Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Do.23Okt.202518:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei
Digitale Nachhaltigkeit: Laptops mit Open Source upcyclen
Diskussionsrunde und Workshop mit Joseph De Veaugh-Geiss (KDE.org)

Das nachhaltigste Gerät ist das, das du bereits besitzt!
Am 14. Oktober 2025 beendet Microsoft die Unterstützung für Windows 10, so dass viele Nutzende sich gezwungen sehen, ihre Geräte zu ersetzen. Das kommt uns – und die Umwelt – teuer zu stehen, denn so wandern Millionen von funktionsfähigen Geräten in den Elektromüll. Deshalb leistet die Kampagne "End of 10" Unterstützung dabei, alte Geräte mit Open Source Software aufzurüsten, um diese weiter nutzen zu können.
Erfahrt in unserem kostenlosen Workshop mit Joseph De Veaugh-Geiss (KDE), wie ihr mit Freier, Open Source Software euren alten Laptop (PC oder Mac!) zu neuem Leben erwecken, Geld sparen und giftigen Elektroschrott reduzieren könnt. Bringt eure Neugier und eure Fragen mit – oder gleich einen Laptop, den ihr mit GNU/Linux upcyclen möchtet. Der Workshop ist ausdrücklich für Anfänger*innen gedacht, technische Kenntnisse sind nicht erforderlich!
Wir beginnen mit einem Meet & Greet und einer Diskussionsrunde, um zu erkunden, wie Freie Software Literatureinrichtungen und die freie Literaturszene unterstützen kann, wie wir gemeinsam die digitale Selbstbestimmung fördern und der Umwelt helfen können. Dann gehen wir zum praktischen Teil über: Ältere Macs oder PCs, die von den Herstellern nicht mehr unterstützt werden, kann man mit dem Linux-Betriebssystem aufrüsten, damit sie noch viele Jahre funktionieren. Ihr könnt gern einfach zugucken, oder gleich unter Anleitung loslegen. Keine Sorge – ihr müsst nicht gleich alles komplett umstellen, sondern könnt z. B. mit einem "Dual Boot" übergangsweise beide Betriebssysteme nutzen.
WICHTIG: Sichert alle ggf. vorhandenen Daten auf dem Gerät, das ihr upcyclen möchtet, vor der Veranstaltung auf einem externen Speichermedium oder in der Cloud!
Wenn Ihr am praktischen Workshop teilnehmen möchtet, ist eine vorherige Anmeldung per Mail an magda.birkmann [at] lettretage.de hilfreich, um einige technische Fragen zu klären. Spontane Teilnahme ist aber auch möglich!
Ein gemeinsames Projekt von der Lettrétage, KDE Eco und dem Stammtisch TechMündigkeit für Wortmenschen
18:30 Uhr Meet & Greet, Apéro
19:00 Uhr Diskussionsrunde
ab ca. 20:00 Uhr Upcycling Workshop
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
