Programmarchiv

Seit 2006 finden in der Lettrétage ca. 120 öffentliche Literaturveranstaltungen jährlich statt – Lesungen, Workshops, Diskussionsrunden, literarische Performances und Formate dazwischen. Bekannte und unbekannte Autor*innen und Künstler*innen verschiedener Sprachen und Nationalitäten sind hier schon aufgetreten.

Seit 2013 liegt der Programmfokus u.a. auf neuen Wegen der literarischen Präsentation und Live-Produktion: Dazu zählen u.a. die internationalen bzw. transnationalen Literaturfestivals „Soundout!“, „¿Comment!“, „Berlinisi“ und „Syn_Energy“, aber auch das viel beachtete Netzwerkprojekt „CROWD“ und multimediale Projekte wie die Reihe „CON_TEXT“ oder das „Poetry Audio Lab“. Eine vollständige Liste der Lettrétage-Projekte finden Sie hier.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins stellt die Lettrétage außerdem ihre Räume für Literaturveranstaltungen aller Art zur Verfügung. Zahlreiche freie Veranstalter*innen nutzen unsere Infrastruktur regelmäßig – für Literatur-Workshops, Lesereihen in verschiedenen Sprachen und Buchpräsentationen. Mehr zu den Möglichkeiten der kostenlosen Raumnutzung erfahren Sie hier.

Auf dieser Seite präsentieren wir einen nicht vollständigen Einblick in unser vergangenes Programm.


Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Mi.
    06
    Sep.
    2023

    Verbucht – Newton 3

    19:30Eintritt: 5,-

    Lesung und Gespräch mit Johannes Balve und Ingolf Brökel

    (c) Ulrike Ertel

    Die Autoren Ingolf Brökel und Johannes Balve tauschen die Rollen: Brökel liest Balves und Balve liest Brökels neuesten Gedichtband.  Lyrik schreiben bedeutet für sie: experimentieren ebenso wie Lyrik (vor)lesen. Die Versuchsanordnung des Rollentauschs schafft die Distanz, die vielleicht nötig ist, um den Gedichten von Ingolf Brökel und Johannes Balve noch andere Facetten abzugewinnen. Ein Gedicht, ist es erst einmal von der Leine gelassen, entwickelt bestenfalls sowieso ein Eigenleben in den Köpfen der Zuhörer. Wechselndes Vorlesen und musikalische Intermezzi sollen dann nach Newton auch dem Energieverlust vorbeugen.

    Johannes Balves AUSFLÜGE versammelt Gedichte, die auf kleine und große Reisen einladen. Es sind Ausflüge in erlebte oder erlesene Lebenszeiten, die doch immer in der Gegenwart landen.

    Über seinen Band EXISTENZMINIMUM sagt Ingolf Brökel: „Was ich bringe? Ich bringe Gedichte aufs Existenzminimum.“

    Rainer Frey begleitet den Abend mit seiner Gitarre.

    (c) Gerhard Almstedt

    Johannes Balve wurde in Düsseldorf geboren, studierte Germanistik und Philosophie, arbeitete nach seiner Promotion als Literaturwissenschaftler und Bildungsforscher an Hochschulen und Organisationen überwiegend im Ausland. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland ist er als freier Schriftsteller auf literarischen Reisen. Er verfasste einen Japan-Roman, einen Lyrik-Band, schreibt Essays, Erzählungen und Kindergeschichten. Er lebt in Berlin und Bonn.

    (c) Ulrike Ertel

    Ingolf Brökel wurde in Sauo bei Senftenberg geboren, studierte Physik, arbeitete danach vornehmlich in Forschungseinrichtungen und lehrte von 1990 bis 2018 an einer Berliner Hochschule Physik. Zahlreiche Buch- und Hörbuchveröffentlichungen (Lyrik, Essays, Kurzprosa, Übertragungen) und Szenische Lesungen, Zuletzt erschienen: ANNA UND HANNAH, EROTISCHES SCHULHEFT (2023), Moloko Print.

     

    Der Fahrstuhl im Gebäude ist momentan nicht funktionsfähig. Wir entschuldigen uns für dieses Problem, da der Zugang somit nur eingeschränkt möglich ist.

     


Workshops & Infoabende

Termin Informationen:

  • Di.
    19
    Sep.
    2023

    AI Talks: Cybersetzen und Maschinenliteratur

    19:30Lettrétage in der Veteranenstraße 21, Eintritt: frei

    Gespräch mit Josefine Haubold, Andreas G. Förster, Heide Franck und Martina Wildner

    (c) Kollektive Intelligenz

    Bestseller-Analyse, automatisierte Logistik und maschinelles Übersetzen – in der Buchbranche soll es viele Optionen für KI geben. Mit dem KI-Hype des Jahres 2023 ist die Zeit endgültig reif für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maschinenübersetzung.

    Im Projekt Kollektive Intelligenz – Übersetzungsmaschinen und Literatur haben 14 professionelle Literaturübersetzer*innen getestet, wie sie mit DeepL arbeiten könnten und zu welchem Ergebnis sie das führt.

    Eins ist klar: Es geht nicht ohne "machine translation literacy", also Kompetenz im Umgang mit maschineller Übersetzung. Dazu gehören nicht nur das Wissen um die technische Funktionsweise von neuronalen Übersetzungsmaschinen und die typischen Herausforderungen des sogenannten Post-Editing-Prozesses, sondern auch ein Überblick über die rechtliche Situation, die sich aus der Verwendung von generativen Sprach-KI ergibt.

    Im Gespräch mit Josefine Haubold (Literaturübersetzerin) stellen Andreas G. Förster und Heide Franck (Leitungsteam »Kollektive Intelligenz«) die Projektergebnisse vor. Martina Wildner (Kinder- und Jugendbuchautorin sowie Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin) gibt eine Einschätzung des aktuellen Buchmarkts in Hinblick auf generative KI aus Perspektive der Autor:innen.