Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Di.02Sep.202520:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei
Gespinste, Gespinste! textOUR – Kollektivität und Care, ein poetischer Polylog
Lesung und Gespräch

(c) textOUR Nach der Sommerpause geht die Lesereihe textOUR zu kollektiven Schreib- und Fürsorgepraktiken weiter mit "Gespinste, Gespinste!" einer Veranstaltung über kollaboratives Schreiben mit menschlichen und nichtmenschlichen Akteur:innen, „Ökopoetik“ und multimedialen Formaten.
Zu Gast sind Ursula Seeger und Johann Reißer, die gemeinsam das Buch "geHÄUSe- Zwölf Schleifen zwischen Zellen und Clouds" veröffentlicht haben. Das ad hoc Kollektiv ist dieses Mal vertreten durch Hannah Schraven und Momo Bera. Die vier Autor:innen lesen/ zeigen bisherige Arbeiten und treten außerdem in Resonanz miteinander und mit dem von Lesung zu Lesung online wachsenden Gedichtgewebe (zu finden unter www.ourtextour.de).
Den Abend moderiert das ad hoc Mitglied Julia Dorsch.
Das Projekt wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

(c) Ursula Seeger Ursula Seeger, geboren 1984 in Braunschweig, ist Autorin, Künstlerin und Kunstvermittlerin und lebt in Berlin. Sie beschäftigt sich literarisch und künstlerisch mit dem Verhältnis von Menschen und mehr-als-menschlichen Lebewesen und ihren Welten. Arbeiten präsentierte sie u. a. in multimedialen Lesungen, Ausstellungen, Magazinen und Anthologien, so etwa im Jahrbuch der Lyrik 2024. 2021 gewann sie den 1. Preis des Scivias-Literaturwettbewerbs. Im September 2024 veröffentlichte sie mit Johann Reißer den lyrisch-grafischen Band "geHÄUSe – Zwölf Schleifen zwischen Zellen und Clouds". Sie ist Mitglied der Autor*innengruppe dns [die_natur.schreibt].
www.farblichtklavier.de/wordpress
Instagram @ursula.seeger
(c) Johann Reißer Johann Reißer, geboren 1979 in Regensburg, promovierte zu Archäologie und Sampling in der Lyrik. Er veröffentlicht Lyrik, Prosa und intermediale Arbeiten und inszeniert eigene Stücke, zuletzt "WÜSTE-REGEN-FLUTEN". Zudem unterrichtet er Kreatives Schreiben und Philosophie. Er erhielt diverse Auszeichnungen, so das Arbeitsstipendium des Berliner Senats für den Roman "Pulver" und den Jurypreis beim 100 Grad Theaterfestival, er war Stadtschreiber in Rottweil und Regensburg und Stipendiat in Pfaffenhofen a. d. Ilm, Esslingen sowie im Döblin-Haus. Im September 2024 erschien der mit Ursula Seeger erstellte lyrisch-grafische Band "geHÄUSe – Zwölf Schleifen zwischen Zellen und Clouds". Er lebt in Berlin.
www.johannreisser.com
Instagram @johannreisser
(c) Michael O'Ryan Momo Bera (*1994) ist eine multimedial arbeitende Künstlerin und Lyrikerin aus Berlin. Sie studiert Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin in der Klasse Favre. Sie ist zudem Teil des ad hoc Lyrikkollektivs. Momentan interessiert sie sich dafür, das Format der performativen Lesung für sich weiter zu erschließen und beschäftigt sich mit der Aufarbeitung von transnationaler Adoptionsgeschichte aus postkolonialer Perspektive.
Momo versteht ihr Schreiben im Sinne von Hélène Cixous als emanzipatorischen Akt.https://www.instagram.com/momobera_/

(c) Hannah Schraven hannah schraven, lyriker:in und autor:in. erprobt poetische formate, die sich an der schnittstelle von text, bild und performance bewegen. war mit arbeiten u. a. auf dem ZEBRA poetry film festival, dem berliner poesiefestival und der ausstellung art.poetry.space des ursula blickle lab in karlsruhe vertreten. mitglied des berliner lyrikkollektives ad hoc. 2024 erschien hannah schravens debütband "außerhalb der blessuren" bei matthes&seitz/rohstoff.

(c) Dirk Skiba Julia Dorsch (*1994) wuchs in der italienischen Schweiz auf und lebt heute als Dichter:in und Literaturvermittler:in in Berlin. Sie studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und Soziale Arbeit mit Fokus Soziale Kulturarbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Seit 2019 ist sie Mitglied des Lyrikkollektivs das ad hoc. Ihre Gedichte erschienen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. „Alpen“ in der Literaturzeitschrift Bella Triste Nr. 61 und „no firn, no fun“ im Jahrbuch der Lyrik 2022. Zuletzt erschien ihr Langgedicht „Glazia/MMORPG“ in der Literaturzeitschrift Schliff Nr. 16 – Gletscherbersten (Edition Text+Kritik) und in der Lagebesprechung von Dagmara Kraus der Zeitschrift Ostragehege 113. 2024 war Julia Dorsch Stipendiat:in der Landis & Gyr Stiftung in Zug (CH).
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
