Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe “CON_TEXT” oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Do
    24
    Jan
    2019

    Poetisches Chapbook im digitalen Zeitalter

    19:00Eintritt frei

    Ausstellungseröffnung, Lesung und Diskussion mit Nina Medved

    © Lisa Ann Cassidy (CC BY-NC 2.0)

    Das Projekt "Poetisches Chapbook im digitalen Zeitalter" wirft ein Schlaglicht auf die Low-Budget-Bereiche künstlerischer Publikation. Lyriker*innen haben die populäre Form des Zines für sich entdeckt - als Werbemittel, ebenso wie als kreative Herausforderung oder um Hürden des traditionellen Verlagsbetriebs zu umgehen

    Chapbooks als besondere Form des Zines entwickelten sich im 16. Jahrhundert als ein Konkurrenzformat zu Büchern, ihre Nutzung wurde im 17. und 18. Jahrhundert auch im Mainstream verbreitet. Das Projekt will die verschiedenen Formate des Chapbooks im 21. Jahrhundert präsentieren und dabei auch die Bedeutung physischer wie digitaler Autor*innen-Präsenz diskutieren.

    Nina Medved hat Chapbooks in digitaler und gedruckter Form durch eine öffentliche Ausschreibung gesammelt. Am 24.1. stellt sie die Einsendungen in einer Ausstellung vor. Teil der Abendveranstaltung ist auch eine Diskussion zur Rolle der Chapbooks im 21. Jahrhundert sowie eine mehrsprachige Lesung aktueller Texte Medveds, die in Chapbook-Form erschienen sind.

    Nina Medved (*1989) arbeitet als Lyrikerin, Kulturproduzentin, Übersetzerin und Fotografin. Ihre Lyrik wurde in den bekanntesten slowenischen Literaturzeitschriften veröffentlicht. Außerdem ist sie der erste slowenische Champion im Poetry Slam.

     


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • Mi
    13
    Jun
    2018

    Berliner Lektorat: Rückblenden

    19:00Eintritt frei

    Referent: Hans Peter Roentgen

    Rückblenden springen aus der Erzählzeit in die Vergangenheit. Sie erzählen, was vorher geschah. Mit Rückblenden kann man den Leser*innen Details über das Leben der Held*innen erzählen, warum sie wurden, was sie sind, warum sie bestimmte typische Handlungsweisen haben. Oder über den Ort, die Historie und die Vorgeschichte des Plots erzählen. Das kann aber auch leicht in die Hose gehen, wenn es die Leser*innen aus der eigentlichen Geschichte herausreißt. Welche Techniken es für Rückblenden gibt, wie man sie so einbaut, dass sie die Spannung nicht killen und wie man feststellt, welche Rückblenden überhaupt nötig sind, darum geht es in dieser Veranstaltung.