Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Mi.
    09
    Apr.
    2025

    textOUR – Kollektivität und Care, ein poetischer Polylog - das ad hoc x G13: Lyrikkollektive in 2 Jahrzehnten

    20:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei

    Lesung & Gespräch

    (c) textOUR

    Die Lesereihe textOUR geht in die nächste Runde! Dieses Mal trifft das ad hoc Lyrikkollektiv, gegründet 2019, auf das Lyrikkollektiv G13, das sich 2009 gegründet hat. Die G13 Mitglieder Lea Schneider und Tabea Xenia Magyar sprechen mit Luise John und Julia Dorsch von das ad hoc über die Entstehungsgeschichten, Ziele und Ideale, Herausforderungen und Veränderungen in den beiden Kollektiven, suchen Gemeinsamkeiten und Unterschiede und fragen nach dem Einfluss der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in zwei unterschiedlichen Jahrzehnten auf die kollektive Praxis und das Selbstverständnis als Kollektiv.

    Auf literarischer Ebene stellen sich die Autor*innen zuerst mit ihren individuellen Texten vor und treten dann poetisch in Resonanz miteinander und mit dem textOUR „Gedichtgewebe“, einem kollektiven Textnetzwerk, das Lesung für Lesung wächst.

    Der Abend wird moderiert von Alexa Dietrich, Mitglied des Literaturkollektivs KRITTER.

    Die Reihe wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

    (c) Erlendt Rose

    Luise John ist ausgebildete Ergotherapeutin und studiert derzeit Freie Kunst an der HBK Braunschweig in der Klasse Majewski. Sie widmet sich vor allem der Malerei, dem Text und der Fotografie. Sie ist Mitglied des Lyrikkollektivs das ad hoc.

    (c) Dirk Skiba

    Julia Dorsch, geboren 1994, lebt als Dichter*in und Literaturvermittler*in in Berlin. Sie studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig sowie Soziale Arbeit mit Fokus Soziale Kulturarbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Sie ist Mitglied des Lyrikkollektivs „das ad hoc“ und Teil des Kurations-Teams von textOUR. Julia Dorschs Gedichte erschienen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. in der Literaturzeitschrift Bella Triste Nr. 61 und im Jahrbuch der Lyrik 2022. Zuletzt erschien ihr Langgedicht „Glazia/MMORPG“ in der Lagebesprechung der Literaturzeitschrift Ostragehege. 2024 war Julia Dorsch Stipendiat*in der Landis&Gyr Stiftung (CH).

    (c) Privat

    Lea Schneider lebt als Autorin, Kritikerin und Literaturwissenschaftlerin in Berlin. Sie ist Mitglied des Lyrikkollektivs G13, das sich 2009 als Gegenentwurf zu Vereinzelung und Konkurrenz im Literaturbetrieb gegründet hat. Lea schreibt Lyrik, Essays und Übersetzungen, aber am liebsten mischt sie alle drei Formen zu etwas Neuem. Zuletzt erschienen u.a. der Gedichtband „made in china“ (2020), der Essay „SCHAM“ (2021) und das Sachbuch „Radikale Verletzbarkeit“ (2024).

    (c) Privat

    Tabea Xenia Magyar lebt und arbeitet als Lyrikerin, Choreografin, Zeichnerin und Übersetzerin in Berlin. Einem Großteil ihrer künstlerischen sowie Lohnarbeit geht sie in kollekiven Strukturen nach, u.a. als Mitglied des Lyrikkollektivs G13. Seit 2018 leitet sie das Büro von Gegensatz Translation Collective.

    (c) Inke Johanssen

    Alexa Dietrich, geboren 1996, macht und vermittelt Literatur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie hat am Hildesheimer Literaturinstitut studiert und macht aktuell ihren Master in Angewandter Literaturwissenschaft an der FU Berlin. Mit dem KRITTER Kollektiv ist sie in literarischer Kompliz*innenschaft auf der Suche nach einer sozialen Poetik. Außerdem schreibt sie Lyrik in kollaborativen Kontexten – aktuell mit der argentinischen Lyrikerin Camila Mazía an einem mehrsprachigen Projekt zu Mutterschaft. Für die Arbeit an ihrer literarischen Forschung "und salz und sorge" wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt als Stipendiatin der Fondation Jan Michalski.


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • So.
    18
    Feb.
    2018

    Selbstfürsorgliches Schreiben

    11:00 - 18:0060,-/ erm. 50,-

    Workshop mit Rainer Stolz

    Dieser Tagesworkshop dient dem Kennenlernen verschiedener Wege und Methoden schreibender Selbstzuwendung, Selbstklärung und Selbstbegleitung – um sich sowohl im Alltag als auch in besonderen Situationen schreibend zu unterstützen und die Freundschaft mit sich selbst zu pflegen.

    In Übungen und Schreibprozessen werden z. B. folgende Themengebiete erkundet:
    · Schreiben als sinnlich-leibliche Tätigkeit
    · schreibende Wertschätzung unserer Lebendigkeit
    · „Wortschatzbildung“ (Wie spreche ich mit mir selbst? Wie kleide ich mich und mein Leben in Sprache? Welche Worte und Wendungen ziehe ich mir an? In welchen Bildern und Metaphern bewege ich mich?)
    · Möglichkeiten des konstruktiven, integrativen Selbstgesprächs
    · Selbstfürsorgliches Notieren und Journalführen
    Dieser Workshop möchte dazu anregen, Schreiben als Lebenselixier zu erfahren, sich ebenso mit der Feinheit wie mit der Kraft der Sprache zu verbinden, zu erforschen, wie Worte und Sprachbilder sowohl erden als auch beflügeln können – und dabei Neugier, Experimentierfreude und Humor walten zu lassen. Anmeldung bis 09. Februar 2018 an hallo@rainerstolz.de und nähere Informationen unter www.rainerstolz.de.