Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Mo.
    13
    Okt.
    2025

    „Ich war Eva Diamant“: Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Thomas Mann House, L.A. (Programmdirektion: Benno Herz)

    19:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt 7/5 €

    Buchpräsentation und Gespräch mit Stephanie Lunkewitz und Benno Herz

    (c) Ariella Verlag

    Eva Diamant ist zwölf Jahre alt, als die Sowjetarmee sie im Januar 1945  in  Auschwitz befreit.  Zusammen mit der Illustratorin Stephanie Lunkewitz und  begleitet von ausdruckstarken Bildern erzählt sie in diesem Buch ihre bewegende Überlebensgeschichte. Es ist die Geschichte einer behüteten  Kindheit in einer bürgerlich-jüdischen Familie in  Budapest, von ersten  Ausgrenzungen in der Schulzeit, ihrer Flucht aus Ungarn, dem Verlust von Vater, Mutter und Bruder und schließlich der Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz. Es ist aber auch eine Geschichte der Liebe, der Freundschaft und des Beistands.

    Stephanie Lunkewitz (Autorin, Illustratorin des Buches, Board Director des Wende-Museums, Los Angeles) stellt im Dialog mit Benno Herz (Programmdirektor des Thomas Mann Hauses, Los Angeles) das Buch vor.

    Diese Veranstaltung wird von der Villa Aurora & Thomas Mann House  e.V.  Los Angeles & Berlin unterstützt.
    Gesamtorganisation: Barbara Stang, PR

    „Ein wichtiges Zeitzeugnis, in eindrücklichen Bildern und Texten. Ein ergreifendes und erschütterndes Buch.“
    (Barbara Yellin, Illustratorin, Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und  Jugendbücher 2024)

    (c) privat

    In  Zusammenarbeit mit der Holocaust-Überlebenden Eva  Szepesi, geborene Diamant, wurde  dieses Buch gemeinsam mit Autorin und Illustratorin Stephanie Lunkewitz konzipiert und realisiert. Die neo-realistischen Bilder von Lunkewitz führen an  dieses schwierige Thema heran: ein Buch für junge Leser und Leserinnen ab 12 bis ins hohe Alter. Die Illustratorin wurde in Deutschland geboren, erhielt ihr Diplom für Design von der Universität Burg  Giebichenstein. Danach studierte sie  Kunstgeschichte an der J.W. Goethe Universität sowie Picture Book Writing und Business an der University of California, Los Angeles und lebt heute mit ihrem Ehemann und den  drei Kindern in Los Angeles, USA.

    Als am 7. Januar 2025 das große Feuer in der Region ausbrach, brannte ihr Haus bis auf die Grundmauern nieder. Die Familie kann sich in Sicherheit bringen, kaum etwas von den vielen Büchern und Typoskripten bleibt, aber die Original-Illustrationen zu "Ich war Eva Diamant" können vor den Flammen von Stephanie Lunkewitz'  Ehemann Bernd F. Lunkewitz, dem ehemaligen Aufbau-Verleger, noch in Sicherheit gebracht werden, während die Familie sonst ihr Hab und Gut, ihre Büchersammlung aus signierten Exemplaren  und kostbaren Erstausgaben verliert….

     


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • Di.
    19
    Sep.
    2023

    AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur

    19:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei

    Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

    (c) Kollektive Intelligenz

    Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.

    Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.

    Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.

    Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.