Programm

  • Sa
    16
    Jan
    2021
    Sa
    30
    Jan
    2021
    11 - 15 UhrOnline-Workshop

    Workshop mit Alexandra Lüthen im Rahmen des Lesefestivals "Sag, Auguste"

    ANMELDUNG: Bitte mit einer Mail an: sag.auguste@lettretage.de

    Zum Einstieg in die Nutzung der Leichten und Einfachen Sprache. Für alle, die ihre Kommunikation klarer und inklusiver gestalten möchten.
    Das ist beispielsweise wichtig für soziokulturelle Einrichtungen, die bestimmte Zielgruppen (Menschen mit geringen Deutschkenntnissen, Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Menschen mit wenig Lesefertigkeiten) auch schriftlich erreichen wollen. Auch Mitarbeiter*innen öffentlicher Einrichtungen mit Klient*innenkontakt profitieren von einer Fortbildung in Leichter und Einfacher Sprache.

    Der Workshop wird geleitet von Alexandra Lüthen und findet online über ZOOM statt.

    © Dietmar Bürer

    Alexandra Lüthen wurde 1977 in Westfalen geboren und lebt heute als Schriftstellerin in Berlin. Ihre Kurzgeschichten wurden mehrfach ausgezeichnet und in verschiedenen Wettbewerbsanthologien (u.a. zum Menantes-Preis 2015, Bonner Literaturpreis 2016, Kunst der Einfachheit 2015, Heimliches Auge 2016) veröffentlicht. Alexandra Lüthens Erzählungen zeichnen sich durch die zumeist enge personale Erzählperspektive aus bei dichter Bild- und Symbolsprache. Ein besonderes Genre der Autorin ist Literatur in "Einfacher Sprache". Ihr Anliegen ist es dabei, den strengen Regelkanon der Einfachen Sprache als Freiraum zu nutzen.

    Der Workshop findet an zwei Samstagen statt.
    16.01.21  11:00 - 15:00 Uhr
    30.01.21 11:00 - 15:00 Uhr

  • Fr
    29
    Jan
    2021
    20:00Eintritt frei

    Online-Lesung und Gespräch mit Ulrike Almut Sandig im Rahmen des Lesefestivals "Sag, Auguste"

    Sag, Auguste! lädt zu einem Zoom-Meeting ein.

    Hier kommen Sie zur Lesung.

    Ruth spielt Geige und hat Angst vor Vampiren. Sie wächst in einem Pfarrhaus in der ostdeutschen Pampa auf. Aber Gott ist kein Parteisekretär, um dessen Schutz man buhlen könnte. Ihr bester Freund Viktor hat einen Mondglobus und Falten im Gesicht. Er fürchtet sich nur vor seinem Scheißschwager. Aber dann findet er diesen Schalter in seinem Kopf, um rein gar nichts zu empfinden. Und wird selbst zum Fürchten.[read more…]

  • Fr
    05
    Feb
    2021
    20:00Online-Event (Eintritt frei)

    Buchvorstellung und Lesung mit Michael-André Werner


    © Michael-André Werner

    Michael-André Werner liest aus seinem Roman »Das Fallen«: Auf dem Weg zum Bus tut sich unter Antonia die Straße auf und sie fällt. Doch statt auf dem Boden des Lochs aufzukommen, fällt sie immer tiefer und tiefer. Bald schon ist sie sich nicht mehr sicher, ob das Geschehen real ist oder nur in ihrer Einbildung existiert.[read more…]

  • Do
    11
    Feb
    2021
    20:00Online-Event (Eintritt frei)

    Buchvorstellung und Lesung mit Michael Wildenhain

    Martin Gödeler, Doktor der Mathematik, Nachhilfelehrer aus Stuttgart, wird verdächtigt, für das Verschwinden seiner Urlaubsbegleitung Susanne Melforsch verantwortlich zu sein. Ein junger Staatsanwalt möchte den Mathematiker unbedingt des Mordes überführen. Doch es kommt anders. Dr. Gödeler ist über die Maßen auskunftsfreudig. Was der Staatsanwalt zu hören bekommt, ist nicht weniger als die Lebensgeschichte des Verdächtigen. [read more…]

  • Do
    18
    Feb
    2021
    20:00Online-Event (Eintritt frei)

    Online-Lesung und Diskussion mit Rainer Zimmer-Winkel und Mati Shemoelof

    Der AphorismA Verlag feiert die Veröffentlichung der neuesten Publikation aus der Reihe der "Kleinen Texte" - "Bleiben oder widerstehen: Wem gehört die deutsche Kultur und andere Texte und Gedichte" mit einer Lesung und Diskussion zwischen Rainer Zimmer Winkel, Verleger des AphorismA Verlags und dem Dichter und Autor Mati Shemoelof. Die Lesung findet sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch statt.

    [read more…]

  • Mi
    10
    Mrz
    2021
    11:00Kostenfrei

    Browsergame-Launch im Rahmen des Lesefestivals "Sag, Auguste - Lesen und lesen lassen im KIez" mit Julia Nakotte

    #okZoomer - der März steht im Zeichen literarischer Break Out Sessions. Text und Stadt kommen in digitalen Räumen zusammen.

    In Julia Nakottes interaktivem Browsergame fliegen Sie über die Dächer Reinickendorfs, hören dem fernen Straßenlärm zu und sammeln Textfragmente ein, die sich immer wieder neu zu einem Gedicht zusammenfügen: ein vollkommen digitaler Literatur-Kiezwalk aus der Vogelperspektive, der zum Experimentieren und Entdecken einlädt.[read more…]

  • Fr
    28
    Mai
    2021
    19:00Online-Event (Eintritt frei)

    Digitale Mini-Salonage mit Isobel Markus, Kathrin Bach, Gregory Jackson und Isabel Bogdan

    Copyright: Isabel Bogdan

    Die Salonabende von Isobel Markus legen sich nicht fest. Sie verschreiben sich nicht nur einer Kunstform, sondern verbinden verschiedene Künste und Formen des künstlerischen Ausdrucks in der Idee, Kunst in ihren verschiedenen Richtungen vorzustellen und trotzdem als Ganzes begreifbar zu machen.

    Die Berliner Salonage bietet Künstler*innen aus allen Bereichen eine gemeinsame Bühne, um Neues oder Bewährtes vorzustellen und regen im Anschluss zu einem Austausch an, wie es in den literarischen Salons in Berlin üblich war.

    Nun geht die Berliner Salonage pandemiebedingt neue Wege und präsentiert digital 3 Künstler*innen aus der Lyrik, Prosa und Musik.

    Kathrin Bach präsentiert neue Gedichte und Collagen, Gregory Jackson  spielt Gitarrenloops mit Soundcollagen und sozialwissenschaftlichen Texten und Isabel Bogdan liest aus ihrem aktuellen Roman „Laufen“ und bietet einen Ausblick auf ihren neuesten Roman „Mein Helgoland“, der Ende Juli bei mare erscheint.

    Hier ist der Zoom-Link zum Livestream

    [read more…]

  • Fr
    18
    Jun
    2021
    So
    20
    Jun
    2021
    Online (Eintritt frei nach Anmeldung)

    Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden in digitaler Form

    Der Branchentreff Literatur versammelt seit 2016 einmal jährlich die Soloselbstständigen der Literaturbranche, um aktuelle Themen der Literaturszene und politische Entwicklungen zu diskutieren. Im Blickpunkt der Arbeitsgruppen, Panels, Vorträge und Workshops der vergangenen Branchentreffs standen u. a. alternative Formen der Arbeitsorganisation, Kooperation und Genossenschaftsmodelle sowie die Sichtbarkeit von Literatur. [read more…]

  • Do
    24
    Jun
    2021
    So
    27
    Jun
    2021
    Online-Veranstaltung (Eintritt frei)

    Georgiens erste Republik 1918-1921: Geschichte.Literatur.Kunst.

    Das Festival ist drei Jubiläen gewidmet: der ersten demokratischen Republik Georgiens von 1918-21, dem 100. Jahrestag der sowjetischen Besatzung und dem 30. Jahrestag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit 1991. Schwerpunkt des Festivals sind langjährige kulturelle, literarische und politische deutsch-georgische Verhältnisse.
    Im Rahmen des Programms führen georgische und deutsche Autor*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen Gespräche über die politische und kulturelle Geschichte der Demokratischen Republik Georgiens und ihre heutige Bedeutung. Unter anderem geht es um die Rolle Georgiens im weltpolitischen Kontext, das Erbe von Stalins Säuberungen und der Sowjetzeit im Ganzen, sowie den kulturellen Aufschwung, den Georgien in den letzten 30 Jahren erlebt hat.
    Auch werden im Laufe des Festivals die Wahrnehmung und Rolle der Frau seit der Ersten Republik Georgiens, Georgische Literatur zwischen Selbstbehauptung und Übermacht vor dem Hintergrund der sowjetischen Zensur und die Georgische Avantgarde Thema sein.

    Stream: Alle Veranstaltungen werden auf der Facebookseite des Literaturhauses Lettrétage  gestreamt.
    Konzept und Idee: Maiko Danelia und Nino Nadibaidze
    Künstlerische Beratung: Zaal Andronikaschwili und Lascha Bakradse
    Unterstützer: Konrad-Adenauer-Stiftung Georgien, Goethe Institut Georgien, Botschaft von Georgien in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurter Buchmesse, Literaturmuseum Georgien, Nationalmuseum Georgien.

    24. JUNI 2021 – DONNERSTAG
    17:00 – Eröffnung des Festivals 

    17:05 – Demokratische Republik Georgiens – Die Wiederentdeckung
    Teilnehmer*innen: Zaal Andronikashvili, Lascha Bakradse
    Die Demokratische Republik Georgiens (1918-1921) war einer der ersten sozialdemokratisch regierten Staaten der Welt. 1921 wurde die junge Republik von Sowjetrussland erobert und zwangssowjetisiert. Begründet wurde die Republik dank der Unterstützung des deutschen Kaiserreiches: kurz vor ihrem Untergang pries sie der Sozialdemokrat Karl Kautsky als demokratisch-sozialistische Alternative zur Diktatur des Proletariats in Sowjetrussland. Heute wird die Erbschaft der ersten Republik wiederentdeckt. Der Historiker Lasha Bakradze und der Literaturwissenschaftler Zaal Andronikashvili sprechen über die politische und kulturelle Geschichte der Demokratischen Republik Georgiens und ihre heutige Bedeutung.

    17:40 – Zwischen Tbilisi und Santa Esperanza
    Teilnehmer*innen: Aka Morchiladze
    Moderation: Stefan Weidle
    Wie war das im Mai 1918, als Georgien seine Unabhängigkeit erklärte? Die Blütezeit nach der Unabhängigkeitserklärung dauerte nur drei Jahre, 1921 fiel das Land unter russische Besetzung, der vom Volk (übrigens auch von Frauen) gewählte Premierminister Noe Schordania ging ins Exil. Diese Zeit wurde zum nationalen Mythos und drang auch ins erzählerische Werk von Aka Morchiladze ein. Ist sie in Santa Esperanza zu spüren, jenem fiktiven Inselkomplex, der sein Werk durchzieht?
    Aka Morchiladze, der zu den berühmtesten Autoren zeitgenössischer georgischer Literatur gehört, spricht mit seinem deutschen Verleger Stefan Weidle.

    18:20 – Wie sich ein Jahrhundert georgischer Geschichte in einer Familie spiegelt: Ein Gespräch mit Nino Haratischwilis über ihren großen Roman “Das achte Leben (für Brilka)”
    Teilnehmer*innen: Nino Haratischwili
    Moderation: Tilman Spreckelsen
    Nino Haratischwili ist die bekannteste georgische Autorin in Deutschland. Mit Büchern wie „Mein sanfter Zwilling“, „Die Katze und der General“ und vor allem „Das achte Leben (für Brilka)“, sowie als Dramatikerin, ist die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin gleichermaßen beim Publikum und der Literaturkritik erfolgreich. Welches Bild Georgiens entwirft sie, welche Geschichtsauffassung liegt ihrem monumentalen Roman „Das achte Leben“ zugrunde? Und welche Erfahrungen hat sie als Vermittlerin zwischen den beiden Kulturen, in denen sie lebt und schreibt, gemacht? Darüber spricht sie mit dem deutschen Literaturkritiker Tilman Spreckelsen. Die Panel-Diskussion wird unterstützt vom Regionalprogramm Politischer Dialog Südkaukasus der Konrad-Adenauer-Stiftung.

    19:00 – Giorgi Kiknadze Trio – Georgian and German Songbook
    Mit seinen Mitmusikern Lukas Klapp und Konrad Ullrich pflegt Giorgi Kiknadze seit mittlerweile über 15 Jahren eine sehr enge Beziehung, sowohl menschlich als auch musikalisch. Seit gemeinsamen Studientagen an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater spielten sie in unzähligen Formationen zusammen.
    Sie gastierten sogar zusammen in Georgien, spielten Konzerte in Kutaissi, Telavi und Tbilissi. So war es für Giorgi naheliegend, auch für diesen besonderen Anlass diese beiden Musiker auszuwählen. Es werden georgische und deutsche Lieder zu hören sein, volkstümlich, sakral, aber auch eigene Kompositionen oder Arrangements.

    25. JUNI – FREITAG
    17:00 – Georgischer Schauspieler in Deutschland
    Teilnehmer*innen: Merab Ninidze
    Moderation: Lasha Bakradze
    Merab Ninidze ist ein georgischer Schauspieler. Seine Schauspielkarriere begann 1984 mit dem georgischen Spielfilm “Die Reue”. 1993 drehte er mit “Halbe Welt“ seinen ersten Film in Österreich. Große Bekanntheit erlangte er 2001 mit seiner Hauptrolle als Walter Redlich in dem Film „Nirgendwo in Afrika“. 1994 zog er nach Österreich und lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Seit Anfang der 2000er Jahre ist er regelmäßig in deutschen Fernsehfilmen und -serien zu sehen.
    Merab Ninidze spricht mit Lascha Bakradze über seine Filmkarriere, zukünftige Pläne und über den georgischen Film. Lasha Bakradze ist Historiker und Leiter des Literaturmuseums Georgien. Er ist bekannt für Filme wie „Schussangst“, „Lost Killers“ und „Spuren der Rache“.

    17:55 – Sozialismus auf Georgisch zwischen Literatur und Politik
    Teilnehmer*innen: Giorgi Maisuradze, Luka Nakhutsrischwili
    Moderation: Zaal Andronikashvili
    Nach dem Gastlandauftritt Georgiens auf der Frankfurter Buchmesse 2018 werden immer mehr georgische Autor*innen dem deutschen Lesepublikum zugänglich. Egnate Ninoschwili (1859-1894), dessen Erzählungen vor wenigen Tagenbeim Pop-Verlag erschienen, ist einer der wichtigsten Autoren der georgischen Literatur. Zugleich ist er Begründer des georgischen Sozialismus. Am Beispiel seiner literarischen Werke spricht Zaal Andronikashvili mit dem Literaturwissenschaftler Luka Nakhutsrishvili und dem Philosophen Giorgi Maisuradze über die linke Kunst und Politik um 1900, die später zur Gründung der Demokratischen Republik Georgiens (1918-1921), einer der ersten sozialdemokratischen Staaten der Welt, geführt hat.

    18:55 – Sheroes!
    Teilnehmer*innen: Salome Benidze
    Moderation: Doris Akrap
    Sie kämpfen, arbeiten, leben und leiden im Schatten der Männer: die Frauen aus dem Kaukasus, die während des Krieges 2008 von der russischen Armee vertrieben wurden. Die Autorin Salome Benidze hat zusammen mit der Fotografin Dina Oganova diese Frauen, diese „Sheroes”, aufgesucht. Daraus ist ein Buch entstanden, das Frauen aus verschiedenen Generationen und Klassen in Wort und Bild porträtiert (deutscher Titel: “Nicht mal die Vögel fliegen mehr dort”, Aviva Verlag). Was haben diese Frauen zu erzählen? Wie hat sich ihr Leben seit dem Krieg verändert? Wie hat sich ganz grundsätzlich die Wahrnehmung und die Rolle der Frau seit der Ersten Republik Georgiens vor 100 Jahren geändert? Buchvorstellung und Gespräch mit der Autorin Salome Benidze, moderiert von Doris Akrap, Journalistin (taz).

    19:55 – Die verlorene Mitte der Welt – Georgien 
    Teilnehmer*innen: Stephan Wackwitz
    Moderation: Zaal Andronikashvili
    Stephan Wackwitz, deutscher Schriftsteller und Essayist, ist viel in der Welt gereist: er lebte in Tokyo und New York, Kraków und Neu-Delhi. Mehrere Jahre lang leitete er das Goethe Institut Georgien. Wie über Tokio und Osteuropa hielt er seine Gedanken und Eindrücke über den südlichen Kaukasus im Buch Die Verlorene Mitte der Welt fest.  Mit Zaal Andronikashvili spricht Stephan Wackwitz über sein Buch, blickt auf sein Leben in Georgien und Belarus zurück und reflektiert über das Verhältnis von Deutschland mit seinen östlichen Nachbarn.

    20:40 – Georgische Literatur vor dem Hintergrund der sowjetischen Zensur
    Teilnehmer*innen: Alexander Kartozia
    Moderation: Ralph Schock
    Im Laufe des Bestehens der Sowjetunion brachte jede Veränderung der staatlichen Kulturpolitik nicht nur neue Vorgaben und Beschränkungen, sondern auch neue Strategien zur Überwindung bzw. Überlistung der Zensur mit sich. Äsopische Sprache allein, das Haupterkennungsmerkmal eines sich unter Zensur vollziehenden Schaffensprozesses, war oft keine ausreichende „Versicherung“ für Texte, die „aus der Reihe tanzten“. Um ihnen das Erscheinen und Fortbestehen im öffentlichen (offiziellen) Raum zu ermöglichen, wurde die Veröffentlichung und Übersetzung einiger hochwertiger literarischer Werke von außerordentlichen “Maßnahmen“ begleitet. Im Gespräch mit Aliko Kartosia und Ralph Schock werden Episoden aus dem literarischen Leben Georgiens thematisiert, die sich in unterschiedlichen Zeitabschnitten des Bestehens der Sowjetunion abgespielt haben und sich fast wie Krimigeschichten erzählen lassen. Dabei kommt die Unberechenbarkeit der (sowjetischen) Zensur zum Vorschein.

    26. JUNI – SAMSTAG
    17:00 – Große “kleine” Literatur zwischen Selbstbehauptung und Übermacht
    Teilnehmer*innen: Kristiane Lichtenfeld
    Moderation: Tilman Spreckelsen
    Tilman Spreckelsen spricht mit der Übersetzerin Kristiane Lichtenfeld über ihr Buch zu 150 Jahren georgischer Klassik („Georgien zu Wort kommen lassen“, NORA Verlag, Berlin 2020).
    Georgische Klassik ist Weltliteratur. Die vorgestellten zehn Bücher von acht Autoren eint soziales und nationales Engagement bei großer literarischer Vielfalt. Jahrhundertelang hat Georgien trotz manch fremder Einflüsse kulturelle Eigenständigkeit zu wahren gewusst – Befruchtung ja, Vereinnahmung nein. Das gilt von Ilia Tschawtschawadse im 19. Jahrhundert bis zu Otar Tschiladse, dessen Werk in die Gegenwart hineinreicht.
    Dieses Resümee führt Beiträge, Interviews, Nachworte der Übersetzerin mit Stimmen namhafter Mitstreiter*innen, Kommentator*innen und Rezensent*innen zusammen und bezeugt eine lebendige deutsch-georgische Rezeptionsgeschichte.
    Kulturveranstaltung gewidmet der georgischen Literatur: „Zwischen Selbstbehauptung und Übermacht“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Georgien im Fokus“ von der Botschaft von Georgien in der Bundesrepublik Deutschland und dem Regionalprogramm Politischer Dialog Südkaukasus der Konrad-Adenauer-Stifitung

    17:50 – Die Chancen der georgischen Literatur in Ausland 
    Teilnehmer*innen: Anna Kordzaia-Samadaschwili
    Moderation: Lascha Bakradse
    Lasha Bakradze, Direktor des georgischen Literaturmuseums, spricht mit Schriftstellerin und Übersetzerin Anna Kordzaia-Samadaschwili über die Auswirkungen der Frankfurter Buchmesse 2018, bei der Georgien als Gastland vertreten war, auf das Bekanntwerden der modernen georgischen Literatur in deutschsprachigen Ländern. Außerdem sprechen sie über Schwierigkeiten der Übersetzung, sowie über die Chancen der georgischen Literatur in Ausland.

    18:20 – Ein Alpinist des Geistes – Zur Erinnerung an Giwi Margwelaschwili
    Teilnehmer*innen: Ulrich Noethen, Naira Gelaschwili, Alexander Kartozia, Jörg Sundermeier
    Moderation: Cornelia Zetzsche
    Lesung: Ulrich Noethen
    Diskussion: Mit Naira Gelaschwili, Alexander Kartozia, Jörg Sundermaier
    Filmausschnitte: Kerstin Nickig
    O-Töne: Cornelia Zetzsche
    Giwi Margwelaschwili war der große Unbekannte und doch ein Jahrhundertautor mit einem einzigartigen literarisch-philosophischen Werk. Ein Georgier in Berlin, ein Berliner in Tbilissi, ein Überlebender des Krieges und zweier Diktaturen. Ein Spracherneuerer und poetischer Rebell, ein Solitär aus Deutschland im sowjetischen Exil und deutschsprachiger Avantgardist hinter dem Eisernen Vorhang, der jahrzehntelang für die Schublade schrieb. Sein Wohnort war Tbilisi, seine Heimat die deutsche Sprache.
    Giwi Margwelaschwilis Leben liest sich wie ein Roman: 1927 in Berlin als Sohn georgischer Emigranten geboren. Der Vater Philosoph, die Mutter nahm sich das Leben, da war der Junge vier. Zweisprachig wächst er auf, “linguistisch aus dem Häuschen”, wie er sagte. Dann der Krieg, die Bomben, das Kriegsende im britischen Sektor Berlins, in den Jazzclubs von “Deuxiland”, bis Vater und Sohn 1946 vom sowjetischen Geheimdienst verschleppt werden. Der Vater wird erschossen, Giwi Margwelaschwili landet im Lager Sachsenhausen, später bei einer fremden Tante in Tbilisi. Seine opulenten Bände zu „Kapitän Wakusch” und andere Romane erzählen davon –  verfremdet.
    Seine Biographie, die Politik und die Philosophie grundieren die Romane. Nur Bücher boten Schutz, Literatur war seine Auflehnung gegen die Wirklichkeit, ein Fluchtweg in die innere Freiheit. “Buchpersonen” geben sich als reale Personen aus und bestimmen das Geschehen. Sie befreien sich aus dem „Textkäfig“, treten aus ihren Geschichten, demonstrieren, beanspruchen bessere Rollen für sich, oder warnen den Autor.
    Naira Gelaschwili, Germanistin, ehemalige politische Beraterin und Weggefährtin Giwi Margewelaschwilis, der Sprachwissenschaftler und Freund Alexander Kartozia und der deutsche Verleger Jörg Sundermeier erinnern an den großartigen Autor, der im März 2020 starb. Im Film von Kerstin Nickig und in Texten und Tönen ist er noch einmal zu sehen und zu hören. Ulrich Noethen liest aus Novellen und Romanen.

    19:45 – SchriftstellerInnen in Georgien – Literatur als Teil emanzipatorischer Bewegungen von der Ersten Republik Georgiens (1918-21) bis heute
    Teilnehmerin: Tamta Melashvili
    Moderation: Barbara Lehnerer
    Tamta Melashvili ist Schriftstellerin, feministische Aktivistin, Hochschullehrerin und mehrfache Preisträgerin. Barbara Lehnerer, Übersetzerin, Autorin und Moderatorin, spricht mit ihr über die Marginalisierung von Schriftsteller*innen in der Sowjetunion und über eine neue Sichtbarkeit weiblicher Stimmen als Teil des emanzipatorischen Prozesses in Georgien. Im Mittelpunkt des Gesprächs werden Melashvilis Text Georgian Women in Germany – Empowerment through Migration? (2009) sowie die Romane Counting Out (2010; dt. Abzählen, 2012), To The East (2015) und Blackbird Blackbird Blackberry (2020) stehen, in denen sie Themen wie Ungleichheit, Unterbewertung der Power of Women, Missbrauch und soziale Traumata abbildet.

    20:30 – Deutsch-Georgisches Kulturmosaik 1918-1921
    Teilnehmer*innen: Ana Margvelaschwili, Barbara von Munchhausen
    Moderation: Stefan Meister
    Das Buch „Deutsch-Georgisches Kulturmosaik 1918-1921“ wird 2021 vom Goethe-Institut Georgien in Zusammenarbeit mit dem Soviet Past Research Laboratory (SovLab) zum Gedenken an die erste Georgische Republik herausgegeben. Es ist als Ergänzung zum Onlinearchiv zu sehen, welches im Deutsch-Georgischen Jahr 2017 von SovLab mit der Unterstützung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Georgien und dem Goethe-Institut eingerichtet wurde.
    Das Buch versucht die langjährigen und vielfältigen Beziehungen der beiden Länder zu systematisieren und beleuchtet verschiedene Aspekte dieser Zeit. Die Erste Republik Georgiens wird betrachtet, das Wirken des deutschen Diplomaten Graf von der Schulenburg in Georgien wird aufgezeichnet und es werden die politisch-wirtschaftlichen Beziehungen analysiert, vor allem die Arbeit der Kaukasischen Mission im Jahr 1918 und die Rolle der Deutsch-Kaukasischen Bank (1918 – 1921).
    Auch der Bildungs- und gesellschaftliche Bereich ist enthalten: es wird ein Profil des deutschen Realgymnasiums in Tiflis (1918-1925) und des Georgisch-Deutschen Vereins (1918-1921) gezeichnet. Die Lehren deutscher Professoren an der staatlichen Universität Tbilissi (1919-1922) werden erfasst und die Herausgabe der deutschsprachigen Zeitung „Kaukasische Post“ wird beschrieben. Neben der Kuratorin des Buches, Ana Margvelashvili, haben andere renommierte georgische Autoren und Historiker zum „Kulturmosaik“ beigetragen. Herausgabe des Buches und Präsentation sind für die zweite Jahreshälfte 2021 vorgesehen.
    Barbara von Münchhausen, Leiterin des Goethe Instituts Georgien, ist im Gespräch mit Anna Margvelaschwili, der Kuratorin des Buches. Der Austausch wird moderiert von Stefan Meister, dem Leiter der Heinrich Böll Stiftung Georgien.

    27. JUNI – SONNTAG
    17:00 – Die Tbilisier Avantgarde und die Georgische Moderne. Kunstleben um 1920
    Teilnehmer*innen: Philomena Grassley, Nino Choghoshvili
    Moderation: Zaal Andronikashvili
    Georgien und seine Hauptstadt Tbilisi ist in Deutschland eher durch seine Natur, die kaukasischen Berge und den guten Wein bekannt. Kaum jemand verbindet Georgien mit der Avantgarde. Doch Tbilisi war in den 1910er und 1920er Jahren eine Stadt der internationalen und mehrsprachigen Avantgarde. Kunstwissenschaftlerin Nino Chogoshvili und Literaturwissenschaftlerin Philomena Grassl erzählen im Gespräch mit Zaal Andronikashvili über die weniger bekannte Facette von Tbilisi als Stadt der internationalen Kunstavantgarde.

    17:55 – Hommage an Dada-König Zurab Rtveliashvili
    Zurab Rtveliashvili (1967-2021), ein experimenteller Dichter, Performance-Künstler und Menschenrechtsaktivist, gehörte zu der Generation der postsowjetischen Künstler, die die Richtung der georgischen Literatur verändert haben. Er führte in sprachlicher und konzeptueller Hinsicht eine neue Vision in seine Poesie ein und hat mit einigen seiner Freunde und anderen Dichtern eine neue künstlerische Wirklichkeit erschaffen. In seinen frühen Jahren (1987-1990) war er aktiv in der antisowjetischen Oppositionsbewegung und nahm an der nationalen Befreiungsbewegung von Georgien teil. Seine Texte des zivilen Ungehorsams dienten 2003 als Startschuss und Anstifter der friedlichen Rosenrevolution in Georgien. In den folgenden Jahren wurde er aufgrund seiner Performances mehrmals verhaftet. Von 2010 bis 2018 wurde Rtveliashvili politisches Asyl in Schweden gewährt. In einer für das Literaturfestival angefertigten Hommage an Zurab Rtveliashvili sprechen seine Kolleg*innen und Freund*innen aus Georgien, Deutschland und Schweden über seine Poesie und seine außergewöhnliche Performance-Kunst.

    18:10 – Literarische Reisen von Tbilisi in den Kaukasus
    Teilnehmer*innen: Katja Petrowskaja, Kat Menschik, Abo Iashagashvili,
    Moderation: Zaal Andronikashvili
    Katja Petrowskaja, deutsch-ukrainische Schriftstellerin und Journalistin, Kat Menschik, deutsche Illustratorin und Abo Iashagashvili, georgischer Schriftsteller, machen im Gespräch mit Zaal Andronikashvili eine litearische Reise aus der Altstadt der georgischen Hauptstadt Tbilisi in den östlichen und westlichen Kaukasus, nach Kasbegi und Swanetien. Katja Petrowskaja, die gegenwärtig zwischen Tbilisi, Berlin und Kiew lebt, erzählt über ihr Kulturerbeprojekt in Tbilisi. Kat Menschik stellt ihr neues Buch „Durch den Wilden Kaukasus“, unter anderem mit Text von Abo Iashagashvili, vor.
    19:15 – Nach Kolchis. Faszination Georgien – Reiseimpressionen
    Teilnehmer*innen: Ralph Schock, Jörg Sundermeier
    Moderation: Maia Panjikidze
    Das vom Saarbrücker Autor Ralph Schock im Verbrecher Verlag herausgegebene Buch „Nach Kolkhis“ ist eine Sammlung von Texten deutschsprachiger Autor*innen zu Georgien. Bereits im 18. Jahrhundert empfahl Friedrich Hölderlin den Reisenden: „Strebt nach Kolkhis hinauf Purpur Wein und Korn und Vliese“. Im 20. Jahrhundert haben viele ausländische Schriftsteller*innen Georgien bereist und ihre Reiseimpressionen in Prosa und Lyrik festgehalten. Die von Ralph Schock für diese Sammlung ausgewählten Texte erzählen vom Land, seinen Leuten und seiner Geschichte. Die chronologische Gliederung der Texte nach dem Geburtsjahr der Autoren lässt, wie die Entwicklung, thematische Interessen erkennen.

    20:00 – In der Tbilisi Cafe Kitchen: mit Luka Nachkebia von MasterChef Georgia
    Teilnnehmer*innen: Luka Nachkebia
    Eine Kostprobe georgischer Kochkunst – mit der kulinarischen Darbietung eines jungen Impresarios in der georgischen Hauptstadt, der zudem Juror in der Fernsehsendung MasterChef Georgia ist. Die georgische Küche verdankt ihre Aromen ihrer Lage im Kaukasus im fruchtbaren Halbmond, am Rande der Imperien. Die Invasion griechischer, persischer, arabischer, mongolischer, osmanischer und russischer Reiche brachten neue Zutaten und Know-how in die einheimischen Grundnahrungsmittel ein, was zu charakteristischen Delikatessen führte, von Khinkali-Nudelknödeln und Walnuss- oder Sauerpflaumensaucen bis hin zum gondelförmigen Chatschapuri-Käsebrot. Fügen Sie dieser Mischung 8.000 Jahre Weinherstellung in einzigartigen Gefäßen, die als Quevri bekannt sind, und eine alte, gastfreundliche Kultur der Supras (Feste) hinzu – wo Tamadas (Toastmeister) das erste und letzte Wort haben – und es wird klarer, warum Tiflis kosmopolitische Café-Kultur vor einem Jahrhundert einen anregenden Gedankenaustausch und eine erstaunliche künstlerische Erneuerung gefördert hat. Luka Nachkebia, TV-Moderator von MasterChef Georgia, der auch an der Georgischen Kulinarischen Akademie in Tiflis pazifische und asiatische Küche lehrt, spricht über das Schlemmen als Therapie – auch in Zeiten der Pandemie. In seinem neuen hochmodernen Studio in einer alten Villa in der Hauptstadt demonstriert er, wie man innovativ sein kann, ohne das Köstliche und Besondere der georgischen Küche zu verlieren.

    21:00 – Giorgi Kiknadze Trio- Georgian and German Songbook
    Teilnehmer*innen: Giorgi Kiknadze, Lukas Klapp, Konrad Ullrich
    Mit seinen Mitmusikern Lukas Klapp und Konrad Ullrich pflegt Giorgi Kiknadze seit mittlerweile über 15 Jahren eine sehr enge Beziehung, sowohl menschlich als auch musikalisch. Seit gemeinsamen Studientagen an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater spielten sie in unzähligen Formationen zusammen. Sie gastierten sogar zusammen in Georgien, spielten Konzerte in Kutaissi, Telavi und Tbilissi. So war es für Giorgi naheliegend, auch für diesen besonderen Anlass, diese beiden Musiker auszuwählen. Es werden georgische und deutsche Lieder zu hören sein, volkstümlich, sakral, aber auch eigene Kompositionen oder Arrangements.

     

  • Fr
    30
    Jul
    2021
    19:00Lettrétage im ACUD Studio Veteranenstraße 21, Eintritt 14€

    Lesung und Konzert mit Christiane Quandt, Johannes Groschupf, Eva-Lena Lörzer, Luciana Ferrando, Tom Bresemann und Nathalie Claude, Moderation: Isobel Markus

    © Hanna Markus

    Die Salonabende von Isobel Markus legen sich nicht fest. Sie verschreiben sich nicht nur einer Kunstform, sondern verbinden verschiedene Künste und Formen des künstlerischen Ausdrucks in der Idee, Kunst in ihren verschiedenen Richtungen vorzustellen und trotzdem als Ganzes begreifbar zu machen. Die Salons bieten Künstler*innen aus allen Bereichen eine gemeinsame Bühne, um Neues oder Bewährtes vorzustellen und regen im Anschluss zu einem möglichen Austausch an, wie es in den literarischen Salons in Berlin üblich war.

    Das Motto dieses Salons ist: „Wir sind viele und akut im ACUD

    Es treten auf:

    Christiane Quandt mit ihren poetischen "einträgen" aus der Pandemie, die Sängerin Nathalie Claude mit ganz neuen Elektro-Vocals, Eva-Lena Lörzer und Luciana Ferrando mit Berliner Szenen der letzten Zeit aus der Taz, Johannes Groschupf liest Auszüge aus seinem neuesten Thriller Berlin-Heat, der im heißen Sommer nach der Pandemie spielt und Tom Bresemann zeigt sich von der Metalcoreseite mit Soundsequenzen aus #vonjeglichemwort.

    Moderation: Isobel Markus

    Bitte beachten: Die Veranstaltung findet in der Veteranenstraße 21 statt!

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  • Fr
    03
    Sep
    2021
    20:00Eintritt: 8/5€

    Short-Story-Abend mit Katrin Deibert und Florian Schneider

    "Die Vormittagswolken, die etwas Regen gebracht hatten, waren verschwunden. Die Sonne schien, aber nicht mehr so drückend. Ein plötzlicher Windzug fuhr durch die Linden der Allee, auf der wir gerade liefen, ein Rauschen, groß und fremd wie das Meer. Ich legte meinen Arm um sie, und so gingen wir ein paar Meter. Wir lachten beide. Eine Straße weiter tauchte ein hübsches Café auf. Es war wie im Märchen, die Dinge fügten sich."

    Aus: Baby-Benz von Florian Schneider

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  • Do
    09
    Sep
    2021
    20:00 UhrLettrétage im ACUD Studio Veteranenstraße 21, Eintritt: 7/5 Euro

    Lesung aus der neuen Lyrik-Edition NEUN mit Max Drushinin, Steffen Marciniak,  Anselm Retzlaff und Gabriel Wolkenfeld

    Eine Veranstaltung der Klaus Mann Initiative Berlin e. V.

    Vier junge Autoren, einer davon seit 70 Jahren tot, eröffnen die neue Lyrik-Edition NEUN. Im ersten Band schenkt Steffen Marciniak, Herausgeber der Reihe und selbst Dichter, Albert H. Rausch ein neues Leben. Rausch, 1932 mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet und von Stefan George beeinflusst, spürt homoerotischem Begehren nach und entführt in Bildern der Ekstase in antike Landschaften. Die Gedichte von Gabriel Wolkenfeld sind lyrische Porträts israelischer Städte - Jerusalem, umgarnt von den drei großen Religionen, Tel Aviv, wild und hedonistisch - aber auch staubiger Wüstenstädte. Auch Max Drushinin begibt sich in seinem Gedichtband auf eine Reise in ferne Welten, um, die Scherben seiner Träume zu Mosaiken zusammensetzend, Gedichte von intimster Innigkeit zu präsentieren. Ebenso erlaubt Anselm Retzlaff in seinem Zweitling eine Innenschau. Vor dem Hintergrund von Klosterruinen wird Selbsterkenntnis für den Dichter zur Lebenswirklichkeit.

    Moderation: Steffen Marciniak und Frank Träger

    Bitte beachten: Die Veranstaltung findet in der Veteranenstraße 21 statt!

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  • Fr
    10
    Sep
    2021
    20:00Lettrétage im ACUD Studio Veteranenstraße 21, Eintritt 6€

    Buchpräsentation des Romans "Herzhand" von Volker Kaminski

    Copyright: privat

    Helge ist Linkshänder, lustvoll malt und kritzelt er mit seiner linken Hand, doch in der Schule wird er umerzogen. Dennoch bleibt das Schreiben seine Leidenschaft. Nach der Veröffentlichung zweier Romane mit nur mäßigem Erfolg sieht er sich erneut zu einer Kehrtwende gezwungen. Er gibt sein eigenes Schreiben auf und lektoriert von nun an Fremdtexte für eine Service-Agentur. Doch die linke Hand, die wilde, die starke, meldet sich zurück, Helge gibt ihr nach und beginnt zaghaft mit der linken Hand die Geschichte seiner großen Liebe Elena und ihrem Selbstmord aufzuschreiben. Am Ende fragt er sich: Soll ich mich noch einmal durch den Dschungel des Literaturbetriebs kämpfen? Die Kälte gesättigter Lektoren und Verleger ertragen? Seine Herzhand sagt: Ja.

    Moderation: Marcus Jensen

    Bitte beachten: Die Veranstaltung findet in der Veteranenstraße 21 statt!

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  • Fr
    17
    Sep
    2021
    19:00Lettrétage im ACUD Studio Veteranenstraße 21, Eintritt: 14 Euro

    Lesung und Konzert mit Patrick Wilden, Jesko Stahl, Andrea Schmidt, Anna Hetzer, Mark Kanak, Malondo, Kaśka Bryla, Moderation: Isobel Markus

    Copyright: Hanna Markus

    Die Salonabende von Isobel Markus legen sich nicht fest. Sie verschreiben sich nicht nur einer Kunstform, sondern verbinden verschiedene Künste und Formen des künstlerischen Ausdrucks in der Idee, Kunst in ihren verschiedenen Richtungen vorzustellen und trotzdem als Ganzes begreifbar zu machen. Die Salons bieten Künstler*innen aus allen Bereichen eine gemeinsame Bühne, um Neues oder Bewährtes vorzustellen und regen im Anschluss zu einem möglichen Austausch an, wie es in den literarischen Salons in Berlin üblich war.
    Das Motto dieses Salons: Kippbilder – zwischen den Welten
    Es treten auf: 
    Patrick Wilden mit Gedichten aus pandämlichen und präpandämlichen Zeiten, Jesko Stahl mit neuen Songs zwischen den Welten USA und Deutschland, Ampersand_interart, alias Andrea Schmidt und Anna Hetzer mit der Text-Bild-Performance »Kippbilder«, Mark Kanak liest Auszüge aus seinem tractatus illogico-insanus, die Sängerin Malonda mit Songs zwischen urbanem Elektrosound und Chanson und Kaśka Bryla liest aus ihrem Roman „Roter Affe“.
    Moderation: Isobel Markus
    Bitte beachten: Die Veranstaltung findet in der Veteranenstraße 21 statt!

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  • Di
    21
    Sep
    2021
    19:00Salon der Lettrétage Methfesselstraße 23-25, Ticket: 25€ (inklusive kostenloses Leseexemplar, Leseclub, Getränk, Snack, Versand, zzgl. Gebühren)

    Lesung und Gespräch mit Juliane Liebert im Salon der Lettrétage (Methfesselstraße 23-25), Moderation: Tom Bresemann

    An der Schwelle zum Schlaf, unterwegs durch die Großstadt, begegnen wir Nikolai Gogol und Marianne Faithfull, Sockendandys und Partymädchen, Versehrten und Abgehängten, »mit dem gesicht nach unten«, »am broadway an der haltestelle«, »für zehn, fünfzehn minuten wirklich«.

    Sie sind »der spiele so müde, selbst die messer haben das stechen satt«. Denn was ist das Herz anderes als »ein muskulöses hohlorgan« – Kraken haben drei davon, wir Menschen: »eine plötzliche angst vor zügen«.[read more…]

  • Di
    21
    Sep
    2021
    19:00Ort: Prachtwerk, Ticket: 25€ (inklusive kostenloses Leseexemplar, Leseclub, Getränk, Snack, Versand, zzgl. Gebühren)

    Lesung und Gespräch mit Lisa Krusche im Prachtwerk

     

    Zwei junge Frauen: Charles und Gwen. Charles muss mit ihren Post-Hippie-Eltern aufs Land ziehen und will da unter keinen Umständen hin. Auf einen Kiosk, eine Palme und das Internet ist zum Glück noch Verlass.

    Und Gwen? Sie wohnt ganz in der Nähe und führt dort unbemerkt ein wildes, schmutziges Leben, um dem Wohlstand ihrer Eltern zu entkommen. Das Geld, das sie den Jungs aus der Tasche zieht, während sie mit ihnen schläft, spendet sie. Dass die beiden sich kennenlernen, ist definitiv überfällig.

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  • Mi
    29
    Sep
    2021
    20:00 UhrLettrétage im ACUD Studio Veteranenstraße 21, Freier Eintritt

    Lesung und Gespräch mit Marie Gamillscheg, Tabea Hertzog, Valentin Moritz und Julia Rothenburg

    Debütantenball war gestern. Nächste Stufe: Reunion. 5 Jahre ist es her, dass Marie Gamillscheg, Tabea Hertzog, Valentin Moritz und Julia Rothenburg zusammen die renommierte Schreibwerkstatt in Edenkoben besucht und sich dort schätzen gelernt haben – zu diesem Zeitpunkt noch alle weitestgehend unbeschriebene Blätter.

    Mittlerweile sind von den vier in Berlin sesshaft Gewordenen längst Romandebüts erschienen, inklusive Presseecho und Lesereisen. Nachdem ihre in Edenkoben entstandenen Texte damals in der Lettrétage präsentiert wurden, ist das Quartett nun dazu eingeladen, am selben Ort zum einen die gemeinsame Zeit Revue passieren zu lassen: Welche Rolle spielte die Schreibwerkstatt für die beginnende professionelle Schreibtätigkeit? Was ist passiert seitdem? Was hat sich im Schreiballtag verändert? Zum anderen geht der Blick aber auch nach vorn und vor allem über die Schulter: Welche Projekte sind gerade im Entstehen begriffen? Wie gestalten sich die jeweiligen Arbeitsprozesse?

    Lesungen aus bislang unveröffentlichten Texten werden einen Eindruck davon vermitteln, was in Zukunft literarisch von der wiedervereinigten Edenkoben-Combo zu erwarten ist.

    Moderation: Malte Kleinjung

    Bitte beachten: Die Veranstaltung findet in der Veteranenstraße 21 statt!

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  • Do
    30
    Sep
    2021
    19:30 UhrLettrétage im ACUD Studio Veteranenstraße 21, Eintritt: 5/3 Euro

    Lesung aus "Trojanische Steckenpferde. 27 Kurzgeschichten und kurze Geschichten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz"
    Herausgeberin: Lioba Happel 

    Copyright: Signe Ibbeken

    Wenn Sie mitten in der Stadt eine Person auf einem Steckenpferd reiten sehen, dies mit einer Leidenschaft, die keinen Zweifel daran lässt, dass der Reiter sein Pferd für ein echtes hält, und wenn dann Sie in Zweifel geraten, ob wirklich der Reiter oder vielleicht doch Sie sich täuschen und das Pferd echter ist als Sie anfänglich glaubten, dann haben Sie es wahrscheinlich mit einem trojanischen Steckenpferd zu tun. Einem Steckenpferd wie der Kurzgeschichte, dem Steckenpferd aller Schreibenden.

    Von Unerhörtem berichten die Kurzgeschichten in dieser Anthologie, die in der Lettrétage im ACUD Studio ihre Premiere feiert. Die Geschichten öffnen ihr Visier und herausblitzen die Überraschungen, die einem das Dasein in der Welt so zu bieten hat: Eine Dashcam, auf der ein Unfall zu sehen ist, ein Hochwasser, das eine Beziehung auseinandertreibt, eine wildfremde Familie, die zur eigenen wird. Diese und andere Unwägbarkeiten bringen die Trojanischen Steckenpferde (edition pudelundpinscher, Wädenswil 2020) an diesem Abend mit.

    Es lesen: Cennet Alkan, Denise Buser, Bianca Döring, Bettina Grack, Margarete Groschupf, Signe Ibbeken, Guido Rademacher, Sabine Schönfeldt

    Moderation: Sabine Schönfeldt und Signe Ibbeken 

    Bitte beachten: Die Veranstaltung findet in der Veteranenstraße 21 statt!

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