Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
-
Di.15Juli202519:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei
Verwilderte Worte & Fußball und Popkultur
Lesung

(c) Studierendenwerk Berlin Die Teilnehmenden der Workshops "Verwilderte Worte: Schreibretreat im Blätterrauschen" und "Fußball und Popkultur - Das Runde muss ins Eckige" lesen an dem Abend aus ihren Texten.
Verwilderte Worte: Schreibretreat im Blätterrauschen: Gemeinsam haben die Teilnehmenden in den Wäldern Brandenburgs geschrieben, am See getanzt und sich von der Stille tragen lassen. Ein Sommer-Schreib-Retreat mit Schwimmen, Spüren, Schreiben, Lagerfeuerlesen und einem Hauch Wildnis.

(c) Vanessa Brunstein Vanessa Brunstein studiert Deutsch und Geschichte in Berlin und streift bei Gedanken darüber gern, wenn auch nur gelegentlich, durch den Tiergarten. Dabei notiert sie ihre Eindrücke bevorzugt in den Formaten Brief und Gedicht (welche sich wunderbar zum theatralischen Verarbeiten von ihren Gefühlen eignen).

(c) Lusy Lusy hat sich neulich vorgenommen: a) möglichst zwei Ablehnungen im Monat einzukassieren, weil das heißt, dass man es versucht hat; und b) mal eine Geschichte zu schreiben, wo nicht alle Charaktere sie sind.
Sonst malt sie manchmal auch Comics und macht irgendwas mit Computern.-
Das Runde muss ins Eckige - Fußball und Popkultur: Warum zieht es immer mehr junge Menschen in rauchige Fußballkneipen? Wie kann uns die Sprache des Sportjournalismus zu eigenen Texten anregen? An 4 Terminen haben die Teilnehmenden verschiedene Seiten des Mythos Fußballkultur ergründet - und sind dabei unter anderem schreibend zu einem Heimspiel von Hertha BSC.

(c) Helene Schlesier Helene Schlesier macht aktuell ihren Master in Gegenwartsliteratur an der FU Berlin, träumt groß und hat wenig Fußballwissen. Das hält sie nicht davon ab, darüber zu schreiben und in der U9 heimlich die Hertha Hymne zu pfeifen.

(c) Samuel Samuel, 28 Jahre alt, aufgewachsen in München, angekommen in Berlin, widerwillig Bayernfan, früher auf dem Bolzplatz war mein Spitzname entweder Kartoffel oder Bundeskanzler, immer auf der Suche, manchmal schreibend.

(c) Iva Katušin Iva Katušin (2003) ist Studentin der Germanistik und Komparatistik an der Universität Ljubljana und besucht derzeit im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms die Freie Universität Berlin. Sie arbeitet als Literatur- und Filmkritikerin und veröffentlicht regelmäßig ihre Artikel in der Zeitschrift Ekran und auf der Online-Plattform Koridor, wo sie auch Filmredakteurin ist.

(c) Katrin Katrin studiert Philosophie, schreibt abwechselnd Hausarbeiten und Kurzgeschichten, setzt der Realität Fiktion entgegen, oder fängt sie in Fiktion ein. Manchmal sitzt sie auch Bier trinkend in einer Kneipe.
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
-
Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
