Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Fr.31Okt.202519:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt 7/5 €
SCHÖNES leben
Buchpremiere mit Volker Kaminski

(c) frei Volker Kaminski stellt seinen gerade erschienenen Roman "SCHÖNES leben" vor. Gesprächspartnerin und Moderation: Heidi von Plato
Kunst als Überlebensstrategie:
Der 16-jährige Viktor hat es nicht leicht. Um den heftigen Streitereien seiner Eltern zu entfliehen, schafft er sich eine eigene Welt des Schönen und entwickelt eine Leidenschaft fürs Malen. Nach dem Auszug von Mutter und Schwestern, bleibt er mit dem Vater zurück, der den Schmerz über den geplatzten Traum Großfamilie mit Alkohol betäubt. Viktor wird an der Kunstakademie angenommen, muss sich aber gegen die Angriffe des Vaters zur Wehr setzen, der Viktors Berufswunsch ablehnt. Im Kampf um Anerkennung, zwischen Verständnis und Hass schwankend, entwickelt sich Viktor zu einem eigenwilligen Maler, unterstützt von seinem Professor sowie dem Aktmodell Irm. In den Kneipengesprächen der Kunststudenten spiegelt sich der Zeitgeist der achtziger Jahre.

(c) frei Volker Kaminski geboren in Karlsruhe, studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Berlin, wo er als freier Schriftsteller lebt. Neben Kurzgeschichten und Kolumnen (Berliner Zeitung) und Rezensionen veröffentlichte er zahlreiche Romane (z.B. „Rot wie Schnee“, „Der Gestrandete“). Bei Berliner Verlag PalmArtPress erschienen bisher „Herzhand“ (2021), „RUA 17“ (2023) und „Die letzte Prüfung“ (2024, überarbeitete Neuauflage). Seit 2014 ist er Lehrbeauftragter an der Alice Salomon Hochschule in Berlin und unterrichtet dort in einem Masterstudiengang Creative Writing. Er erhielt mehrere Stipendien, u.a. das Alfred Döblin-Stipendium, das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und das Stipendium Künstlerhaus Edenkoben.

(c) frei Heidi von Plato schreibt Prosa, Theaterstücke und Lyrik. Sie studierte an der FU Berlin Germanistik, Psychologie und Philosophie. Während ihrer Tätigkeit als Dramaturgin an verschiedenen Theatern, schrieb sie Theaterstücke, die an zahlreichen Bühnen aufgeführt worden sind. Vertreten wird sie vom Suhrkamp-Theaterverlag. Ihre Erzählungen und Gedichte sind in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. Sie erhielt mehrere Stipendien, u.a. vom Senat für Kulturelle Angelegenheiten Berlin und vom Literarischen Kolloquium Berlin. Der Roman „Das haarige Mädchen“ erschien im Parthas Verlag, der Roman „Das verschwundene Manuskript“ im Anthea Verlag.
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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So.18Feb.201811:00 - 18:0060,-/ erm. 50,-
Selbstfürsorgliches Schreiben
Workshop mit Rainer Stolz
Dieser Tagesworkshop dient dem Kennenlernen verschiedener Wege und Methoden schreibender Selbstzuwendung, Selbstklärung und Selbstbegleitung – um sich sowohl im Alltag als auch in besonderen Situationen schreibend zu unterstützen und die Freundschaft mit sich selbst zu pflegen.
In Übungen und Schreibprozessen werden z. B. folgende Themengebiete erkundet:
· Schreiben als sinnlich-leibliche Tätigkeit
· schreibende Wertschätzung unserer Lebendigkeit
· „Wortschatzbildung“ (Wie spreche ich mit mir selbst? Wie kleide ich mich und mein Leben in Sprache? Welche Worte und Wendungen ziehe ich mir an? In welchen Bildern und Metaphern bewege ich mich?)
· Möglichkeiten des konstruktiven, integrativen Selbstgesprächs
· Selbstfürsorgliches Notieren und Journalführen
Dieser Workshop möchte dazu anregen, Schreiben als Lebenselixier zu erfahren, sich ebenso mit der Feinheit wie mit der Kraft der Sprache zu verbinden, zu erforschen, wie Worte und Sprachbilder sowohl erden als auch beflügeln können – und dabei Neugier, Experimentierfreude und Humor walten zu lassen. Anmeldung bis 09. Februar 2018 an hallo@rainerstolz.de und nähere Informationen unter www.rainerstolz.de.
