Zitat der Woche

Ich bin wie die Mainstreammedien: Niemand glaubt mir. Keiner hält sich an meine Ratschläge. Ich bin die Kassandra vom Prenzlauer Berg. Das ist mein Schicksal und ich habe es akzeptiert. Es ist gut so. Denn seht euch doch die Leute an, denen die Leute glauben. Das sind die Schlimmsten von allen. Ich weiß es, denn ich habe auch schon Leuten geglaubt. Und das waren die Schlimmsten von allen. Aber ich: Egal, was ich sage, niemand glaubt mir, alle winken ab. Sowie ich meine Weisheiten verkünde, werden die Blicke glasig.

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„Let us give back to Athena what belongs to Athena“ – Interview mit Delphine de Stoutz von „Zerbrich deine Sprache“ am 17. Mai

Von Mai bis August 2022 wird die Lettrétage über vier Monate mit einer Reihe von transdisziplinären Lesungen, Produktionsworkshops und performativen Veranstaltungen BERLINCLUSIVE! feiern – eine gemeinsame Vision diverser Berliner Literaturen, ihrer Macher*innen, Praktiken und Öffentlichkeiten.

Als Ankerinstitution für die freie Literaturszene Berlins lädt die Lettrétage drei impulsgebende Kurator*innen aus der freien Szene ein, eine Reihe zu gestalten, die künstlerische Produktionsprozesse und öffentliche Präsentationen gleichermaßen umfasst. Gemeinsam mit Berliner Literaturschaffenden und im Gespräch mit dem Publikum leuchten sie so die Dimensionen von Literatur als sozialer Praxis aus. Die Ausgangsbeobachtung: Berliner Literaturschaffende, -vermittler*innen und ihre Öffentlichkeiten bilden eine in Sprache, Kultur, Religion, Ethnie, Geschlecht, Sexualität und Körper(lichkeit) vielgestaltige Mischung von literarisch Kreativen und literaturaffinen Personen.

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Zitat der Woche

Für Brecht. Mit Dank.


In einer Zeit wie dieser,

schriebe ich ein Gedicht:

dann nur unter der Bedingung dass ich 

an die Stelle eines Verurteilten treten kann

die Schlinge schon um den Hals

die mir gleich das Genick brechen wird,.

Und fragt man mich nach meinem letzten Wunsch

ist dieser –

mein Gedicht.

Das richtige.

An dem mein Leben hängt.

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Zitat der Woche

Ja, wir sterben jetzt, aber das liegt nicht am Tod. Das liegt an jenen, die wir überall entdecken, die sich als Bewahrer gerieren, aber Mörder sind. Sie machen alles kaputt. Wir wollen es gar nicht anders sagen. Wir Beschädigten können es schon nicht mehr anders sagen. Es spricht derzeit nichts dagegen, wenn wir reden wie ein Kind. Und Ines Geipel schreibt: »Ich möchte, dass die Wörter an der Stelle richtige Wörter sind. Wörter, die sich auskennen, die sich beistehen, die nichts absorbieren, nichts abfedern, sondern die kenntlich machen. Aber welche gibt es dafür? Und was heißt richtig? Der Strom, der nicht aufhört. Der Boden, der wegrutscht. Es ist auch ein Strom durch die Zeit. «Wir wollen demonstrieren wie ein Maximum Impact. Wir wollen demonstrieren wie ein brüllender General. Wir wollen demonstrieren wie ein speiender Diamant.

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Die Lettrétage im Mai

Alles neu macht der Mai, heißt es. Dieser Mai macht – wenn auch wortspielerisch riskant – Berlinclusive! Das ist nicht nur der Titel einer von der Lettrétage angestoßenen und öffentlich geförderten Veranstaltungsreihe, sondern auch Programm: Es geht um nichts Geringeres als die Feier einer gemeinsamen Vision diverser Berliner Literaturen und derjenigen, die sie machen, mitsamt ihren Praktiken und Öffentlichkeiten. Die Themen und Impulse kommen aus der freien Literaturszene. Auf Einladung der Lettrétage leuchten drei Kurator*innen gemeinsam mit Berliner Literaturschaffenden und im Gespräch mit dem Publikum die Dimensionen von Literatur als sozialer Praxis aus. Im Blickpunkt stehen Barrieren im Literaturbetrieb wie Alter, Gender und Digitalität. Und: Wie kann die Berliner Kunst- und Literaturszene abseits von Nischen und Paralleldiskursen einen Resonanzraum für ihre diversen künstlerischen Praktiken erhalten, der ihre Vielfalt widerspiegelt? Welcher Strukturen, Kenntnisse und Kompetenzen bedarf es, um langfristig Sichtbarkeit, Partizipation und gesellschaftliche Reflexion zu ermöglichen?

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Zitat der Woche

„Also früher ging zum Beispiel ein Herr Konrad zum Bäcker und kaufte seine Brötchen, die der Bäcker nach dem Backen und einem Besuch der Toilette aufs Blech gelegt hatte, die die Bäckersfrau in den Korb schüttete, nachdem sie dem Bäckernachwuchs den Hintern abgewischt hatte, die nun die Verkäuferin behutsam aufschichtete, als sie sich die Nase zu Ende geputzt hatte. Unser Herr Konrad war der erste Kunde ganz früh am Morgen und er zahlte seine Brötchen mit einem Hunderter, denn er hatte zum Leidwesen der Bäckersleute kein Kleingeld, um die 3,20 für die Schrippen zu zahlen. Was kriegt er zurück? Na?

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