Donnerstag, 20. März 2008, 19:30 Uhr
EINTRITT FREI
Hier keine Kunst. Roman von Marc Degens.
Autorenlesung von und mit Marc Degens.
Ein zweiunddreißig Jahre alter Taugenichts, der von seiner Großmutter
"Jürgen" genannt wird, verläßt sein Elternhaus und zieht nach Berlin,
um einen Roman zu schreiben. Doch der Plan scheitert. Bereits nach
drei Tagen kehrt der Möchtegern-Schriftsteller zurück zu seinen
Eltern in die münsterländische Provinz. Hier ent- und verwirft er
reihenweise neue Buchprojekte, schreibt einen Artikel für die
Lokalzeitung, gibt seine erste Lesung in einer Videothek ... Er läßt
sich von Mutter bekochen, schaut mit Vater fern und schlägt die
restliche Zeit in Kneipen und Spielhallen tot. Doch die Tage der
Behaglichkeit enden, als die Eltern erfahren, daß ihr Sohn gar nicht
studiert. Und sie Großeltern werden
»Wirre Handlung, großartige Stilsicherheit!« Das könnte der
Klappentext dieses schrillen Schelmenromans sein. Ein Werk über die
Spätpubertät, von der Berliner zurück zur Bonner Republik. »Was
Eckhard Henscheid für die Neue Innerlichkeit war, ist Marc Degens für
die Popliteratur.« Das hat noch keiner geschrieben. Warum eigentlich
nicht? Hier keine Kunst ist ein burleskes, im besten Sinne leicht zu
lesendes Buch mit einem ganz eigenen Komikstil. Hier keine Kunst ist
ein literarischer Spaß, eine schräge, zeitgenössische Geschichte vom
Ernst des Erwachsenwerdens und eine Karikatur des Künstlers als
junger Mann.
Marc Degens, geboren 1971 in Essen, studierte in Bochum Germanistik und
Soziologie. Herausgeber des Online-Feuilletons satt.org und der
Heftreihe "Schöner Lesen", die seit 2004 vielerorts in
Süßwarenautomaten vertrieben wird. Erfinder und Moderator des
Bühnenfeuilletons "Die Begeisterungs-Show".
Lebt seit 2007 in Eriwan, Armenien
www.hier-keine-kunst.de
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