Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Mi.09Juli202519:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei
Berlin Stories meets TextTransit
Lesung

(c) Berlin Stories Jacquelin Strobel liest Berlin-inspirierte Texte aus ihrer Zeit als studentische Stadtschreiberin Berlins und stellt ihr Abschlussprojekt vor. Im Anschluss übergibt sie das Amt an ihre Nachfolgerin: Ab August 2025 schreibt Alexandra Zysset studentisch geprägte Geschichten für das Programm „Berlin Stories.“ Das studentische Stadtschreiber*innenprojekt Berlin Stories ist ein deutschlandweit einzigartiges Projekt, das vom Kulturwerk Berlin des studierendenwerk BERLIN initiiert wurde.
Der zweite Teil des Abends gehört TextTransit, einem interkulturellen, mehrsprachigen Schreibprojekt. Ein Semester lang haben die studentischen Autor*innen unter der Leitung von Mariusz Hoffmann an ihren literarischen Projekten gearbeitet, die sie jetzt erstmals vorlesen. Interkulturell sind die Texte im biografischen, aber auch inhaltlichen und sprachlichen Sinn. Eine Melange, wie sie nur Berlin hinkriegt.
Berlin Stories:

(c) Jacquelin Strobel jacquelin strobel, geb. 1995, schreibt zwischen den Genres Prosa, Lyrik und Essay und studiert Angewandte Literaturwissenschaft/ Gegenwartsliteratur im Master an der Freien Universität Berlin. Veröffentlichungen in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften (zuletzt im Stadtsprachenmagazin), Teilnahme an Nachwuchs-Autor:innenprogrammen u.a. bei Lutz Seiler, Dilek Güngör und Constance Debré, Begleitung von Produktionen an Berliner Theaterhäusern sowie in der freien Szene. Aktuell arbeitet sie als student research assistant am Excellenz Cluster Temporal Communities in der Research Area 4: Literary Currencies “Obscured, Unrecognized, Forgotten. Negative Circulation in Literature“.

(c) Alexandra Zysset Alexandra Zysset wurde 1995 in Biel (CH) geboren. Sie studierte Literarisches Schreiben in Biel und Leipzig und arbeitete vier Jahre als Sekretärin in einer Anwaltskanzlei. Seit 2022 studiert sie mit Unterstützung der Studienstiftung des deutschen Volkes Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Peter-Szondi-Institut der Freien Universität Berlin. Daneben arbeitet sie als Redaktionsassistenz für die Literaturzeitschrift Edit.
TextTransit:

(c) Elena Agebo Elena Agebo, 1997 in Köln geboren, studiert Amerikanistik an der HU.
Sie schreibt über Erinnerung, Entfremdung und die leisen, aber beständigen Stimmen im eigenen Kopf.Elyse Contamin

(c) Anna Maconi Anna Frehiwot Maconi lebt in Berlin und studiert am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der HU. In ihren literarischen, akademischen und künstlerischen Texten erkundet sie Themen wie Diaspora, Erinnerung und Staatsbildung. Ihre Arbeiten wurden in Berlin, Amsterdam und an der Peking University in Beijing präsentiert. Derzeit co-leitet sie ein studentisches Forschungsprojekt zu afro-asiatischen Diasporas in Berlin und forscht parallel zur Smart-City-Entwicklung in Addis Abeba.

(c) Judith Lösch Judith Lösch wurde 1999 in Berlin geboren. Hier arbeitet, studiert und schreibt sie - am liebsten kurze, dichte Prosatexte. Momentan arbeitet sie aber auch an einem längeren Projekt.

(c) Anna Nesterova Anna Nesterova: Ursprünglich in Russland geboren, über zwei Jahrzehnte in den schönen Gefilden Amerikas (u.a. Wisconsin, Massachusetts, Louisiana, Washington D.C., Chicago) aufgewachsen, befindet sich Anna Nesterova nun in Berlin, wo sie an der Freien Universität und der Humboldt-Universität das MA Programm Global History studiert. Die moderne Welt ist von Bewegung gekennzeichnet. Aber die andere, weniger bekannte Seite dieser modernen Mobilität ist die Unbeweglichkeit. Anna nutzt das Genre der Fiktion dafür, Menschen und Räume zu verstehen, die sich nicht bewegen können oder wollen.

(c) Jonas Paetsch Jonas Paetsch, geboren und aufgewachsen an der ostdeutschen Ostsee, hat Soziolinguistik, Nord- und Lateinamerikastudien in Berlin und Porto studiert. Derzeit absolviert er den M.A. Europäische Literaturen in Berlin und Neapel.

(c) Alice Muitoevoli Rugai Alice Muitoevoli Rugai. Geboren und aufgewachsen in der Toskana. Alice hat Fremdsprachen und Literaturwissenschaft an der Universität von Pisa und im Master Theaterwissenschaft an der FU in Berlin abgeschlossen. Gerade gehört Alice zum 17. Jahrgang Szenisches Schreiben an der UdK. Theatertexte werden vom S.Fischer Theaterverlag vertreten. @muitoevoli

(c) Frieder Unselt Hallo, ich heiße Rachel Ulrich, studiere Deutsch und Philosophie Lehramt (!) und wünsche mir einfach mal richtige Sommerferien – aber ohne Eltern. Das heißt: draußen im Park sein, ab und zu kommen Freunde vorbei, und wir liegen zusammen mit einem schönen Buch in der Wiese und von irgendwo kommt das Geld in Strömen. Ich arbeite besser in Projekten mit anderen, also falls jemand Lust hat, mit mir an einem längeren literarischen Projekt zum Thema Freundschaft, Sex, Väter und Klassenkampf zu arbeiten (bin aber auch offen für andere Themen), kann sich gern bei mir melden. Announcement beendet.
Yeliz Ece Evgen
Hannes Zawodnik

(c) Xiaohan Zhou Xiaohan Zhou: „Musik und Worte sind ihre Flügel – sie tragen sie durch die Welten ihrer Kreativität. Mit einem Babelturm im Kopf malt sie ihr Lebensgemälde, das sich zwischen Fußball und Ballett spannt, zwischen Russland und dem Baskenland. Wie eine Antenne empfängt und vergrößert sie alles – in einer poetischen Sprache, die ihr Schreiben prägt – bis sie sich in ihrer eigenen Gefühlswelt verliert und neue Welten erschafft.“
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
