Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Mi.
    24
    Sep.
    2025

    Abriss. Prosa

    19:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei

    Buchpräsentation mit Gerd Sulzenbacher

    (c) Engeler Verlage

    "Meiden wird mein neues Hobby, mein Zeitwort der Zukunft". Gerd Sulzenbachers "Abriss. Prosa" erzählt die Geschichte einer archivarischen Assistenzkraft, die sich dem neoliberalen Zwang zur Selbstoptimierung folgenreich entzieht. Die Aufzeichnungen enthalten Handreichungen zum idiotensicheren Benehmen: Wie gelingt das Liegenbleiben? Was tun gegen geisttötende Tätigkeiten? Wie sich einüben in widerständige Resignation? Und wie zum Teil des Mobiliars werden? In 66 Kapiteln wird das Leben einer Sitz- und Liegefigur des 21. Jahrhunderts entworfen, die mit oblomowscher Trägheit beständig "Bodennähe sucht" und dabei das langsame Verschrumpeln Mitteleuropas kartographiert. Ort der Handlung ist das allmählich zum Abriss freigegebene Wien, "die Stadt des Schnitzels und der Träume", mitsamt ihrer Peripherien. (Engeler Verlage)

    "Essayistische Betrachtungen finden sich darin genauso wie poetische Alltagsszenen von Robert Walserscher Leichtigkeit. Mit anarchischem Witz und sprachlicher Finesse vermisst die Erzählfigur ihre Umgebung und erzählt dabei auch vom Verschwinden öffentlicher Räume." (Alte Schmiede Wien)

    (c) Gabriel Monthaler

    Gerd Sulzenbacher, *1993 in Südtirol, lebt in Wien. Autor, Übersetzer, Mitherausgeber der Zeitschrift Triëdere (zusammen mit Ann Cotten und Franziska Füchsl). Studierte Kunstgeschichte und Sprachkunst. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Zuletzt: Die Reise nach Sils Maria (m. Matthias Vieider, 2016). (Engeler Verlage)

    Ö1 Radiogeschichte über Gerd Sulzenbacher


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • So.
    18
    Feb.
    2018

    Selbstfürsorgliches Schreiben

    11:00 - 18:0060,-/ erm. 50,-

    Workshop mit Rainer Stolz

    Dieser Tagesworkshop dient dem Kennenlernen verschiedener Wege und Methoden schreibender Selbstzuwendung, Selbstklärung und Selbstbegleitung – um sich sowohl im Alltag als auch in besonderen Situationen schreibend zu unterstützen und die Freundschaft mit sich selbst zu pflegen.

    In Übungen und Schreibprozessen werden z. B. folgende Themengebiete erkundet:
    · Schreiben als sinnlich-leibliche Tätigkeit
    · schreibende Wertschätzung unserer Lebendigkeit
    · „Wortschatzbildung“ (Wie spreche ich mit mir selbst? Wie kleide ich mich und mein Leben in Sprache? Welche Worte und Wendungen ziehe ich mir an? In welchen Bildern und Metaphern bewege ich mich?)
    · Möglichkeiten des konstruktiven, integrativen Selbstgesprächs
    · Selbstfürsorgliches Notieren und Journalführen
    Dieser Workshop möchte dazu anregen, Schreiben als Lebenselixier zu erfahren, sich ebenso mit der Feinheit wie mit der Kraft der Sprache zu verbinden, zu erforschen, wie Worte und Sprachbilder sowohl erden als auch beflügeln können – und dabei Neugier, Experimentierfreude und Humor walten zu lassen. Anmeldung bis 09. Februar 2018 an hallo@rainerstolz.de und nähere Informationen unter www.rainerstolz.de.