Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Mo.17Nov.202520:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei
textOUR. Lyrische Performances in Deutscher Gebärden- und Lautsprache
Lesung und Performance

(c) textOUR Für das vorletzte textOUR Event trifft das ad hoc auf Performer*innen der Tauben community. Jon Savkin und Alina Gervers, die Poesie in Deutscher Gebärdensprache verfassen, und Sara Hauser und Manuel Irmey vom ad hoc Lyrikkollektiv kreieren vier neue Texte in Resonanz auf das von Lesung zu Lesung online wachsende Gedichtgewebe.
Vor der Lesung übersetzten die Künstler*innen in Tandems ihre Texte von Schrift- in Gebärdensprache und umgekehrt.
Am Lesungsabend werden alle Texte und ihre Übersetzungen präsentiert. Die vier Lyriker*innen teilen außerdem ihre Austauscherfahrungen, diskutieren das Verfassen von literarischen Texten zwischen verschiedenen Sprachen und Modalitäten, und reflektieren gemeinsam die Bedeutung und das Erleben von Kollektivität und Fürsorge in Tauber community, in hörender, bzw. hörend dominierter Welt, und im Zusammentreffen der beiden. Den Abend moderiert der Deaf Performer, Schauspieler und Gebärdensprachkünstler Eyk Kauly.
Die Veranstaltung ist zweisprachig, es wird simultan von Deutscher Gebärdensprache in Lautsprache und umgekehrt gedolmetscht.
Dieses Projekt wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

(c) privat Alina Gervers (sie/ihr) wurde 1998 in Mülheim an der Ruhr geboren und lebt in Berlin. Sie ist eine weiße Taube Person mit einem besonderen Interesse an Linguistik. Den Schwerpunkt ihres Schreibens legte sie bisher auf englischsprachige Lyrik.

(c) privat Sara Hauser studierte in Tübingen und Stockholm Philosophie und Internationale Literaturen und lebt als Lyrikerin und Literaturvermittlerin in Berlin. Ihre Gedichte und Sprechtexte erschienen u.a. in ‚Stoff aus Luft‘ und dem ‚Jahrbuch der Lyrik’. Seit 2019 gestaltet Sara Jugend-Projekte und lyrische Interventionen zum mehrsprachigen kreativen Schreiben mit arabisch-deutschem Fokus. Sara ist Teil des Lyrikkollektivs das ad hoc. Seit 2024 co-kuratiert sie die Lesereihe textOUR.

(c) privat Manuel Irmey (they/them) lebt in Berlin. Manuel schreibt zwischen Poesie und Spoken Word, mischen gerne Sprachen (meist Englisch und Deutsch) und ist seit mehr als fünf Jahren Mitglied von ad hoc und co-kuratiert die Lesereihe textOUR seit diesem Jahr. Texte wurden in parabolis virtualis 2, PS#7, Glitter (und anderen) veröffentlicht.

(c) Urs Mader Jon Savkin, 1996 in München geboren, lebt in Berlin. Jon Savkin ist Gebärdensprachpoet*in, Tänzer*in und Schauspieler*in. Die künstlerische Entwicklung begann mit der Zusammenarbeit mit Kassandra Wedel. 2023 wirkte Jon Savkin in Hamlet des Deutschen Gehörlosen Theaters mit. Als Gebärdensprachpoet*in war Savkin u.a. bei "Shut up and Sign Speak" (2022) und "TextKörper-KörperText" (2021) beteiligt.

(c) Privat Eyk Kauly, geboren 1987 in Dippoldiswalde. Er wurde Taub geboren und beherrscht die deutsche Gebärdensprache (DGS), die deutsche Lautsprachbegleitung (LBG) sowie die internationale Gebärdensprache (IS). Nach dem Abitur (2006) arbeitete Eyk in verschiedenen Projekten als Schauspieler, Performer , Lyrik-Übersetzer und Gebärdensprachkünstler und diverse Musikvideos in Gebärdensprache (Musik-Performer).
Seit 2023 leitet Eyk Kauly das Deutsche Gehörlosentheater als künstlerischer Leiter.
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Do.05März202020:00Eintritt frei
Textwerkstatt - Ori im Exil
Workshop für junge Autor*innen

Die bekannte Textwerkstatt aus dem "Ori" findet wieder in der Lettrétage statt. Neu entstehende Arbeiten junger Autor*innen werden diskutiert. Neue Teilnehmer*innen sind herzlich willkommen. Bitte Fotokopien der Texte mitbringen!
Info zu Workshops in der Lettrétage:
Sämtliche Inhalte der Workshops werden von den Workshop-Leiter*innen verantwortet. Die Teilnahmebeiträge gehen nicht an die Lettrétage, sondern sind direkt an den Veranstalter des Workshops zu zahlen.
