Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
-
Do.12Juni202520:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt 10€
"Nichts wird mehr so sein wie früher. Alles braucht Mut" Ukrainische Lyrik in Zeiten des Krieges
Literarisch-musikalische Performance

© privat Die ukrainische Dichtung trifft ins Mark und lässt uns das, was sie erzählt, körperlich spüren. Ukrainische Dichter*innen sind heute allerdings nicht nur literarisch aktiv. Manche sind direkt im Frontgebiet mit Hilfsaktionen im Einsatz und riskieren dabei ihr Leben. Einige kommen nicht zurück.
Darunter auch die junge, charismatische Dichterin Victoria Amelina, deren eindrücklichsten Gedichte wir hier vorstellen. Besonderen Raum nehmen die Werke von Friedenspreisträger Serhij Zhadan ein, die seit Beginn des Krieges 2014 entstanden. Nach Beginn der vollumfänglichen Invasion zunächst verstummt, sind im November 2024 unter dem Titel „Chronik des eigenen Atems“ ganz neue Gedichte von ihm auf Deutsch erschienen. Und auch bei einer Vielzahl weiterer ukrainischer Lyriker*innen erleben wir die große Gestaltungskraft der ukrainischen Poesie.

© privat Jan Uplegger ist er als freischaffender Schauspieler, Sprecher und Theatermacher in Berlin und Leipzig aktiv. Sein Schwerpunkt liegt in der Umsetzung von zeithistorischen Stoffen für die Bühne. Daneben ist er als Sprecher für den Deutschlandfunk und in zahlreichen Hörbüchern zu hören.

© E. Groza Viktoria Leléka ist eine Komponistin, Sängerin, Gründerin der Band LELÉKA, die seit 2016 traditionelle und zeitgenössische Musik verbindet. Viktoria komponiert für verschiedene Instrumentalbesetzungen, produziert und experimentiert mit elektronischer Musik.
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
-
Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
