Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Fr.
    05
    Dez.
    2025

    „We have to make new love.“ 

    20:00Lettrétage e.V. in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei

    Kompliz*innen in Leipzig - mit Ulrike Feibig, Ricardas Kiel, Martina Lisa, Andra Schwarz, Sibylla Vričić Hausmann und Janin Wölke.

    Foto eines Gedichts, aus Schnipseln von Zeitungsartikeln zusammengestellt
    (c) Ulrike Feibig

    Dichter*innen, Autor*innen, Übersetzer*innen, Freund*innen lesen aus ihren aktuellen Texten. Es geht um Seilschaften, Sorgegeflechte, Love-and-Work-Life-Balance, Motherhood & Care, um Zugehörigkeit & Anteilnahme, Fluchtpläne und neue Formen der freundschaftlichen Koexistenz in Zeiten der Krise.

    Das Komplott trifft sich in wechselwarmen Behausungen in Leipzig, zelebriert in Werkstattgesprächen bei Fingerfood und Gurkenbrause die Geburtsstunde eines Gedichts. Einmal im Jahr feiert es gemeinsam mit Freund*innen und Fans das Fest der Liebe.

    Portraitfoto von Ulrike Feibig
    (c) Mimi Schneider

    Ulrike Feibig lebt und arbeitet in Leipzig als freie Autorin und Literaturvermittlerin, deren literarische Texte sowohl gedruckt erscheinen, als auch performativ auf die Bühne gebracht werden. Einer ihrer jüngsten Publikationen, die sich mit Einsamkeit beschäftigt, ist der Anfang des Langgedichts »Die Schmuckeremitin hängt am Horizont ein paar bunte Wimpel auf«, erschienen im Band "Brutti Sogni" (hochroth Leipzig 2025).

    Portraitfotografie von Ricardas Kiel
    (c) Julia Vogel

    Ricardas Kiel (ri/es), lebt in Leipzig. Ricardas hält Schreibgruppen, tüftelt mit Menschen an ihren Websites und Newslettern, schickt wöchentlich Briefe und veröffentlicht Mini-Essays in einem digitalen Garten, schnitzt im Winter Löffel und schwimmt im Sommer im See. Zuletzt erschien der Gedichtband „Tante Alles“ (hochroth München 2022).

    Portraitfotografie von Sibylla Vričić Hausmann 
    (c) privat

    Sibylla Vričić Hausmann schreibt Gedichte, Essays und Prosa. Sie studierte an der FU Berlin und am DLL in Leipzig, wo sie noch immer wohnt. Sie gehört zum hard core der Gruppe und schätzt an ihr den künstlerischen Austausch, die persönlichen Gespräche und das gemeinsame Snacken auf höchstem Niveau. Sibylla veröffentlichte die Gedichtbände "3 Falter" (poetenladen) und "meine Faust" (kookbooks), bekam diverse Stipendien sowie die Preise: "Orphil Debüt" für den ersten und "Clemens Brentano" für den zweiten Band. Sie ist auch als Lektorin, Dozentin und Veranstalterin tätig. In ihren Gedichten spielen "Verbundenheit", aber auch ihr Gegenteil, das Außenvorsein, das Außenseiter*innentum, eine wichtige Rolle.

    Portraitfotografie von Janin Wölke
    (c) Sascha Kokot

    Janin Wölke lebt als Autorin, Lehrerin und Mutter in Leipzig. Sie war 2024 Finalistin beim Lyrikpreis Meran und erhielt das Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds 2024/2025. Ihr Lyrikdebüt „was passiert wirklich, wenn wir stolpern?“ (2014) erschien bei hochroth Berlin. In ihren dramatischen und lyrischen Texten beschäftigt sie sich mit Fragen der Identität und Sozialisation, mit Sorgegeflechten und Geschlechterrollen. Das Langgedicht „unendlicher move“ (Elif-Verlag 2025) entstand als Collage aus Popsongs, Disney, Edmund Husserl, Zeitungsartikeln, Roland Barthes, Kindersprache und Laurie Penny.

    Schwarz - weiß Foto von Marina Lisa, Gesicht ist von ihrer Hand verdeckt
    (c) J.Pulicar

    Martina Lisa lebt als freie Übersetzerin, Autorin und Kulturmittlerin in Leipzig. Sie übersetzt tschechische und slowakische Literatur ins Deutsche, liest, schreibt, bringt Bücher heraus und gern auch fremde und eigene Texte in verschiedenen Formaten auf die Bühne. Zuletzt erschien „Tage zählen“ (Trottoir Noir 2022). Sie schreibt u.a. regelmäßig für das Stadtmagazin kreuzer und ist Mitglied im Verlagskollektiv hochroth Leipzig, im VdÜ und beim Netzwerk Lyrik. 2023-2025 war sie Jurorin beim Susanna-Roth-Wettbewerb für junge Übersetzer:innen aus dem Tschechischen.

    Portraitfotografie von Andra Schwarz
    (c) Pascal Buchholz

    Andra Schwarz ist Autorin, Lektorin und Literaturvermittlerin im mitteldeutschen Raum. Zuletzt erschien der Gedichtband „Tulpa“ (poetenladen 2023) und das Leseheft „Meteor“ (SuKuLTuR 2023) mit Gedichten zu (Süd-)Osteuropa. Sie erhielt mehrere Stipendien u.a. am Literarischen Colloquium Berlin (2018), MuseumsQuartier Wien (2020), International Writers and Translators House Ventspils in Lettland (2021) und am Edith-Stein-Haus, Wrocław in Polen (2024). 2024/25 war sie Stadtschreiberin an der Villa Rosenthal in Jena. Momentan setzt sie sich mit Darstellungen von Weiblichkeit in der Bildenden Kunst auseinander.


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • Di.
    19
    Sep.
    2023

    AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur

    19:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei

    Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

    (c) Kollektive Intelligenz

    Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.

    Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.

    Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.

    Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.