Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Do.05Juni202520:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt 6€/5€
Telegramm aus der Zukunft. Tilla Durieux damals und heute.
Lesung & Gespräch

Till Breitung stellt den Roman "Telegramm aus der Zukunft" vor, erschienen im Nicolai Verlag.
Ein dreistes Experiment entführt uns in das Leben der Schauspielerin Tilla Durieux und lässt uns teilhaben am Drama ihrer Ehe mit dem Kunsthändler Paul Cassirer. Ihr Kampf gegen das Diktat wilhelminischen Kunstverständnisses und eine geheimnisvolle Prophezeiung aus der Zukunft lassen das Leben der Tilla Durieux aus den Fugen geraten.

© Till Breitung, privat Till Breitung wurde 1966 in Berlin geboren, wo er heute auch wieder lebt und arbeitet. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der FU. 1994 ging er in die Vereinigten Staaten, wo er in Los Angeles im Auslandsbüro des Axel-Springer-Verlages arbeitete. Nach drei Jahren in den USA gestaltete er in Deutschland die Unternehmenskommunikation mehrerer IT-Unternehmen. 2004 gründete er eine eigene PR-Agentur. Das Schreiben von Unternehmenstexten und Fachartikeln, später das Geschichten-Erfinden für seinen Sohn, weckten in ihm den Wunsch, selber schriftstellerisch tätig zu werden. Breitungs Faszination gilt Künstler- und Künstlerinnen-Biografien der Klassischen Moderne.
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
