte sich sofort. Sie trat in die Deutsche Haiku-Gesellschaft ein und ist mittlerweile im Vorstand tätig. 2016 veröffentlichte sie ihre erste Haiku-Sammlung sowie aktuell eine Broschüre „Haiku schreiben“ mit Hinweisen zum Schreiben.