Die Lettrétage im März

Voll und bunt wird der März am Mehringdamm 61: Elf Abendveranstaltungen stehen an – und da rechnen wir Workshops und Infoabende noch nicht einmal dazu. Wir freuen uns auf eine große Bandbreite an Formaten, die aus der Szene kommen: von klassischen Buchvorstellungen über Performances hin zu literarischen Diskussionsrunden.

Wir fangen an mit deutsch-ungarischem Lyrikübersetzungsaustausch (was für ein Wort!) am 1. März: Die Werkstatt ViceVERSa gewährt einen Einblick in die lebendige, umtriebige Lyrikszene Ungarns bei “Grüße aus dem Inneren des Kontinents”. Es werden auch einige bekannte Gäste anzutreffen sein.

Am 2. März kommt der Arkadien-Verlag zu uns und stellt Fabian Willkomms Essayband “Quo vadis, Homo Faber?” vor: Es geht um vergessene technische Utopien, Algorithmen, Blockchains und die Frage, was das alles mit dem Menschen macht.

Direkt im Anschluss dürfen wir die englischsprachige Schreib-Community Berlins bei uns begrüßen: Saskia Vogel feiert die Premiere ihres Romans “Permission” in der Lettrétage, gemeinsam mit Traci Kim (die sonst bei uns die Lesereihe “Literally speaking” moderiert) und Rachael Allen.

Der nächste in der Reihe ist Bijan Moini, der seine düstere Zukunftsvision “Der Würfel” präsentieren wird, in der Deutschland von einem perfekten Algorithmus beherrscht wird. Das Buch ist im Atrium Verlag erschienen und bearbeitet auch aktuelle Fragen rund um Überwachung und Datensammlungen.

Am 7. März freuen wir uns auf unsere Freund*innen vom Konzept*Feuerpudel. Berlins anonyme (Vor-)Lesebühne macht wieder einmal Halt in der Lettrétage – natürlich mit Live-Zeichnungen und Pudelmasken.

Mitte März erwartet uns dann ein österreichischer Block: Erst stellen Nadine Kegele und Andrea Stift-Laube ihre neu erschienenen Bücher bei “Katzen essen. Why not?” vor, dann laden Didi Drobna, Gloria Kupsch und Nastasia Penzar ins “Weirde Wien”. Fünf Autorinnen insgesamt – das wird sicher leiwand.

Zwischen den beiden Lesungen besucht uns Nezaket Ekici und berichtet von ihrer Langzeit-Performance “Present and Absent/Diary Villa Massimo 2016-2017”, die mittlerweile in einem Kunstbuch verarbeitet wurde: eine Suche nach Identität, die ihren Ausgangspunkt in der Kleidung hat, die wir Tag für Tag tragen.

Alte Bekannte sehen wir auch am 25. März wieder: Die Klaus-Mann-Initiative bringt das literarische Quartett zurück und in den Mehringdamm. Diskutiert wird in breiter Runde Naomi Trumps Buch “Gegen Trump” und Fragen gesellschaftlichen Engagements gegen Rechtspopulismus.

Einen musikalischen Abend haben wir auch im Programm: Am 28. März kommt Elshan Ghasimi für den zweiten Teil ihrer Reihe “Excerpts of the Radif” zu uns und gibt eine Einführung in die traditionelle persische Musik.

Den Monat beendet dann der Friedrichshainer Autorenkreis (ehemals Zirkel schreibender Arbeiter): Gelesen wird aus der Anthologie “So weit so grün” – ein eindrücklicher Einblick in vierzig Jahre Dichterwerkstatt in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland. Wir sind gespannt.

Dazu kommen eine ganze Reihe an Workshops und Infoabenden und natürlich der regelmäßige NFLB-Stammtisch, auf dem Sie die Berliner Literatur-Aktivist*innen in gemütlichem Rahmen kennenlernen können. Natürlich gehen auch die WiSU-Beratungen weiter: Im März mit Beratungstagen für Autor*innen, Literatur-Veranstalter*innen und Lektor*innen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wir sagen an dieser Stelle: Bis bald dann. Wir sehen uns – in der Lettrétage!