Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Di.27Mai202519:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei
Stammtisch TechMündigkeit für Wortmenschen
Schwerpunkt: KI-Regulierung und „Creators for Europe United“. Mit Katharina Uppenbrink (Geschäftsführerin, Initiative Urheberrecht)

(c) Lettrétage Regelmäßig laden wir ein zum kollegialen Austausch über technologische Herausforderungen in den Wortberufen – beim Glas Wein oder Bier von der Lettrétage-Bar.
Angesichts technologischer Entwicklungen, die unsere Sprache, Kommunikation und Gesellschaft rasant umgestalten könnten, wollen wir die kritische Diskussion und die „digitale Selbstbestimmung“ fördern. Der Stammtisch ist für alle Menschen offen, die Spracharbeit leisten, ob schreibend, übersetzend, lektorierend, verlegend, etc.
Am 27. Mai stellt Katharina Uppenbrink die neue Initiative „Creators for Europe United“ vor. Dieser Zusammenschluss von zahlreichen Verbänden der Kultur- und Kreativbranchen fordert eine starke Regulierung von generativer KI und wendet sich mit einem Offenen Brief an die EU-Kommission. Jede*r Einzelne ist eingeladen, diesen Brief zu unterzeichnen und teilen!
Auch wird Katharina über die Arbeit der Initiative Urheberrecht berichten, die mit wichtigen Studien, Statements, interdisziplinären Konferenzen und Netzwerk- und Lobbyarbeit einen unersetzlichen Beitrag für die Rechte der Kreativen in Zeiten generativer KI leistet.
Anschließend geht es in die offene Diskussion. Wie geht es mit diesen wichtigen Initiativen weiter, wie können wir aktiv werden, uns besser vernetzen? Was ist der gegenwärtige Stand der KI-Regulierung in Europa, wie sieht es mit der Urheberrechtsproblematik aus? Und wie können wir auf aktuelle Entwicklungen in den USA reagieren? Dort ist gerade die Direktorin des Copyright Office gekündigt worden, während die Tech-Lobby freien Zugang auch zu urheberrechtlich geschützten Texten fordert … Bringt gern eure Fragen und Anregungen mit!
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
