5 Fragen an Viktoria Hahn & Patricia Spies

In der Reihe „5 Fragen an…“ stellen wir Berliner LiteraturaktivistInnen vor. Ob AutorInnen, VerlegerInnen, VeranstalterInnen – mit uns sprechen sie darüber, was sie antreibt, was sie umtreibt und was sie überhaupt dazu bringt, sich literarisch zu engagieren.

Was war der ausschlaggebende Punkt, der euch beschließen ließ Hauser & Tiger zu starten?

Es gab gleich mehrere Punkte auf einmal: Wir haben generell ein junges literarisches Angebot bei uns in der Nachbarschaft vermisst; hatten keine Lust mehr ständig nach Kreuzberg oder Neukölln zu fahren, um spannende Formate zu besuchen. Wir wollten nach Möglichkeit eine Veranstaltung ins Leben rufen, die wir genau so auch selbst gern besuchen würden. Austausch und Gemütlichkeit sollte mit Literatur zusammen gebracht werden und so ein ansonsten eher literaturfernes Publikum mit unserer Begeisterung für Texte angesteckt werden. Heraus kam dann Hauser & Tiger. “5 Fragen an Viktoria Hahn & Patricia Spies” weiterlesen

5 Fragen an Chris Möller

In der Reihe „5 Fragen an…“ stellen wir Berliner LiteraturaktivistInnen vor. Ob AutorInnen, VerlegerInnen, VeranstalterInnen – mit uns sprechen sie darüber, was sie antreibt, was sie umtreibt und was sie überhaupt dazu bringt, sich literarisch zu engagieren.

In wenigen Worten: Was ist für dich das Faszinierende an Literatur? Was macht sie zu einem „Grundnahrungsmittel“?

Literatur fasziniert mich immer dann, wenn sie neue Worte für etwas findet, wenn ich in der Beschreibung einer Sache plötzlich mehr verstehe. Oder besser noch: wenn ich plötzlich nichts mehr verstehe, wenn ich umdenken muss, weil die Sprache eines Textes mich und meine Denkkonventionen vorführt. Das klingt jetzt verkopfter als es gemeint ist. Oft ist dieses Erlebnis auch einfach damit verbunden, wahnsinnig gut unterhalten zu sein – wie bei einer unerwarteten Pointe. “5 Fragen an Chris Möller” weiterlesen

5 Fragen an Uli Hannemann

In der Reihe „5 Fragen an…“ stellen wir Berliner LiteraturaktivistInnen vor. Ob AutorInnen, VerlegerInnen, VeranstalterInnen – mit uns sprechen sie darüber, was sie antreibt, was sie umtreibt und was sie überhaupt dazu bringt, sich literarisch zu engagieren.

Gab es für dich ein Erlebnis, das dich zum Schreiben brachte – wann und wie ist der Funke übergesprungen?

Ein bayerisches Dorfgymnasium vor über dreißig Jahren ist ja praktisch die maßstabsgetreue Nachbildung einer Diktatur. Wollte man einem unliebsamen Lehrer an den Karren fahren, konnte man also nicht einfach wie heute hingehen und ihm eine schmieren, sondern musste beispielsweise für die Schülerzeitung Fabeln konstruieren, in denen die Lehrer bestimmte Tiere mit bestimmten Eigenschaften und so babla … Halt wie in der DDR. Oder im Dritten Reich. Oder am LCB. Solche Animal-Farm-Verschnitte für geistig Arme verfasste ich jedenfalls, wofür ich eigene Freude und fremdes Lob erntete. A fucking star was born.
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5 Fragen an Alexander Graeff

In der Reihe „5 Fragen an…“ stellen wir Berliner LiteraturaktivistInnen vor. Ob AutorInnen, VerlegerInnen, VeranstalterInnen – mit uns sprechen sie darüber, was sie antreibt, was sie umtreibt und was sie überhaupt dazu bringt, sich literarisch zu engagieren.

Gab es für dich einen Schlüsselmoment, der dich zum Schreiben brachte – wann und wie ist der Funke übergesprungen?

Bei mir war es weniger ein Blitz, der mich zum Schreiben brachte. Eher eine Wolke, die schon sehr früh über mir hing und vereinzelt auf mich herabregnete. Das äußerte sich damals in ersten Schreibversuchen, meist Imitationen, vielleicht mit 16 oder 17. Der Platzregen trat dann später ein. Mit 22 wurde ich gepackt, eigene Texte, meist Essays, zu produzieren und mein Wirtschaftsstudium aufzugeben, um diese Essays immer und immer wieder zu überarbeiten. “5 Fragen an Alexander Graeff” weiterlesen

5 Fragen an Alexander Filyuta

In der Reihe „5 Fragen an…“ stellen wir Berliner LiteraturaktivistInnen vor. Ob AutorInnen, VerlegerInnen, VeranstalterInnen – mit uns sprechen sie darüber, was sie antreibt, was sie umtreibt und was sie überhaupt dazu bringt, sich literarisch zu engagieren.

Die Reihe Lyrik im ausland umfasst Abende, an denen deutschsprachige Autorinnen und Autoren mit fremdsprachigen Kolleginnen und Kollegen zusammentreffen. Texte werden jeweils im Original von den fremdsprachigen AutoroInnen selbst sowie in Übertragungen ins Deutsche von ihren ÜbersetzerInnen gelesen. Hier scheint die sprachliche Differenz mehr eine Möglichkeit als ein Hindernis zu sein. Wie kann Mehrsprachigkeit zu interkulturellem Austausch beitragen? Was ist dabei zu beachten?

Na, das ist ja eine nette Vorlage, danke! Die Mehrsprachigkeit ist, glaube ich, ein natürlicher Bestandteil eines interkulturellen Austausches, im Sinne einer interkulturellen Gesellschaft, die er fördert. “5 Fragen an Alexander Filyuta” weiterlesen

5 Fragen an Martin Jankowski

In der Reihe „5 Fragen an…“ stellen wir Berliner LiteraturaktivistInnen vor. Ob AutorInnen, VerlegerInnen, VeranstalterInnen – mit uns sprechen sie darüber, was sie antreibt, was sie umtreibt und was sie überhaupt dazu bringt, sich literarisch zu engagieren.

Gab es für dich ein Erlebnis, nach dem du beschlossen hast, dich literarisch zu engagieren – wann und wie ist der Funke übergesprungen?

Ich lebte Mitte der 80er Jahre in Leipzig und durfte wie viele andere nicht veröffentlichen. Aus der Notsituation sind „Wohnzimmerlesungen“ entstanden. Die ersten Literatursalons, die ich in meiner Einzimmerwohnung veranstaltete, ergaben sich aus der politischen Notsituation von DDR-Untergrundautoren. “5 Fragen an Martin Jankowski” weiterlesen

5 Fragen an Odile Kennel

In der Reihe „5 Fragen an…“ stellen wir Berliner LiteraturaktivistInnen vor. Ob AutorInnen, VerlegerInnen, VeranstalterInnen – mit uns sprechen sie darüber, was sie antreibt, was sie umtreibt und was sie überhaupt dazu bringt, sich literarisch zu engagieren.

Odile Kennel lebt, schreibt und bloggt in Berlin Mitte. Ihr erster Roman „Was Ida sagt“ ist 2011 erschienen, ihr Gedichtbanddebüt „oder wie heißt diese interplanetare Luft“ 2013. Außerdem übersetzt sie Literatur aus dem Spanischen, Französischen und Portugiesischen.

Gab es für dich ein Erlebnis, nach dem du beschlossen hast, dich literarisch zu engagieren – wann und wie ist der Funke übergesprungen?

Ich habe lange selbst für die Literaturwerkstatt Veranstaltungen organisiert. Irgendwann war klar, ich muss „die Seite wechseln“, ich bekomme Veranstaltungsorganisation und Schreiben auf Dauer nicht unter einen Hut. Das war der Beginn meiner Übersetzerinnentätigkeit, weil das für mich gewissermaßen eine Erweiterung des Schreibens ist und sich sehr gut vereinbaren lässt. “5 Fragen an Odile Kennel” weiterlesen

5 Fragen an Saskia Trebing von 54stories

In der Reihe „5 Fragen an…“ stellen wir Berliner LiteraturaktivistInnen vor. Ob AutorInnen, VerlegerInnen, VeranstalterInnen – mit uns sprechen sie darüber, was sie antreibt, was sie umtreibt und was sie überhaupt dazu bringt, sich literarisch zu engagieren.

Die Online-Plattform 54stories betreibt Saskia Trebing gemeinsam mit Tilman Winterling. Was als Adventskalender mit 24 Kurzgeschichten begann, hat sich zu einem Fundus an 54 Texten unterschiedlicher Autoren entwickelt. Nun wagt sich das Team von 54stories auf die Lesebühnen und präsentiert die Texte einem Live-Publikum.

Gab es für dich ein Erlebnis, nach dem du beschlossen hast, dich literarisch zu engagieren – wann und wie ist der Funke übergesprungen?

S.T.:
Das war eigentlich weniger ein Erlebnis als vielmehr ein längerer Prozess. Ich habe Schreiben zunächst als rein professionelles Werkzeug kennengelernt und benutzt. Literatur gab es für mich eigentlich außerhalb von Büchern nicht. “5 Fragen an Saskia Trebing von 54stories” weiterlesen

An diesem Buch könnte ich endlos weiterschreiben

Am 23. April liest der mosambikanischer Schriftsteller Mia Couto aus seinem Roman Imani zusammen mit dem deutschen Schauspieler Denis Abrahams, es moderiert Michael Kegler. “Der großen Kolonialerzählung setzt Couto sehr viele kleine Geschichten entgegen, die er auf seinen Reisen durchs Land gesammelt hat. Erinnerungen, Legenden und Fabeln legen sich farbenprächtig ineinander. Imanis Bericht nimmt in der einfühlsamen Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner schon im ersten Absatz gefangen.” (Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel, Berlin) Mehr zu der Veranstaltung findet Ihr hier. Luís Ricardo Duarte vom Jornal de Letras hat den Autor getroffen und zu seinem Roman befragt.

“An diesem Buch könnte ich endlos weiterschreiben” weiterlesen