Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Sa.14Juni202520:00Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt frei (Spendenbasis)
Ich bin das Chamäleon
Lieder & Geschichten mit Rainer Schildberger und Ingo Bieß

© Rainer Schildberger Scheinbar eindeutig. Und dann doch wieder alles verrätselt und verschoben. In ewigen Stuhlkreisen, mit heißem Wasser aus Kanonen auf die Straße geschossen, plötzlich Krieg unterm Fenster. Oder sind es bloß deine Geister, die in dir kämpfen? Die Fabelwesen, die nächtlichen Spukgestalten und natürlich das Chamäleon, das alles sieht und wartet. Auf dich.
Und Du? Du hast leider alles vergessen, obwohl du es noch aufschreiben wolltest. Du erinnerst dich an Lieder.
Was bleibt, was kommt? fragst du. Hörst Du die Liebesschwüre aus der Marzipanmaschine? Wer nicht einkauft, kommt ins Loch, heißt es. Aber irgendjemand hat doch immer Superkräfte und greift ein. Verbrennt die Mahnbescheide. Ruft notfalls auch die Polizei.
Ich bin das Chamäleon. Nicht zu fassen.
Im aktuellen Programm des Berlin Singer-songwriter-Duos Rainer Schildberger und Ingo Bieß geht es um Tarnung und Verwandlung, Phönixgefühle und das unsichtbare, 1000 Jahre alte Kind. Die Texte sind schräg und doppelbödig, die Lieder poetisch, politisch. Persönlich. Nicht zu fassen.
Rainer Schildberger und Ingo Bieß präsentieren ausschließlich Eigenkompositionen und bislang unveröffentlichte Geschichten. Dazu Musik des Keyboarders Andreas Boehlke. Alle Stücke in unplugged-Versionen. Gitarre, Gesang, Percussion. Unter dem Bandnamen „ZANK“ produzieren die drei Rockmusik mit deutschen Texten.

© Rainer Schildberger Rainer Schildberger ist Hörfunkjournalist, Autor, Musiker.
Er schreibt Feature, Hörspiele und Bücher. Songs.
© Ingo Bieß Ingo Bieß ist Multi-Instrumentalist und Songwriter. Als Livemusiker ist er in diversen Bands und Genres unterwegs.
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
