Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.
Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.
Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.
Veranstaltungen
Termin Informationen:
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Do.15Mai2025Sa.17Mai2025Refugio, Lenaustraße 3-4,12047 Berlin-Neukölln
Neunter Branchentreff Literatur
"Meine Angst und ich: Sicherheit finden in unsicheren Zeiten"

Die Angst kriecht derzeit auf vielen Wegen in unser aller Leben. Zum Beispiel als Angst vor der Weltlage, Angst vor der Wirtschaftskrise, Angst vor Förderkürzungen oder auch Angst vor technologischen Disruptionen, die viele Literat*innen existenziell bedrohen. Angst ist ein Gefühl und als solches per se erst einmal weder gut noch schlecht. Aber unsere Angst will mit uns sprechen, und derzeit hat sie offenbar viel zu sagen.
Wir widmen unseren nächsten Branchentreff Literatur dem Thema Angst. Natürlich wollen und werden wir nicht alle Ängste beseitigen, noch (voraussichtlich) alle Probleme aus der Welt schaffen. Auch haben wir kein Geheimrezept, wie man mit der Konkurrenz durch KI oder dem Ausbleiben von Fördermitteln gut klarkommen kann, indem man sich nur etwas anstrengt und beruflich auf dem Laufenden bleibt. Vielmehr wollen wir gemeinsam Wege suchen, uns der Angst produktiv zu stellen, diese nicht Überhand nehmen zu lassen und uns gemeinsam und einander unterstützend Wege aus der Krise bahnen. Aufgeben ist keine Option!
An insgesamt drei Tagen wird es ein vielfältiges Angebot an Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden auf Deutsch und Englisch geben. Das vollständige Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier:
Der Branchentreff Literatur versammelt seit 2016 einmal jährlich die Soloselbstständigen der Literaturbranche, um aktuelle Themen der Literaturszene und politische Entwicklungen zu diskutieren. Im Blickpunkt der Arbeitsgruppen, Panels, Vorträge und Workshops der vergangenen Branchentreffs standen u. a. alternative Formen der Arbeitsorganisation, Kooperation und Genossenschaftsmodelle sowie die Sichtbarkeit von Literatur. 2023 fand erstmals ein Barcamp auf dem Branchentreff statt, das seitdem als wichtiger Bestandteil des Programms weitergeführt wurde. Der Branchentreff Literatur richtet sich an freie Autor*innen, Übersetzer*innen, Lektor*innen, Literaturveranstalter*innen und Literaturvermittler*innen. Der Branchentreff Literatur findet im Rahmen des Projekts schreiben&lebenPLUS des Literaturhauses Lettrétage e. V. statt und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Workshops & Infoabende
Termin Informationen:
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Di.19Sep.202319:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei
AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur
Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

(c) Kollektive Intelligenz Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.
Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.
Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.
Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.
