Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Do.04Sep.202519:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt 5/3 € (Mitglieder frei)
75 Jahre „Klaus Mann zum Gedächtnis“
Szenische Lesung

(c) Querido Verlag Der letzte Band des deutschsprachigen Exilverlages Querido Amsterdam war und ist einem der wichtigsten Akteure dieser Institution gewidmet: Klaus Mann. Er erschien 1950 - also vor 75 Jahren. Schon der Buchumschlag ist interessant: Auf ihm werden alle Autoren, d. h. Weggefährten Klaus Manns, aufgelistet. Unter ihnen ist auch Gottfried Benn, der sich zwischenzeitlich mit der NS-Ideologie gemein machte und deshalb mit Klaus Mann in einen schweren Konflikt geriet. Brisant ist auch das Vorwort des Vaters Thomas Mann, der mit seiner Frau keine Veranlassung sah, eine Vortragsreise durch Schweden zugunsten der Teilnahme an der Beerdigung seines Sohnes in Cannes zu unterbrechen.
Anhand von Tagebucheinträgen, Briefen und den Texten des Buches rekonstruiert die szenische Lesung die bewegte Geschichte dieser oft spannungsgeladenen Beziehungen und schlägt zugleich einen Bogen zu den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen ihrer Zeit - und unserer eigenen.
Frank Träger ist Gründer und vorsitzender der Klaus Mann Initiative Berlin e.V. und wird den Abend moderieren.
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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So.18Feb.201811:00 - 18:0060,-/ erm. 50,-
Selbstfürsorgliches Schreiben
Workshop mit Rainer Stolz
Dieser Tagesworkshop dient dem Kennenlernen verschiedener Wege und Methoden schreibender Selbstzuwendung, Selbstklärung und Selbstbegleitung – um sich sowohl im Alltag als auch in besonderen Situationen schreibend zu unterstützen und die Freundschaft mit sich selbst zu pflegen.
In Übungen und Schreibprozessen werden z. B. folgende Themengebiete erkundet:
· Schreiben als sinnlich-leibliche Tätigkeit
· schreibende Wertschätzung unserer Lebendigkeit
· „Wortschatzbildung“ (Wie spreche ich mit mir selbst? Wie kleide ich mich und mein Leben in Sprache? Welche Worte und Wendungen ziehe ich mir an? In welchen Bildern und Metaphern bewege ich mich?)
· Möglichkeiten des konstruktiven, integrativen Selbstgesprächs
· Selbstfürsorgliches Notieren und Journalführen
Dieser Workshop möchte dazu anregen, Schreiben als Lebenselixier zu erfahren, sich ebenso mit der Feinheit wie mit der Kraft der Sprache zu verbinden, zu erforschen, wie Worte und Sprachbilder sowohl erden als auch beflügeln können – und dabei Neugier, Experimentierfreude und Humor walten zu lassen. Anmeldung bis 09. Februar 2018 an hallo@rainerstolz.de und nähere Informationen unter www.rainerstolz.de.
