Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Sa.22Nov.202519:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei
Anthologie-Releaseparty „Vier Uhr morgens“
Lesung mit Buchreleaseparty

(c) Berlin Authors Zwischen Nacht und Tag liegt ein Moment, in dem beide nichts mehr bedeuten. Um Vier Uhr morgens zeichnen sich dunkle Silhouetten vor dämmrigen Himmel ab, die letzten Bars schließen ihre Türen, die ersten Systemerhaltenden verlassen das Haus, an ihre Kaffeebecher geklammert. In dieser Zeit ist die Welt alles und nichts, die Wirklichkeit erscheint weit entfernt und das Surreale nur allzu nah.
Die belletristische Anthologie “Vier Uhr morgens” fängt die unausgesprochenen Gedanken, ungesehenen Menschen und halbwachen Träume dieser Zeit ein.

(c) Berlin Authors Zum Release werden die fünf Autor*innen Anna Wonde, Olga Schierhorn, Katharina Stein, Nadja Kasolowsky und Petra Lohan aus ihren frisch erschienenen Texten lesen. Dabei erkunden sie Emotionen, Sorgen und Hoffnungen, die uns um vier Uhr morgens bewegen. “Vier Uhr morgens” ist die bereits fünfte Anthologie des Literaturnetzwerks #BerlinAuthors. Mit regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen, Lesungen und Publikationen setzen sich die #BerlinAuthors dafür ein, einen niedrigschwelligen Zugang zur Literaturwelt zu schaffen und Schreibende aller Genres, Ursprünge und Erfahrungsgrade vernetzen.

(c) privat Anna Wonde wurde 1987 in Heidelberg geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie im ländlichen Odenwald, bevor sie in Heidelberg und Köln Sprach- und Kulturwissenschaften studierte. Mit ihrem Mann und der gemeinsamen Hündin Effi lebt sie in Berlin und schreibt neben Kurzgeschichten auch Romane. Die Beschäftigung mit Sprache, Kommunikation und Literatur begleitet Anna Wonde seit ihrer Jugend und hat neben ihrer Studienwahl auch ihre berufliche Laufbahn als Marketingspezialistin beeinflusst. Neben klassischer englischer Literatur mit Werken von Jane Austen und Charlotte Brontë zählt vor allem Gegenwartsliteratur von Autor:innen wie Margret Atwood, Jeffrey Eugenides, Emilia Hart und Sally Rooney zu ihren Einflüssen.

(c) privat Olga Schierhorn wurde 1979 in Moskau /UdSSR geboren, von wo sie mit Vater und Mutter nach Deutschland flüchtete. Sie lebt seit fast 30 Jahren in Berlin und schreibt bereits ihr ganzes Leben lang leidenschaftlich. Ihre Texte, Märchen und Gedichte liest sie vor allem bei privaten Veranstaltungen. Ihr erster literarischer Text wurde bei Quintus veröffentlicht, weitere Veröffentlichungen bei Stelling und Lorbeer folgten. Im November 2024 wurde sie zur Preistägerin der Bonner Buchmesse Migration (3. Preis im Genre Kurzgeschichten) gekürt.

(c) David McIntyre Katharina Stein schreibt Kurzgeschichten, Lyrik und alles, was irgendwo dazwischen liegt, in mindestens zwei Sprachen. Sie ist Wahlberlinerin seit 2013 und hat das Netzwerk #BerlinAuthors mitbegründet. Ein Kurzprosaband und eine Erzählung sind von ihr im Selfpublishing erschienen; weitere Texte von ihr findet man in diversen Anthologien und Literaturmagazinen. Außerdem arbeitet sie als freie Lektorin.
Insta: @lorem.ipsa
(c) David McIntyre Nadja Kasolowsky wurde 1999 in Ostfriesland geboren und lebt in Berlin. Sie hat Sozial- und Kulturanthropologie und Politikwissenschaft studiert und schreibt Belletristik, literarische Fantasy und Young Adult. Kurzgeschichten von ihr sind in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften erschienen. Seit Sommer 2021 ist sie Teil des leitenden Teams der #BerlinAuthors und Mitherausgeberin der Anthologien.

(c) privat Petra Lohan ist 1967 geboren und in Karlsruhe aufgewachsen. Sie lebt mehrere Jahre in Stuttgart und Wien, wo sie sich ganz der Malerei widmet. Seit 1995 ist sie Wahlberlinerin. Hier gründet sie den Shiatsu-Raum »Shiatsu im Türkis«, und beginnt, zu schreiben. Heute arbeitet sie als Shiatsu-Praktikerin und Autorin von Kurzgeschichten. Sie ist Team-Mitglied der Offenen Lesebühne SoNochNie in Berlin-Pankow. Ihr Text »Das pinkfarbene Mädchen« erschien 2021 in der #BerlinAuthors Anthologie Großstadtgeheimnisse – Funkentanz am Dämmergrund.
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
