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Profil

Die Lettrétage als Literaturhaus im Kreativbezirk Berlin-Kreuzberg setzt mit kuratierten, internationalen Projekten neue und innovative Impulse für die Entwicklung der Literaturmetropole Berlin. Insbesondere die Suche nach neuen Wegen der Literaturvermittlung jenseits der konventionellen „Wasserglas-Lesung“ steht dabei im Mittelpunkt: Neue technische Formate wie z.B. Autorenlesungen und -gespräche per skype (s. Lesereihe „Luces in the skype – Junge Autoren aus Spanien“), die Integration bislang unerschlossener urbaner Räume für Literatur (z.B. Lyrik-Lesungen in der Ringbahn), die Auflösung der konventionellen Rollen von Moderator, lesendem Autor und Publikum sowie vor allem ein interdisziplinärer Ansatz, der die Literatur in einen Dialog mit der Bildenden Kunst, der Musik und dem Tanz stellt, ermöglichen neben etablierten Veranstaltungsformaten die Vermittlung von zeitgenössischer und klassischer Literatur auf der Höhe unserer Zeit.

Als „junges Literaturhaus“ grenzt sich die Lettrétage in verschiedener Hinsicht von dem aus den 1980er und 1990er Jahren stammenden Konzept bundesrepublikanischer „Literaturhäuser“ und der Besetzung dieses Begriffs durch vorrangig konventionelle Formen der Literaturvermittlung ab: durch die Suche nach unkonventionellen Veranstaltungsformaten, die Auswahl noch nicht kanonisierter Literatur und noch nicht etablierter Autoren, durch interdisziplinäre Ansätze und die Aufhebung der Trennung zwischen „institutionalisiertem Literaturbetrieb“ und der sogenannten „freien Szene“. Darüber hinaus erschließt die Lettrétage neue Formen der Öffentlichkeitsarbeit und der Dokumentation, z.B. durch die Übertragung von Veranstaltungen per Livestream oder die Öffentlichkeitsarbeit über den Blog Lettrét@gebuch (http://lettretage.de/Lettretagebuch/) in Verbindung mit speziell auf die einzelnen Social Media zugeschnittenen Kommunikationsformen (Facebook, Twitter etc.).

Explizit engagiert sich die Lettrétage außerdem für die Vielfalt und Kleinteiligkeit der diversen, mitunter mehrsprachigen literarischen Szenen der internationalen Metropole Berlin. Zweisprachige Literaturzeitschriften, ambitionierte Kleinverlage, innovative Autorenprojekte, Übersetzerinitiativen uvm. bieten eine beeindruckende Bandbreite an literarischen Aktionsräumen und Netzwerken, an Ideen und Akteuren, die eine lebhafte literarische Kultur entfalten und erheblich zur kulturellen Strahlkraft der Metropole Berlin beitragen. Die Lebendigkeit und Vielfalt dieser Szenen in Berlin zu erhalten, ihre Impulse aufzunehmen, ihnen ein Podium zu bieten und damit die bislang übliche Abgrenzung des institutionell geförderten Literaturbetriebs von der freien Szene aufzuheben ist ein wichtiger Bestandteil der Programmarbeit der Lettrétage.