April 2011 / Mai 2011 / Juni 2011 / Lesereihen



Mai 2011


Mittwoch, 4. Mai 2011, 19:30 Uhr, Eintritt frei!
Überlandleitung

Jean Krier in Lesung und Gespräch mit Thomas Geiger


Die Gesprächs- und Lesereihe Überlandleitung präsentiert Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sowohl persönlich als auch von ihren Texten her zwischen Sprachen schreiben und leben. Dabei soll aufgezeigt werden, wie Literatur fremde Sprache und Kultur näherbringen kann, ob und wie literarische Texte über die Sprachen, aus denen sie gemacht sind, hinausweisen.

Jean Krier, 1949 geboren in Luxemburg. Studium der Germanistik und Anglistik. Lebt und arbeitet in Luxemburg. Veröffentlichungen in vielen Literaturzeitschriften wie ndl, manuskripte, Akzente, poet etc. Erhielt den Chamisso-Preis (2011) für sein Gesamtwerk und insbesondere für Herzens Lust Spiele.

Thomas Geiger, geboren 1960 in Sulzbach-Rosenberg/Oberpfalz. Nach einer Buchhändlerlehre in Nürnberg Studium der Germanistik, Wirtschafts- und Sozialgeschichte in München. Seit 1989 als Mitarbeiter des Literarischen Colloquiums Berlin zuständig für die Redaktion der Zeitschrift Sprache im technischen Zeitalter und für das Programm des LCB.

www.ueberlandleitung.wordpress.com

Die Reihe wird unterstützt vom Berliner Senat, dem Staat Luxemburg. Medienpartner ist die tageszeitung.







Samstag, 7. Mai 2011, 19:30 Uhr, Eintritt 5,- Euro
George Goodman: Quellspur von Lesarten

Lyrik


Für Freunde des Experimentellen! Das Werk von George Goodman umfasst mittlerweile 21 z.T. umfangreiche und experimentierfreudige Gedichtzyklen und musikalische Kompositionen für verschiedene Besetzungen, von denen bisher kaum etwas veröffentlicht ist. In der Lettrétage wird er sowohl aus dem Werk Quellspur von Lesarten (2009-10) als auch neue Gedichte lesen.

George Goodman, geb. 28.11.1968 im Rheinland, englischer Vater, deutsche Mutter, studierte Musikwissenschaft und deutsche und englische Literaturwissenschaft in Köln und Berlin. Seit 2006 in Darmstadt. Komponist und Lyriker. Zuletzt einzelne Beiträge in der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte und in der Literaturzeitschrift außer.dem.



Dienstag, 10. Mai 2011, 19:30 Uhr, Eintritt 5,- Euro
Das Erscheinen eines jeden in der Menge. Wondratschek vs. Born

Gelesen von Björn Kuhligk und Tom Schulz


Tom Schulz hat sich des Gesamtwerks Nicolas Borns angenommen und daraus eine Anthologie von Liebesgedichten zusammen gestellt, die 2011 im Insel Verlag erschien. Björn Kuhligk ist früh auf Wolf Wondratscheks Gedichte gestoßen und ist noch immer über das eine oder andere beglückt. An diesem Abend wollen die beiden den Verlagslektor Born gegen den Außenseiter Wondratschek antreten lassen. Beide haben die Lyrik der 1970er und 80er Jahre geprägt und wirken bis in die Gegenwart hinein, vielleicht mehr, vielleicht weniger; dies steht als Frage im Raum.

Kuhligk und Schulz werden ihre Lieblingsgedichte der beiden Dichter vortragen und darüber reden, warum Gedichte aus dieser fast schon fernen Zeit so aktuell und gültig sein können, und darüber mit dem Publikum diskutieren, wie man über Liebe schreiben kann und ob überhaupt, warum Boxen ein großer Sport ist oder nicht, über Atomkraft und Kühe im Wendland, über die politische Dimension von Lyrik in einer "zu Tode erschrockenen Gesellschaft".

Foto: Hans Praefke

Björn Kuhligk, 1975 in Berlin geboren, hat Wondratschek ein Mal die Hand geschüttelt; zuletzt erschienen: Von der Oberfläche der Erde, Berlin Verlag, 2009 und Bodenpersonal, Verlagshaus J. Frank, 2010

Tom Schulz, 1970 geboren, liest Born-Gedichte seit 1987; zuletzt erschienen: Kanon vor dem Verschwinden, Berlin Verlag, 2009 und Liebe die Stare, Verlagshaus J. Frank, 2011.



Premiere Mittwoch, 18. Mai 2011, 19:30 Uhr, weitere Vorstellungen am 25. und 28. Mai
Eintritt 7,- Euro, erm. 5,-
VOLKSMUND

Szenische Lesung mit Musik
Schauspiel von Lissy Pernthaler und Can Fischer


In "Volksmund" werden wir an einen verlassenen Ort gebracht, von dem die Menschen - vor allem junge Leute - wegziehen, weil sich das Leben in der Stadt abspielt. Zurückgeblieben ist der harte Kern. Ausgerechnet an diesem mysteriösen "Ort der Frauen" entschließen sich unabhängig voneinander ein junges Pärchen, das sich verwirklichen will, und ein lesbisches Pärchen, das den Vorurteilen der Menschen in die Abgeschiedenheit entfliehen will, ihr Glück zu suchen. In der vermeintlichen Idylle jedoch blitzen Spuren einer dunkel verdichteten Vergangenheit auf. Da die alte Struktur der Dorfbewohner so stark verwoben ist, dass kein Neuling sie je zu durchblicken vermag, haben es die Neuankömmlinge nicht leicht, sich zu integrieren. Der neue Ort verändert die Menschen, beide Parteien können sich dem Sog der Verstrickungen nicht mehr entziehen. Jeder Versuch, sich einander anzunähern, wird von beiden Seiten vehement boykottiert, weil die Angst eines Zusammenlebens und einer Verschmelzung zu groß ist, die Vorurteile gegenüber der Fremdheit immens. Wie können sich dennoch zarte Bande zwischen den Fronten der Neuen und der Alteingesessenen entwickeln? Die Zukunft scheint ungewiss, bis eine brutale Gewalttat den Menschen die Chance bietet, sich einander näher zu kommen…

Besetzung
Szenische Einrichtung: Lissy Pernthaler, Can Fischer
Dramaturgie: Holger Müller-Brandes
Musik/Komposition: Martín Matilla

Die Eine: Hanna Baar
Die Andere: Katharina Lattermann
Die Alte: Uta Bonz
Der Alte: Max Grashof
Der Mann Tobias Kilian
Die junge Frau: Claudia Maltritz
Der junge Mann: Torge Thieß Müller

Foto: Annina Hannas

Lissy Pernthaler wurde 1983 geboren und ist in Kaltern/Südtirol, in einer freiheitsliebenden Familie, aufgewachsen. Sie hat in Berlin von 2003-2006 Schauspiel studiert und mit Diplom abgeschlossen. Seither war sie in verschiedenen Inszenierungen in Deutschland, der Schweiz und Südtirol am Theater und in Kurzfilmen zu sehen. Sie ist Ideenkopf und Regisseurin der Performancekompanie blütenwerfer, welche sie 2007 ins Leben rief und mit der sie ihre eigenen Konzepte realisiert. Sie schreibt Kurzgeschichten, Szenische Texte und Gedichte. Lissy Pernthaler ist mehrmalige Gewinnerin des Literarischen Wettbewerbs der Südtiroler Sparkasse. 2009 ist ihr erster Prosaband Lorbeer und Zitrone im Skarabaeus Verlag erschienen. Seit 2009 ist sie Mitglied im Kreis der Südtiroler Autorinnen und Autoren im Südtiroler Künstlerbund. Sie ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin des Autoren- und Theaterkollektivs kreaturen verbund in Berlin. Außerdem schreibt sie für das Berlin-Online-Magazin bierstattblumen. Lissy mag Mangos, beim Schwimmen die (schneebedeckten) Berge zu sehen und Flugträume. Sie lebt und arbeitet als freie Schauspielerin, Performancekünstlerin und Autorin in Berlin und Südtirol. www.lissy-pernthaler.de

Foto: André Bystron

Der aus Bielefeld stammende Schauspieler und Autor Can Fischer absolvierte sein Schauspielstudium von 2005-2008 erfolgreich in Berlin. Seitdem führen ihn Engagements immer wieder an das Stadttheater in Bielefeld. Zuletzt war Can Fischer an der Tribüne in Berlin engagiert, wo er in über 35 Vorstellungen, als Ludo, in der Uraufführung Zweiohrküken zu sehen war. Aktuell steht er im Stadttheater Bielefeld in dem Musical Anything goes von Cole Porter auf der Bühne. Zuvor führten den Schauspieler Engagements an zahlreiche Theater in Berlin, Hamburg, Halle (Saale), Paris und Wien wo er u.a. in Winter von Jon Fosse, Brooklyn Memoiren von Neil Simon, Hase Hase von Coline Serreau, Wahnfried 23 von Nick Kolarz, Puppen von Felix Isenbügel, Stürmische Zeiten von Gerd Fahrenkrug und Vernissage von Václav Havel zu erleben war. Can Fischer ist außerdem Autor diverser Theaterstücke, Kurzgeschichten und Erzählungen. Er lebt in Berlin und Bielefeld. www.canfischer.de

www.kreaturen-verbund.de



Freitag, 20. Mai 2011, 19:30 Uhr, Eintritt frei
Jahrbuch der Lyrik

Buchpremiere mit Kathrin Schmidt, Sünje Lewejohann und Ulf Stolterfoht. Moderation Christoph Buchwald


1979 rief Christoph Buchwald das Jahrbuch der Lyrik ins Leben, in dem er alljährlich zu einer Entdeckungsreise durch die poetischen Sprachwelten der Gegenwart einlädt. Darin sind sowohl die Arbeiten renommierter als auch bisher unentdeckter Autoren versammelt. Bei der Auswahl für das neue Jahrbuch wurde Christoph Buchwald von der vielfach preisgekrönten Schriftstellerin Kathrin Schmidt unterstützt; zusammen suchten die beiden Herausgeber unter den rund 900 Einsendungen die Werke aus, die als Zeitzeugen für dieses Jahr stehen können – ein inspirierendes Panorama bislang unveröffentlichter zeitgenössischer Gedichte.



Samstag, 21. Mai 2011, 19:30 Uhr, Eintritt frei
In eigener Sache

Ein Lettrétage-(Re-)Mix von und mit Daniela Seel, Karen Sünder, Cecilia Pavon, Denis Abrahams und Marie Moustache


Fünf Jahre Lettrétage: Im Herbst steht ein großes Jubiläum an. Dass es nun seit fast fünf Jahren in Kreuzberg ein unabhängiges Literaturhaus gibt, haben wir nicht nur der erstaunlich stabilen Bausubstanz unserer marod-charmanten Gründerzeitvilla zu verdanken, sondern auch Ihnen, unserem Publikum. Ihr Interesse zeigt uns, dass die Lettrétage als ein Teil des literarischen Angebots in Berlin tatsächlich gebraucht wird. Heute Abend möchten wir Sie gewinnen, als Mitglieder unseres Freundeskreises zum weiteren Gedeihen der Lettrétage beizutragen. Schon ab 5,- Euro pro Monat, mithin genau zum Preis des Lesungs-Eintrittsgelds, sind Sie ganz nah dabei, bestimmen über die Geschicke des Hauses mit und erhalten als Dankeschön eine ganze Reihe von Vergünstigungen.

Mit einem kurzweiligen Programm voller Highlights wollen wir heute einmal die Spannbreite des Lettrétage-Programm durchschreiten: Aus Lateinamerika ist uns die argentinischen Autorin Cecilia Pavón per Skype zugeschaltet, die Übersetzungen werden von der Schauspielerin Karen Sünder gelesen. Denis Abrahams, Urgestein der ersten Lettrétage-Stunden, präsentiert Ihnen einen Auszug aus dem Roman Lucy Gayheart von Willa Cather, und schließlich geht es mit Verlegerin Daniela Seel von der Kookbooks-Kaderschmiede der jungen deutschsprachigen Literatur um die Autoren und Texte ihres aktuellen Programms. Dazu gibt’s digitale Kollagen von Marie Moustache. Lassen Sie sich überraschen!



Mittwoch, 25. Mai 2011, 19:30 Uhr, Eintritt 7,- Euro, erm. 5,-
VOLKSMUND

Szenische Lesung mit Musik
Schauspiel von Lissy Pernthaler und Can Fischer


Ankündigung siehe 18. Mai!



Samstag, 28. Mai 2011, 19:30 Uhr, Eintritt 7,- Euro, erm. 5,-
VOLKSMUND

Szenische Lesung mit Musik
Schauspiel von Lissy Pernthaler und Can Fischer


Ankündigung siehe 18. Mai!



Montag, 30. Mai 2011, 19:30 Uhr, Eintritt 5,- Euro
Brehms Tierland. Eine Abenteuerlesung in Wort und Bild

Aus dem Expeditionsbuch des Tierforschers E. Alfred Brehm
Buchpremiere mit Kai Splittgerber und Dorothea Huber


Der geniale Tierforscher Edmund Alfred Brehm reist mit Kapitän Pamphile und einer skurrilen Mannschaft auf die geheimnisvolle Insel Tierland, um unentdeckte Tiere mit unglaublichen Eigenschaften zu suchen. Doch Tierland birgt nicht nur fremde Tiere und phantastische Abenteuer, sondern auch bedrohliche Gefahren und eine sonderbare Liebe. Ein spannender und satirischer Abenteuerroman über einen ebenso genialen wie größenwahnsinnigen Tierforscher. Seite für Seite fesselt Dorothea Huber den Leser mit ihren ironisch-frischen Illustrationen und einfallsreicher Typografie. Beide haben ein Lesungsformat entwickelt, in dem Bild und Text in einer grafischen Lesung verknüpft werden.

Kai Splittgerber, geboren 1981 in Köln, studierte Kulturwissenschaften und kreatives Schreiben an der Universität Hildesheim. Er begründete den Glück & Schiller Verlag und das Verlagsnetzwerk Fruehwerk. Daneben war er Redakteur von lit04.de-07.de, von Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen und Kolumnist bei subpool.de. Außerdem veröffentlichte er journalistische und literarische Beiträge u.a. im Tagesspiegel, der Berliner Zeitung und in BELLAtriste. Für die Arbeit an Brehms Tierland erhielt er 2010 das niedersächsische Arbeitsstipendium. Kai Splittgerber lebt in Oldenburg.

Dorothea Huber, geboren 1980 in Kaufbeuren, hat an der HAWK Hildesheim Grafikdesign studiert. Sie illustriert u.a. für Das Magazin, Brigitte, Le Monde diplomatique, J'N’C’ Magazine, Missy Magazine und die taz. 2008 erschien das von ihr illustrierte Buch Kapitän Pamphile von Alexandre Dumas (Büchergilde Gutenberg), das auf die Shortlist der schönsten Bücher 2008 gewählt wurde. Ihre Arbeiten wurden u.a. vom Art Directors Club ausgezeichnet. Dorothea Huber lebt in Berlin.












Lettrétage - Das junge Literaturhaus